Snape - Theorien


Bemerkungen zu Band 6 und Snapes Rolle darin - VI



Angela:

Angela:

 

Keine Wahl für Snape

Snape hatte gar keine andere Wahl, als Dumbledore zu töten.

Falls sich Draco doch noch dazu durchgerungen hätte, Dumbledore zu töten, hätte er sich unwiderruflich für den Rest seines Lebens schuldig gemacht. Dumbledore hätte aber nie zugelassen, das ein Kind (selbst wenn es sich schon großspurig als Todesser bezeichnet) eine solche Schuld auf sich lädt.

Falls Draco aber, und das ist nach seinem Zögern viel wahrscheinlicher, seinen Mordauftrag nicht erfüllt hätte, wären zwei Dinge passiert:
Erstens, Draco wäre von den Todessern umgebracht worden, und das hätte Dumbledore ebenfalls nicht verantworten können.
Zweitens, Snape wäre durch den unbreakable bow ebenfalls getötet worden - und fiele damit als Agent für die gute Sache und gegen Voldemort aus.

So aber behält er nicht nur sein Leben, sondern auch seine Tarnung. Denn wer könnte loyaler auf Voldi und sein Gesocks wirken als der (wie wir ja wissen SCHEINBARE) Mörder Dumbledores?

Mit "Severus... please..." winselt Dumbledore also keineswegs stil- und würdelos um sein Leben; und schon gar nicht bittet er Snape um einen Fitnessdrink, der ihn im Angesicht all dieser Todesser wieder auf die Beine bringen soll (absurd!) - sondern statt dessen bittet er Snape darum, das einzig Sinnvolle zu tun.
Vielleicht gab es vorher eine Absprache für diese Situation, vielleicht hilft Legilimentik, vielleicht vertraut er einfach nur auf Snapes scharfen Verstand.

Snapes Gesicht zeigt Widerwillen, aber dann tötet er einen Mann, der sowieso schon vom Tod gezeichnet ist und rettet damit Draco, sich selbst, und wie Band 7 zeigen wird, die Welt vor Voldemort...!

Gut, es kann auch alles ganz anders sein. Dann wäre Snape von HP1 an genau der miese, verbrecherische Schwarzmagier gewesen, für den ihn junge, enthusiastische Harryfreunde schon immer gehalten haben.
Harry, Ron & Co. trauten dem Augenschein und - voilá - sie hatten recht. Gähn.
Aber ein solcher Mangel an Raffinesse wäre nicht gerade typisch für Rowling, die Königin der falsch ausgelegten Spuren.

Wenn man mal bei HP1 bleibt: Snape wird als der superverdächtige Oberbösewicht aufgebaut, am Schluss war`s aber Quirrel.
Nun hat Sev aber in HP1 erheblich mehr Gutes getan, als für eine Tarnung gegenüber Dumbledore nötig gewesen wäre. Wenn er (was uns HP6 jetzt vorübergehend suggerieren will) immer schon auf der dunklen Seite stand - wieso hat er sich in Band 1 nicht einfach blind und taub gestellt???

Statt dessen bleibt er beharrlich auf Quirrels Spur, enttarnt ihn als Voldi-Amme und beschützt obendrein Harry beim Quidditch.
Warum in drei Teufels Namen hätte ein wirklich "böser" Snape das alles tun sollen? Um in Hogwarts als Todesser spionieren zu können, wäre soviel Tarnung wohl kaum nötig.

Er hätte Quirrels Umtriebe mit klammheimlicher Freude beobachten und einen Kranz zu Harrys Beerdigung schicken können - und weder Dumbledore noch McGonagall noch sonstwer hätte ihm einen Vorwurf daraus machen können, dass er Quirrel nicht besser durchschaut hatte als sie selbst.

Es gibt noch mehr Beispiele, aber in Band 1 wird seine Zugehörigkeit zur guten Seite besonders deutlich. - Soviel also zu dem gern genommenen Argument, dass Snape Freundliches, Kluges, Besorgtes immer nur getan haben soll, um seine Agentendeckung zu sichern. Snapefeindlicher Unsinn!

So, und jetzt mal Vernunft, Abwägung und Augenmaß beiseite: Jemand, der wie Snape aus den Samtaugen Alan Rickmans guckt, kann kein wirklich böser Mensch sein...




Wickedgirl:

Wickedgirl:

Snapes Rolle scheint in HP 6 eine besondere zu sein aber darauf das am Ende von Band 6 irgendwas mit ihm passieren wird war mir schon irgendwie klar. Erstmal hat Harry zu Ron und Hermine gesagt das es kein Verteidigung gegen die dunklen Künste Lehrer länger als ein Jahr schafft, dieses Fach zu unterrichten und er hatte recht... leider. Ich will nicht gemein wirken aber seit Band 5 beginne ich Harry immer mehr zu hassen da er immer mehr wie sein Vater wird: arrogant und auf seine Ziele konzentriert und deshalb beginne ich Snapes Hass auf Harry immer mehr zu verstehen denn er schien schon von anfang an zu wissen, dass Harry nur eines von seiner Mutter geerbt hat und das sind seine grünen Augen.

Ich glaube fest daran, dass Snape Lily geliebt hat und sie ihn auch. Immerhin heisst es ja das sie und James erst im siebten Schuljahr zusammengekommen sind, was also wenn Snape vorher ihr Freund war und sie ihn verlassen hat weil er ein Todesser geworden ist? Oder ist er vielleicht ein Todesser geworden weil sie ihn verlassen hat? Ich weiss es nicht aber ich hoffe das diese Frage im siebten Band beantwortet wird.

Zu Snapes Rolle im sechsten Band kann ich nur sagen, dass sie immer mehr fragen aufwirft. Ich persönlich glaube nicht dass Snape durch und durch böse ist, denn dazu ist er zu vielschichtig. Dumbledore muss von seinem Tod gewusst haben... irgendwie. Er scheint sich innerlich total darauf vorbereitet zu haben denn er hätte Snape auch ohne Zauberstab kontern können und dass beide Legilimentik benutzt haben glaube ich auch denn sie haben sich sehr lange angeschaut. Aber was hat er Snape gesagt und umgekehrt? Die Worte "Severus... please" sagen bestimmt nicht "Severus bitte tu es nicht lass mich leben" nein sie sagen etwas ganz anderes nur was weiss bis jetzt nur JKR. Aber wenn ich mir die Kampfszene zwischen Snape und Harry ansehe dann frage ich mich wirklich wenn Harry schon gegen Snape kaum eine Chance hat wie soll er denn bitte dann Lord Voldemort gegenübertreten? Der stirbt doch nur beim Versuch ! ! Obwohl ich langsam glaube, dass Snape duelliertechnisch gesehen viel mehr auf dem Kasten hat als Voldemort. Und ich glaube nicht das Harry auch nur im entferntesten versucht, Snapes Andeutung,  seine Gedanken zu verschließen und zu lernen ohne seine Stimme zu zaubern wahrnimmt. Dazu ist er nämlich erstens zu doof, zweitens zu eitel und drittens zu stolz! Er wird nie herausfinden, was Snape ihm damit sagen wollte.

Am meisten hat bei Band sechs aber das Ende genervt. Was soll denn bitte dieser Psychosch... von wegen "ich kann nicht mit Ginny zusammen sein weil es zu gefärhlich ist" oder "ich kann nicht nach Hogwarts zurück weil ich eine Mission habe"? Er wird sowieso nach Hogwarts zurückkommen weil er das nicht selber entscheiden kann selbst wenn er in den Sommerferien 17 wird hat er doch wohl noch seine Schulpflicht! Aber na ja er ist ja nun mal der große Held der auf seinem weißem Ross gen Sonnenuntergang reitet und das wird er leider auch immer bleiben denn sonst würden die Bücher ja nicht " Harry Potter und... " heißen. Aber wenn wir Snape-Fans ehrlich sind, eigentlich hätten wir es doch total gerne wenn die Bücher "Severus Snape und ..." heißen würden oder ?

 

Julia St.:

Ich habe alle Harry Potter Bücher regelrecht verschlungen. Snape war immer mein Lieblingscharakter, weil er einer der wenigen interessanten Personen war in diesem Buch. Er war so ziemlich der einzige Mensch im Buch, der Charakter hatte.

Naja, dass hat sich meiner Meinung im sechsten Band geändert. Ich weiß nicht, ob ich den siebten Band noch lesen kann. Ich war beim Lesen so zornig darüber, was Rowling aus ihren Charakteren macht?

Ab nun steht es entgültig fest, dass Snape immer böse war, böse ist, und immer böse sein wird. Das heißt, er hat alles was er bisher getan hat, mit "bösen" Hintergedanken getan, vor allem im Bezug auf Harry.

Harry, ein sechzehnjährig, unreifer Junge, hatte in Bezug auf Snape also immer recht? Was soll das? Warum nicht Dumbledore, der ja immerhin Menschenkenntnis besitzt und alt und weise ist?

Rowling hat das Buch anscheinend mit dem Gedanken"einmal böse immer böse" geschrieben.

Ich war vom sechsten Band sehr enttäuscht, vor allem weil es mir meinen Lieblingscharakter genommen hat.

-carpe diem noctemque-