Drei Gedichte von Nachtlicht
Schwarzer Kessel
Lebenslang mein einzger Freund
Ein treuer Gefährte, der mich nie verrät
Hilft, wenn ich Hilfe brauche
Tröstet, wenn ich Trost brauche
Spricht mit leisem Brödeln
Streichelt mit sanften Dämpfen
Wer zeigte mir, wo ich hingehöre?
Wer zeigte mir, wozu ich fähig bin?
Ein gewöhnlicher schwarzer Kessel
Mein größter Schatz
In mir doch
In mir lebte etwas
Doch ihr saht nur die Oberfläche
Wolltet auch nicht mehr sehen
Ihr glaubtet nur die Hülle zu verletzen
Doch die Wunden waren tiefer
Eingeschlossen in mir
In mir tobte ein Sturm
Doch war er eingeschlossen
Niemand bemerkte ihn
Ihr wollt in mich sehen?
Doch gibt es nichts mehr das lebt
Alles tot durch meinen Sturm
Mein Kerker
Dunkelheit die mich umgibt
Eiserne Ketten die mich erdrücken
Nichts wofür es sich zu leben lohnt
Nichts wofür es sich zu sterben lohnt
Nur die bloße Existenz
Ohne Sinn und ohne Hoffnung
Ich warte auf ein Schicksal
Ich warte auf das Leben