Snape - Theorien


Bemerkungen zu Band 6 und Snapes Rolle darin - I



Elenas Kommentar zu Harry Potter Band VI

Elenas Kommentar zu Harry Potter Band VI

 

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich das Buch wirklich für gelungen halte. Nach Band V war ich eher skeptisch eingestellt und deswegen positiv überrascht. Allerdings dürfte ein Teil der positiven Einschätzung der Tatsache geschuldet sein, dass Severus Snape immer mehr ein unverzichtbaren Bestandteil des Finales darstellt. So gesehen ist also meine Einschätzung recht subjektiv eingefärbt. Und wieder einmal bedaure ich es, dass die Romanreihe "Harry Potter und ..." heißt und nicht "Severus Snape und ..."

 

Natürlich gingen mir, wie vielen anderen sicher auch, eine Menge Fragen im Kopf herum. Eine davon beschäftigt sich immer wieder mit dem Schwur, den Snape auf Narcissas Bitte hin ablegt.

 

So ein Schwur ist nicht gerade leicht dahingesagt. Diesen Eid leistet man höchsten für die Familie oder den besten Freund. Eventuell legt man ihn ab, wenn man in einer Lebensschuld steht. Doch welche Veranlassung sollte Snape haben, Narcissas Bitte zu entsprechen?

Warum sollte er Draco mit seinem Leben beschützen wollen?

 

J. K. Rowling hatte in einen ihrer vielen Interviews einmal erwähnt, dass die Liebe noch eine Rolle für Snape spielt. Natürlich war die Andeutung so vage, dass man alles hineininterpretieren konnte.

Was also, wenn es einmal ein Verhältnis zwischen Narcissa und Snape gab? Die Beziehung wäre seitens des Black-Clans nicht akzeptiert worden. Snape, als ein Halbblut, war definitiv kein Wunschkandidat. Was, wenn beide (aus welchen Gründen auch immer) auf ein Fortbestehen der Beziehung verzichtet haben, ohne ganz den anderen im Herzen aufzugeben?

Dann ließe sich Snapes Reaktion durchaus erklären. Und es wäre auch verständlich, warum Narcissa Malfoy ausgerechnet Snape um Hilfe bittet.

Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass Draco Malfoy eventuell ein Snape wäre. Lucius dürfte in jedem Fall sichergestellt haben, dass sein Erbe auch seine Gene trägt. Viel mehr erinnert mich die Situation an eine Szene aus "Der Graf von Monte Christo". Die ehemalige Liebste fährt zum Grafen, um ihn um das Leben ihres Sohnes zu bitten. In der Verfilmung mit Gerard Depardieu kommt das gut zum Ausdruck. Sie sagt ihm: "Es hätte unser Sohn sein können!" Der Graf willigt ein und nimmt den wahrscheinlichen Tod bei dem anstehenden Duell billigend in Kauf.

 

Mir ist bewusst, dass dies hier alles Spekulation ist und bis zum Erscheinen des letzten Bandes auch bleiben muß. Der Gedanke an eine unglückliche Liebe würde jedoch zu der bisherigen Lebenserfahrung des Zaubertrankmeisters passen. Es könnte auch erkläre, warum er so unversöhnlich gegenüber Sirius Black war. Ein Black war nun mal ein Black, unabhängig von den Vorbehalten aus der Schulzeit.

Und um die Spekulation auf die Spitze zu treiben: War Narcissa der Grund, weswegen Snape zu den Todessern ging? Wollte er Macht und Anerkennung, um für den Black-Clan ein akzeptabler Kandidat für Narcissa zu sein? Wandte er sich deswegen von Voldemort wieder ab, weil er trotz allem nicht bekam, was sein Herz so sehr erhoffte?

 

Der nächste Punkt, der viel Stoff zur Diskussion bietet, ist die Szene auf dem Astronomieturm. Dass Snape Dumbledore tötet war wirklich ein Schock. Der Text bleibt jedoch zu vage, um eindeutige Schlüsse hinsichtlich Snapes Beweggründe zu ziehen.

Dass er Dumbledore tötete, um den Eid zu erfüllen ist mit Sicherheit nur einer. Dass er den Direktor tötete, um sein Tarnung aufrecht zu erhalten wäre ein anderer. Allerdings frage ich mich dann: Zu welchem Preis? Wäre das gerechtfertigt gewesen?

Tötet er seinen langjährigen Weggefährten, um ihn von den Leiden des Zaubertrankes zu erlösen?

Wie auch immer, Snape hatte eine rasche Entscheidung zu fällen. Er musste wählen zwischen dem Leben von Draco und dem schnellen Tod Dumbledores und Dracos Tod und Dumbledores qualvolles Sterben. Die Entscheidung dürfte so schwer nicht gewesen sein.

Und trotzdem bleibt da noch immer ein leiser Zweifel über die Aufrichtigkeit der Handlung.

Es hängt wohl am Ende von der persönlichen Sicht- und Lesweise ab, wie jeder von uns diese Szene interpretiert.

 

In diesem Sinne: Alles ist möglich

 

Elena, 2005-08-01

elena-g@freenet.de


**********

Sybille:

Sybille:

 

Also ich war auch entsetzt über den Ausgang und saß erst einmal still da. Die ganze Zeit hatte ich darauf gewartet, dass Snape und Harry aufeinandertreffen. Ich dachte, dass Harry ihm entgegenschleudert, dass Snape die Prophezeiung Voldemort gepetzt hat und dass Snape Harry gesteht, dass es ihm leid tut und Dumbledore eventuell vermittelt. Und in dem Moment, als Dumbledore tot vom Balkon fiel, dachte ich immer noch, dass er Snape bittet, Harry zu unterstützen im Kampf gegen Voldemort.

 

Aber der Direktor war tot. Snape traf auf Harry. Snape verschwand...  Zunächst war ich ratlos, las einige Passagen immer wieder und schaute mich dann auf diversen Seiten um.

 

Auf www.dumbledoreisnotdead.com einer englischen Seite werden Gründe genannt, warum weder Dumbledore tot ist, noch Snape ein Verräter.

 

In der Tat, es gibt einige Ungereimtheiten.

Es geht los im 2. Kapitel. Warum lügt er Narcissa und Bellatrix an? Warum sagt er, dass Harry kein außergewönliches Talent besitzt? Weiß er doch wohl, dass Harry Parsel spricht, einen Patronus heraufbeschwören kann, Voldemort schon gegenüber trat und entkam, sich mutig den Todessern gegenüberstellte usw.

Außerdem wusste er offenbar nichts von Voldemorts Plan, erfuhr es wahrscheinlich erst durch Legilimentik von den Beiden.

 

Aus den Meinungsverschiedenheiten, die Hagrid bei Snape und Dumbledore mitgehört hat, geht hervor, dass Dumbledore ebenfalls einen Plan hat. ( Den Plan, sich zu opfern, weil Snape sich sonst opfern müsste, wegen dem Unbreakable Vow? )

 

Snape wusste spätestens im Bad, als Harry Draco den Sectumsempra auf den Hals hetzt, dass Harry im Besitz seines Buches ist. Warum hat er es ihm gelassen?

Sollte es ihm noch irgendwie behilflich sein?

 

Als Snape Dumbledore mit dem Todesfluch belegt, hat er keine spöttischen Worte gebraucht, auch kein höhnisches Grinsen gezeigt. Er sagte nichts und schaute angeekelt und mit Hass in den Augen. OK. Aber könnte er sich nicht vielleicht auch davor ekeln, was er auf Dumbledores Verlangen hin tun muss und der Hass sich auf die Todesser, Draco und so weiter beziehen?

Warum sagt Dumbledore: "Severus..."  "Severus...please..." Was sollte das sein? "Bitte Severus tu es! Du hast es versprochen?" Sollte Harry, das alles mitbekommen und diese Botschaft verbreiten. Sollte sich diese Botschaft bis in das Ministerium hin verbreiten? Selbst Umbridge war zur Beerdigung gekommen. Wo war eigentlich Fawkes, als Dumbledore starb? Warum wusste McGonagall von allem nichts?

 

Warum hat Snape Flitwick nicht gleich getötet und Hermine und Luna dazu, wäre doch auch egal gewesen. Wenn er denn der dunklen Seite angehören würde!

 

Ich denke, dass es vielleicht doch nicht so ist, wie es jetzt scheint. Snape wird auf Harry treffen, soviel ist klar.

Snape kann ihn nicht töten. Aber warum hat er ihn doch so relativ ungeschoren davon kommen lassen? Verhöhnt hat er ihn verbal nicht. Und mit der Bemerkung über Harrys Vater hatte er recht. Wütend ist er ja eigentlich erst geworden, weil Harry ihn pausenlos versucht hat anzugreifen, ihn Feigling genannt hat oder sogar mit seinen eigenen Flüchen belegen wollte.

 

Ich habe erst wenig im Internet gelesen, dass daran geglaubt wird, dass nun endgültig klar ist, dass Snape auf der dunklen Seite ist und vielleicht schon immer war.

Ich frage mich lediglich, was Wurmschwanz in Snape seinem Haus machte. Der eine gibt die Info mit der Prophezeiung weiter, der andere verrät Harrys Eltern direkt????   

 

Bin gespannt auf deine weitere Sicht der Dinge.

 

***********

 

Shoshana:

 

Also, dies ist ziemlich lang, ging mir heute Nacht durch den Kopf und so manches ist vielleicht auch schon an anderer Stelle geschrieben worden. Trotzdem, vielleicht finden sich ja auch noch mehr Hinweise.

1. Streit Snape/Dumbledore, berichtet von Hagrid, Seite 379/380

„Well - I jus' heard Snape sayin' Dumbledore took too much fer granted an' maybe he - Snape - didn' wan' ter do it any more -„
"… it sounded like Snape was feelin' a bit overworked, that's all - anyway, Dumbledore told him flat out he'd agreed ter do it an' that was all there was to it. Pretty firm with it."
Dann hat DD SS noch gesagt, er soll Untersuchungen in seinem Slytherin-Haus anstellen.

Der Streit wird nicht darum gegangen sein, dass Snape DD erzählt, dass er nicht mehr für den Phoenix-Orden spionieren will. Es klang als wäre SS ein ‚wenig überarbeitet'.

Snape sagt, dass DD zu vieles als gegeben/feststehend voraussetzt und das er - Snape - es vielleicht nicht mehr tun will.
Er will nicht mehr zurück zu Voldemort, es fängt an, über seine Kraft zu gehen und vielleicht sagt er DD auch damit, dass er sich nicht zu sehr auf ihn verlassen soll, weil er merkt, dass die Dunkle Seite immer mehr Besitz von ihm ergreift.
DD sagt streng, dass er dem seinerzeit zugestimmt hat und basta.
Sein Vertrauen in Snape ist ungebrochen und er übersieht, meines Erachtens, dass Snape auch nur ein Mensch ist und seine Grenzen hat.

2. Snape tötet Dumbledore

Wie ja schon mehrfach woanders erwähnt, blickt Snape Dumbledore vorher eindringlich an und damit ist mit Sicherheit ein Gedankenaustausch verbunden.
Es ging sehr schnell, aber wie schnell kann man sich in Gedanken austauschen?
Was wurde kommuniziert? Hat Snape ihm mitgeteilt?: Ich habe dich gewarnt, ich wollte aufhören, jetzt habe ich keine Wahl mehr.?
Dazu würde Dumbledores: „Severus ... please ..." passen.
Nicht das Flehen, ihn zu verschonen, sondern die flehentliche Bitte, sich nicht aufzugeben.
Abgehoben wie Dumbledore zweifellos ist, könnte er auch nur darum gefleht haben, dass Snape, auch wenn er nun ganz und öffentlich zur Dunklen Seite wechseln muss, dem Orden weiterhin Informationen zukommen lässt und natürlich Harry weiterhin irgendwie beschützt.

3. Verfolgung Snape, Draco durch Harry.

Snape schickt Draco durch das Tor und stellt sich Harry. Dabei hat er ohne Ende Möglichkeiten ihn zu töten oder kampfunfähig zu machen, ihn sich über die Schulter zu werfen und Voldemort zum Frühstück zu präsentieren. Tut er aber nicht.
Voldemort wollte Harry seinerzeit auf dem Friedhof töten, er braucht ihn nicht mehr. Der von SS angegebene Grund ‚er gehört dem D.L.' ist daher fadenscheinig und den Cruciatus, den der große Todesser auf Harry abfeuert, stoppt er auch. Das ist doch eindeutig, wen er da schützt. Mal wieder.
Er sagt Harry im Laufe des ‚Duells' in dem Harry nicht einmal ansatzweise zum Zuge kommt, er wird es nie schaffen, 'wenn er nicht sein Maul hält und seinen Geist verschließt'.
DAS muss er lernen und zwar flott, wenn er es mit Voldemort aufnehmen will. Vielleicht begreift er es ja jetzt.

Als Harry ihn einen Feigling nennt, rastet er völlig aus. Warum?
- Weil er gerade den einzigen Menschen hat töten müssen, der die Verbindung zwischen ihm und einem Leben in Freiheit darstellte.
- Weil er nun seit zwei Jahren sich schlangengleich in der Welt der Todesser bewegt und Informationen an den Orden liefert. Und dass sein sich ‚Durchschlängeln' nicht unbemerkt geblieben ist, wird ja in Kap. 2 deutlich, als Bellatrix genau das behauptet und er ihre Fragen, was hast du all die Jahre gemacht, beantwortet mit dem Hinweis, dass sie seine Antworten auch an die weitergeben soll, die hinter seinem Rücken noch immer behaupten, er sei ein Verräter.
- Weil er seit 2 Jahren enormen Belastungen ausgesetzt ist. Er wird versucht haben, allem auszuweichen, wo er hätte töten müssen. Also Überfälle auf Muggel und solche Sachen.

- Weil es damit jetzt vorbei ist. Er ist als Spion nicht mehr von Nutzen für Voldemort und da er ja anscheinend zum inneren Kreis gehört, wird er nicht mehr darum herum kommen, selber zu töten, foltern, grausamste Dinge zu tun. Er muss nun wirklich zum Todesser werden.

Alternativ könnte er sich selber umbringen.

Schlussbemerkung:
Sicher achtet Snape als allererstes immer auf sich, aber er war Dumbledores Mann und ist ihm blind gefolgt. Solange er lebte. Warum, wissen wir noch nicht.

Da er in allem immer der Verlierer ist (Bd. 1, er schützt den Stein der Weisen, durchschaut das Manöver mit dem Troll, wird verletzt und wer ist der Held: Harry, Bd.3, er denkt, er hat Sirius gefangen, sieht sich schon mit dem Merlin-Orden - ja, an solchen Dingen hängt sein Herz, ANERKENNUNG! und muss eine herbe Niederlage hinnehmen - ich glaube, da gibt es noch mehr, fällt mir aber spontan nicht ein.) wird er auch hier der Verlierer sein. Er wird im Laufe des Band 7 noch einmal Dumbledores Mann sein und dann wird er sterben.

LG von shoshana

 

***********

 

Sarina:

 

Nun sind schon zwei Wochen vergangen, seit ich "The Half-Blood Prince" gelesen habe, und immer noch weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Ich habe mich wirklich ein halbes Jahr lang auf das Buch gefreut, fand auch den Titel sehr viel versprechend und habe zur Vorbereitung noch einmal alle fünf bisherigen Bände gelesen. Beim Lesen am Stück fiel mir auf, wie wunderbar alles zusammenpasst, wie immer wieder neue Aspekte hinzukommen, wie die Charaktere sich entwickeln (besonders der Beginn der Pubertät bei Harry), wie sich auch die Sprache der Bücher verändert und dem Alter anpasst, was mir alles uneingeschränkten Lesegenuss bereitete.


Und dann las ich "The Half-Blood Prince".

Als Severus Snape im Buch das erstemal auftauchte und sich in aller Seelenruhe mit zwei Death Eaters unterhielt, war ich wie vor den Kopf geschlagen. Sollte er doch ein Verräter sein? Dann ging er auch noch auf den Unbreakable Vow ein. Das konnte nicht sein, ein Severus Snape ist zu intelligent, als dass er sich auf jemanden wie Voldemort einlassen würde. Ja, wahrscheinlich nahm er diesen Schwur nur auf sich, um Voldemort und die Death Eater in Sicherheit zu wiegen, den Schwur dann zu brechen und damit die Macht von Voldemort zu schwächen, obwohl er wusste, dass er dabei sterben würde. Ich würde zwar tieftraurig sein, aber für eine solche Demonstration seiner Überlegenheit würde ich unseren Professor noch mehr lieben.

Wie wir jetzt wissen, sollte es so nicht sein. Ich erlebe, wie ein hasserfüllter Snape einen tatterigen, nicht zurechnungsfähigen Greis umbringt, den er mit billigsten Ausreden jahrelang an der Nase herumgeführt hat. Dann kommt der Held Harry, der schwört, den alten Mann, seine Eltern und alle anderen zu rächen und deswegen mit seiner Freundin Schluss macht. "I've got things to do alone now." Kann es noch platter sein? Ich glaube kaum. Selbst der viel versprechende Titel scheint mir nur noch ein billiger Abklatsch. Ein Buch, das einem Bösen gehörte und nun Unheil stiftet? Warum kommt mir das nur so bekannt vor?


Ist Joanne Rowling zu gesättigt von ihrem Reichtum, um sich noch ernsthaft mit Harry Potter zu beschäftigen? Sind ihr einfach die Ideen ausgegangen? Hat sie die ursprünglich geplante Handlung verändert, um noch eine beliebige Anzahl an Fortsetzungen zu ermöglichen? Hat sie plötzlich keine Ahnung mehr, wie man gute Bücher schreibt? Oder wird sie im siebten Band noch einmal alles umwerfen, was wir bisher von den Charakteren zu wissen glauben? Ich klammere mich an die Hoffnung, dass Letzteres eintrifft. Aber da ist diese kleine fiese Stimme in meinem Kopf, die mir ständig sagt "I've got things to do alone now." Sie kann also WIRKLICH völlig platt und klischeehaft schreiben und es ernst meinen. Wenn es anders wäre, dann hätte Ginny auf so einen Satz eine intelligentere Antwort gewusst. Zum Beispiel, dass Voldemort über Draco Malfoy längst weiß, dass sie und Harry sich mögen. Dass Voldemort sie bereits als Köder nutzte, bevor sie überhaupt zusammen waren, es sie also gar nicht schützt, wenn sie sich trennen. Aber sie schweigt ergeben und akzeptiert, während Harry allein in den Sonnenuntergang reitet. Dann wird wohl auch Band 7 so weitergehen, wie das Ende von Band 6 befürchten lässt. Snape böse, Dumbledore dämlich (und deshalb tot) und Harry der einsame Cowboy, der für das Gute kämpft und die Welt im Alleingang rettet.

 

***********

 

Susanne Thiem:

 

Hey, ich bin schon in vielen Foren unterwegs gewesen und schließe mich
der Meinung an, dass Snape DD in Absprache getötet hat. Ich denke, wenn
Snape DD jahrelang an der Nase rumgeführt hätte, würde er nicht einfach
töten, sondern erst einmal  etwas wie:"Sieh, wie du dich getäuscht
hast, ich war immer auf der Seite des dunklen Lord`s", oder etwas
ähnliches sagen. Nach so langem spionieren will man den Triumpf, jemanden
so lange vorgeführt zu haben , sicherlich auch ein wenig auskosten. Mag
euch etwas mager vorkommen, aber oft sind es die kleinen Dinge, die einen
überzeugen.

 

***********

 

Vivianne:

 

Am Anfang war ich, gelinde gesagt, erschüttert. Ich hätte niemals gedacht,
daß Snape Dumbledore umbringen würde. Die Tatsache, daß D. in dem Buch
stirbt hatte ich mir ja schon irgendwo gedacht, und die Handlung deutet von
Anfang an darauf hin ( die verletzte Hand, Dumbledore spricht mit Slughorn
über Reaktionen, die im Alter schlechter werden, und D. macht einen
zerbrechlichen Eindruck ).
Außerdem hatte ich, was Snapes Herkunft angeht, völlig andere Vorstellungen.
Erstmal die Tatsache, daß sein Vater Muggel ist ( war ) und daß er aus sehr
einfachen Verhältnissen zu stammen scheint ( ich vermute, daß das Haus in
"Spinner´s End" Snapes Elternhaus ist )...der FanFic - Snape ist doch meist
ein Pure Blood und besitzt ein vornehmes Herrenhaus ( like Malfoy ), was
auch immer meine Idee war.
JKR besitzt noch immer die Fähigkeit, ihre Leser zu überraschen, was eine
gute Autorin auszeichnet. Ich persönlich finde HP6 spannender und besser
geschrieben als HP5, der sich teilweise arg in die Länge zieht.
Die Liebesgeschichten finde ich auch sehr nett, besonders freut mich die
Tonks/Lupin - Geschichte.:)
Warum schwört Snape den Unbreakable Vow? Habe lange darüber nachgedacht und
glaube mittlerweile, daß ihm klar war, daß er sich opfern muß. Wie tief
seine Zuneigung zu Draco und Narcissa ist, kann ich nicht sagen, aber ich
glaube nicht, daß er in Narcissa verliebt ist. Er fühlt sich der Familie
Malfoy verbunden, da Lucius ein guter Freund von ihm war. Aber davon
abgesehen glaube ich, daß Snape bereit war, durch Nichterfüllen des
Unbreakable Vow zu sterben, sprich Draco davon abzubringen, Dumbledore
umzubringen. Dumbledore bekommt das raus und nötigt Snape, ihn umzubringen (
der Streit, den Hagrid mitbekommt ).
Nur: Wie kommt Snape aus der Sache jemals raus? Dumbledore wird der Nachwelt
eine Botschaft hinterlassen haben, in der er die Sache erklärt. Aber
trotzdem: 1. Snape hat einen unverzeihlichen Fluch benutzt, 2. er hat den
größten und beliebtesten Zauberer seiner Zeit umgebracht.
Ich befürchte, daß er Band 7 nicht überleben wird.
Und eine Frage bleibt immer noch offen: Was bedeuten die Parallelen zwischen
Voldemort und Snape?

Naja, Du siehst, ich bin immer noch ziemlich verwirrt, und ein leiser
Zweifel schleicht sich doch ein. Ist er vielleicht doch böse? Das fänd ich
ziemlich enttäuschend.
In zwei Jahren wissen wir mehr. Hoffe, Joanne beeilt sich!:)

 

***********

 

Kathleen:

 

Das Buch fand ich super, besser noch als alle anderen Bände.

Ich war mir von Anfang an fast sicher das Snape der HBP ist, denn mit ihm hätte niemand gerechnet.

Das 2. Kapitel gefiel mir ganz besonders, denn es zeigt mehr über Snape und irgendwie wusste ich  das es wohl sein Wohnort war, als Bella und Cissy dort landeten *g*.

 

Das Snape noch ein Todesser sein soll und Dumbledore aus Rache oder Hass getötet hat, kann und will ich mir nicht vorstellen.

>Auf einem Harry Potter Board wo ich bin sind übrigens viele der Meinung, dass Snape noch Gut ist und es gibt einige Theorien, warum er das getan hat<

 

1.) Es heißt das Dumbledore von Anfang an wusste, dass er sterben würde und letztendlich Snape darum gebeten hat, damit seine Tarnung als Spion erhalten bleibt.

2.) Er arbeitet für sich allein, aus welchem Grund auch immer.

Meistens wird vermutet, dass Voldemort irgendjemanden, den Snape gern bzw. geliebt hatte, umgebracht hat.

3.) Es gibt aber auch die Meinungen, dass Snape von Anfang an auf Voldemorts Seite stand.

 

 

Ich denke und hoffe, das er noch immer für Dumbledore arbeitet.

Zumal es ein paar ungereihmtheiten gibt die darauf hindeuten, dass Snape noch immer für Dumbledore arbeitet.

 

1.) Ich finde er ist die ganze Zeit gefasst und sehr ruhig, als Bella ihm ihr Misstrauen offenbart.

Zudem meidet er den Blickkontakt mit beiden Frauen.

2.) Ob Snape jetzt besser in Okklumentik/Legilimence als Voldemort ist weiß ich nicht, aber er ist sicher besser als manch andere Todesser.
Zudem spricht er etwas an -> niemand kann den Lord täuschen, dass wissen alle (zumindest denken sie es)
Kluger Schachzug von Snape (wenn er wirklich besser als LV ist) denn somit steht er auf der sicheren Seite NIEMAND hinterfragt die Künste des dunklen Lords und Bella wurde somit der Mund gestopft.
"Fooled the Dark Lord, the greatest wizard, the most accomplished Legelimens, the world ever seen?"
Warum hebt er LV so hervor, es hätte auch gereicht wenn er gesagt hätte, dass der dunkle Lord perfekt in Legelimence ist.

3.) Wenn Dumbledore Snape vor Askaban gerettet hat, warum dann nicht auch Sirius.

Und wie kann man einen ehemaligen Todesser als Lehrer einstellen, ich glaube nicht, dass die Eltern das gut finden würden.

4.) Warum bekommt Harry, als er Draco so schwer verletzt, so eine billige Strafe?

Zu Schulbeginn hatte Harry eine viel härtete Strafe bekommen und das nur, weil er zu spät beim Fest war und seine Muggelsachen anhatte.
Das ist völlig untypisch von Snape, wo er es doch liebt Harry zu ärgern.

 

Und das hier finde ich auch interessant, ist aber nicht von mir....

 

Anstatt Kreacher einfach irgendwo hinzubringen, will Dumbledore wissen, ob er Harry gehört oder Bellatrix.
Dumbledore will, dass Kreacher in Hogwarts arbeitet. Wieso soll er nicht einfach zu Bellatrix. Der Grund dafür? Kreacher weiß etwas, was Voldemort nicht wissen darf.
Und was weiß er?
Er weiß, wer den Orden benachrichtigt hat.

 

Ich finde auch, der Grund warum Dumbledore, Snape vertraut ist ziemlich einfach und Billig erklärt, ich denke da steckt noch etwas mehr dahinter.

Weiter kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dumbledore für sein Leben fleht und, dass er 16 Jahre lang für dumm verkauft wurde.

Und wenn Snape wirklich ein Todesser sein sollte, warum hat er Dumbledore nicht vorher gequält oder Harry auf seiner Flucht getötet, die Zeit hatte er alle mal gehabt.

Es gibt viele Dinge die für das Gute in Snape sprechen, aber eben auch einige (darunter der Mord an Dumbledore) die Böse sind.

 

Jedoch glaube ich solange an das Gute in Snape bis ich Band 7 zuende gelesen hab.

 

Gruß Kathleen

 

***********

 

Morigane:

 

Ich war ersteinmal geschockt.

JKR fällt mit "Spinners End" mit der Tür ins Haus.

Beim zweiten Lesen baute sich folgende Theorie auf :

 

 

Dumbledore hat Snape befohlen,zurück zu den Todessern zu gehen.

Dass er Naricssa Malfoy den unbrechbaren Schwur gegeben hat,auf Draco aufzupassen,

rückt ihn in kein schlechtes Licht,wohl aber von den "Guten" ab.

Da er den Tod nicht riskieren wollte,war gezwungen,Dracos Aufgabe zu übernehmen und Dumbledore umzubringen.Dass hat er diesem gesagt.Dumbi hat bewußt darauf angespielt,sich töten zu lassen.

So hat Harry neben dem dunklen Lord einen neuen Erzfeind.

Vielleicht wird Snape ,um die Malfoys vorm Tod zu bewahren,dem dunklen Lord quer kommen.Nicht so sehr,dass er auch umgebracht wird.Vielleicht schafft er es,nur geächtet zu werden.Slughorn ist Todesser,er hat Harry bewußt das Buch des Halbblutprinzen zugespielt,wissend dass Snape dieser war.Vielleicht wollte er,dass Harry erkennt,dass er Snape ähnelt .Was er damit bezweckt,kapiere ich leider nicht.

Snape selbst wird entweder Harry im finalen Endkampf gegen den Lord beispringen oder er wird ihn mit ihm ausfechten.

 

***********

 

J.

 

meinung zu hp6: abgesehen vom inhalt verdammt geil in szene gesetzt der
ganze spaß. zum inhalt.. r.i.p. albus .. na klar musste es sein aber.. naja
lassen wir das.
bemerkung: kanns kaum bis zum 7. abwarten ;)
snapes rolle: es ist ja für jede blindschleiche absolut deutlich das der
gute alte schniiiiiiiievellus *räusper* natürlich auf albus seite war und
ihn nicht.. wie heist es doch..achja - mutwillig - ermordet hat.. ich weiß
ja nich wie deutlich rowling das noch machen kann aber albus letzte worte
sind ja wie folgt: severus.. please..
noch dazu in einer ausdrücklich flehenden stimme, wie sie unser harry
natürlich nie vom großen dumbledore gehört hat.. könnte man wirklich noch
meinen das albus in einem anfall von.. senilität (er ist ja nichtmehr der
jüngste) wirklich davon ausgeht snapilein um einen zaubertrank zu bitten der
ihn zumindest wieder halbwegs top fit macht während ein paar niedliche
todesser ringsrum stehen die davon ausgehen das snape auf ihrer seite ist..?
ja natürlich kann man.. aber würde snape dumbledore nicht töten, würde einer
der anderen es erledigen und noch dazu würde snape ja selbst sterben, wie
wir alle wissen (unbreakable bow) ...wäre ja ne schöne scheiße, nein
stattdessen reagiert snapi sehr souverän als arschloch und rettet was noch
zu retten ist, so wie es mit dumbledort auf garantie vorher vereinbart war.
nach allem was harry den abend erlebt hatte kann man niemals nicht erwarten
das er da noch viele gehirnzellen für solche logischen leistungen übrig
hat.. aber um snape zu beschimpfen reicht es allemal.. und ach es ist doch
zu köstlich snape angesichts seiner tat und der verantwortung und des wissen
was von ihm bald gedacht wird.. und der beleidigung von diesem.. potter..
mal so wundervoll ausrasten zu sehen.. herrlich, aber zumindest weiß er nun
bald wie es sich anfühlt vor der öffentlichkeit als mörder zu stehen.. er
wird sich sirius schicksal unglaublich nah fühlen meint ihr nicht? ;) und er
wird sich genauso lange wie sirius überlegen ob er am ende, wenn er als der
held dasteht, irgendwelche entschuldigungen annimmt.. aber das überlegt sich
ja selbst harry sehr genau, also keine kunst die edelzicke zu spielen
nachdem einem so zugesetzt wurde(wird)..

ergebenst
j.