Keine Wahl für
Snape
Snape hatte gar keine andere Wahl, als Dumbledore zu töten.
Falls sich Draco doch noch dazu durchgerungen hätte, Dumbledore zu töten, hätte
er sich unwiderruflich für den Rest seines Lebens schuldig gemacht. Dumbledore
hätte aber nie zugelassen, das ein Kind (selbst wenn es sich schon großspurig
als Todesser bezeichnet) eine solche Schuld auf sich lädt.
Falls Draco aber, und das ist nach seinem Zögern viel wahrscheinlicher, seinen
Mordauftrag nicht erfüllt hätte, wären zwei Dinge passiert:
Erstens, Draco wäre von den Todessern umgebracht worden, und das hätte
Dumbledore ebenfalls nicht verantworten können.
Zweitens, Snape wäre durch den unbreakable bow ebenfalls getötet worden - und
fiele damit als Agent für die gute Sache und gegen Voldemort aus.
So aber behält er nicht nur sein Leben, sondern auch seine Tarnung. Denn wer
könnte loyaler auf Voldi und sein Gesocks wirken als der (wie wir ja wissen
SCHEINBARE) Mörder Dumbledores?
Mit "Severus... please..." winselt Dumbledore also keineswegs stil-
und würdelos um sein Leben; und schon gar nicht bittet er Snape um einen
Fitnessdrink, der ihn im Angesicht all dieser Todesser wieder auf die Beine
bringen soll (absurd!) - sondern statt dessen bittet er Snape darum, das einzig
Sinnvolle zu tun.
Vielleicht gab es vorher eine Absprache für diese Situation, vielleicht hilft
Legilimentik, vielleicht vertraut er einfach nur auf Snapes scharfen Verstand.
Snapes Gesicht zeigt Widerwillen, aber dann tötet er einen Mann, der sowieso
schon vom Tod gezeichnet ist und rettet damit Draco, sich selbst, und wie Band
7 zeigen wird, die Welt vor Voldemort...!
Gut, es kann auch alles ganz anders sein. Dann wäre Snape von HP1 an genau der
miese, verbrecherische Schwarzmagier gewesen, für den ihn junge,
enthusiastische Harryfreunde schon immer gehalten haben.
Harry, Ron & Co. trauten dem Augenschein und - voilá - sie hatten recht.
Gähn.
Aber ein solcher Mangel an Raffinesse wäre nicht gerade typisch für Rowling,
die Königin der falsch ausgelegten Spuren.
Wenn man mal bei HP1 bleibt: Snape wird als der superverdächtige Oberbösewicht
aufgebaut, am Schluss war`s aber Quirrel.
Nun hat Sev aber in HP1 erheblich mehr Gutes getan, als für eine Tarnung
gegenüber Dumbledore nötig gewesen wäre. Wenn er (was uns HP6 jetzt
vorübergehend suggerieren will) immer schon auf der dunklen Seite stand - wieso
hat er sich in Band 1 nicht einfach blind und taub gestellt???
Statt dessen bleibt er beharrlich auf Quirrels Spur, enttarnt ihn als
Voldi-Amme und beschützt obendrein Harry beim Quidditch.
Warum in drei Teufels Namen hätte ein wirklich "böser" Snape das
alles tun sollen? Um in Hogwarts als Todesser spionieren zu können, wäre soviel
Tarnung wohl kaum nötig.
Er hätte Quirrels Umtriebe mit klammheimlicher Freude beobachten und einen
Kranz zu Harrys Beerdigung schicken können - und weder Dumbledore noch
McGonagall noch sonstwer hätte ihm einen Vorwurf daraus machen können, dass er
Quirrel nicht besser durchschaut hatte als sie selbst.
Es gibt noch mehr Beispiele, aber in Band 1 wird seine Zugehörigkeit zur guten
Seite besonders deutlich. - Soviel also zu dem gern genommenen Argument, dass
Snape Freundliches, Kluges, Besorgtes immer nur getan haben soll, um seine
Agentendeckung zu sichern. Snapefeindlicher Unsinn!
So, und jetzt mal Vernunft, Abwägung und Augenmaß beiseite: Jemand, der wie
Snape aus den Samtaugen Alan Rickmans guckt, kann kein wirklich böser Mensch
sein...
Wickedgirl:
Snapes Rolle scheint in HP 6 eine
besondere zu sein aber darauf das am Ende von Band 6 irgendwas mit ihm passieren
wird war mir schon irgendwie klar. Erstmal hat Harry zu Ron und Hermine gesagt
das es kein Verteidigung gegen die dunklen Künste Lehrer länger als ein Jahr
schafft, dieses Fach zu unterrichten und er hatte recht... leider. Ich will
nicht gemein wirken aber seit Band 5 beginne ich Harry immer mehr zu
hassen da er immer mehr wie sein Vater wird: arrogant und auf seine Ziele
konzentriert und deshalb beginne ich Snapes Hass auf Harry immer mehr zu
verstehen denn er schien schon von anfang an zu wissen, dass Harry nur eines
von seiner Mutter geerbt hat und das sind seine grünen Augen.
Ich glaube fest daran, dass Snape
Lily geliebt hat und sie ihn auch. Immerhin heisst es ja das sie und James erst
im siebten Schuljahr zusammengekommen sind, was also wenn Snape vorher ihr
Freund war und sie ihn verlassen hat weil er ein Todesser geworden ist? Oder
ist er vielleicht ein Todesser geworden weil sie ihn verlassen hat? Ich
weiss es nicht aber ich hoffe das diese Frage im siebten Band beantwortet wird.
Zu Snapes Rolle im sechsten Band kann
ich nur sagen, dass sie immer mehr fragen aufwirft. Ich persönlich glaube nicht
dass Snape durch und durch böse ist, denn dazu ist er zu vielschichtig.
Dumbledore muss von seinem Tod gewusst haben... irgendwie. Er scheint sich innerlich
total darauf vorbereitet zu haben denn er hätte Snape auch ohne Zauberstab
kontern können und dass beide Legilimentik benutzt haben glaube ich auch denn
sie haben sich sehr lange angeschaut. Aber was hat er Snape gesagt und
umgekehrt? Die Worte "Severus... please" sagen bestimmt nicht
"Severus bitte tu es nicht lass mich leben" nein sie sagen etwas ganz
anderes nur was weiss bis jetzt nur JKR. Aber wenn ich mir die Kampfszene
zwischen Snape und Harry ansehe dann frage ich mich wirklich wenn Harry schon
gegen Snape kaum eine Chance hat wie soll er denn bitte dann Lord Voldemort
gegenübertreten? Der stirbt doch nur beim Versuch ! ! Obwohl ich langsam
glaube, dass Snape duelliertechnisch gesehen viel mehr auf dem Kasten hat als
Voldemort. Und ich glaube nicht das Harry auch nur im entferntesten versucht,
Snapes Andeutung, seine Gedanken zu verschließen und zu lernen ohne seine
Stimme zu zaubern wahrnimmt. Dazu ist er nämlich erstens zu doof, zweitens zu
eitel und drittens zu stolz! Er wird nie herausfinden, was Snape ihm damit
sagen wollte.
Am meisten hat bei Band sechs aber
das Ende genervt. Was soll denn bitte dieser Psychosch... von wegen "ich
kann nicht mit Ginny zusammen sein weil es zu gefärhlich ist" oder
"ich kann nicht nach Hogwarts zurück weil ich eine Mission habe"? Er
wird sowieso nach Hogwarts zurückkommen weil er das nicht selber entscheiden
kann selbst wenn er in den Sommerferien 17 wird hat er doch wohl noch seine
Schulpflicht! Aber na ja er ist ja nun mal der große Held der auf seinem weißem
Ross gen Sonnenuntergang reitet und das wird er leider auch immer bleiben denn
sonst würden die Bücher ja nicht " Harry Potter und... " heißen. Aber
wenn wir Snape-Fans ehrlich sind, eigentlich hätten wir es doch total gerne
wenn die Bücher "Severus Snape und ..." heißen würden oder ?