Hexentreffen
04... oder nächstes Mal apparier ich!!
von
Hekate

Endlich
stand es fest. Nach München findet das nächste Hexentreffen in Berlin statt!
Kaum gelesen, haben ich, Hekate, und mein Mann, Christian, uns angemeldet.
Die Freude alle wieder zu sehen war groß. So schnell wie möglich, also bereits
drei Monate vorher, haben wir unsere Zugtickets reserviert. Wien-Berlin-Wien
mit der ÖBB, pro Person und Strecke € 29,-, Fensterplatz im Sitzabteil für
sechs Personen. So weit, so gut.
Die nächste Schwierigkeit bestand darin, einen Transport von unserem
Wohnnest (Hitzendorf bei Graz) nach Wien zu organisieren. Nach kurzem
Herumfragen erklärte sich ein Freund bereit: „Kein Problem! Ich bring euch nach
Wien." Auch ca. 3 Wochen vor Abfahrt die gleich Antwort. Anzumerken ist, dass
unser guter Freund leicht vergesslich ist. Dann, drei Tage vor der Abfahrt, der
Schock. „Was ich soll euch am Donnerstag nach Wien bringen?!?!? Des passt mir
eigentlich net so." Nach langem Hin und Her, sowie sanfter Gewaltandrohung
meinerseits („I hau di, wenn'st uns net raus bringst!!") hat es schließlich
doch noch geklappt.
Somit
fuhren wir am Donnertag abend, nach fieberhafter Sehnsucht - endlich Kurzurlaub
- Richtung Berlin. Wir waren mit Proviant für eine ganze Kompanie versorgt (das
letzte Sandwich wurde auf der Rückfahrt verdrückt), hatten genug Lesestoff mit;
das Einzige, das wir auf der Fahrt kaum getan haben, war schlafen. Zu fünft in
einem Sechs-Mann-Abteil ist es halt doch zu eng.
Als wir am Freitag um 8:00 Uhr total geschlaucht in Berlin waren, sind wir
als erstes mal zu unserer Unterkunft, der Jugendherberge Berlin Mitte,
aufgebrochen. Dort angekommen gab's den nächsten Dämpfer. Man hat uns erklärt,
dass wir nicht unser reserviertes Doppelzimmer bekommen würden, sondern
„bestenfalls" ein Vierbettzimmer mit einem anderen Pärchen zusammen. Na ja,
immer noch besser als ganz getrennt zu schlafen. Das hab ich mir zumindest
gesagt, Christian war ziemlich sauer und gar nicht scharf drauf, das Zimmer mit
fremden Personen zu teilen. Wie auch immer, wir konnten das Zimmer eh erst um
13:00 Uhr beziehen. Also gingen wir zum ersten Mal Berlin entdecken.
Mit unseren frisch gestempelten Tageskarten sind wir los und haben uns,
nach einem ausgiebigen Parkspatziergang, als erstes die „Goldelse" - heißt das
Ding wirklich so? - angesehen.

Danach ging es mit dem Bus weiter zum Reichstag, wo wir überlegt haben, ob
wir uns die Kuppel anschauen sollen. Angesichts der vielen Leute haben wir es
aber nicht getan. Vom Reichstag haben wir dann per pedes die unglaubliche, ca.
10. minütige, Strecke zum Brandenburger Tor zurückgelegt.

Christian
gab dann endlich einer leicht quengelnden Hekate nach und wir fuhren zurück zur
Herberge. Es war ja schließlich schon nach eins!! Dort angekommen, die große
Überraschung. Der Chef der Herberge hatte uns doch unser Doppelzimmer
reserviert. (Der Rezeptions-Mensch hat es nur nicht gefunden.) Wir haben ganz
selig sofort unser Zimmer und unsere Betten bezogen. Zum Glück war Christian
beim Bundesheer, weil ich ohne Spannleintuch keine Matratze überziehen kann.
Glaub ich halt.
Nach zwei Stunden erholsamem Schlaf - inklusive ausstrecken ohne einen
Fremden zu treten - machten wir uns erneut auf den Weg. Diesmal war das SeaLife
Center mit dem AquaDom an der Reihe. Ist total empfehlenswert, nur kann man
kaum Fotos machen (zu dunkel und fotografieren nur ohne Blitz erlaubt). Dann
sind wir weiter zum KaDeWe. Es ist ja nicht wirklich so, dass ich in einem
Kuhdorf aufgewachsen bin (Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs), aber in der
Lebensmittelabteilung bin ich auch nicht aus dem Schauen herausgekommen.


Viel Spaß hatten wir auch mit den Haltestellentafeln. Dazu sollte man
erklärend sagen, dass Christian bei den GVB (grazer Öffis) Busfahrer ist.
Irgendwann war es dann soweit und wir haben uns in die S7 nach Ahrensfelde
geworfen, um uns bei PM zu treffen. Nach kurzer Absprache - „Bleibt bei der
Bushaltestelle! Wir kommen euch holen." (Ortsunkundigkeit hat seine Vorteile
;-)) - sind wir bei fast versammelter Mannschaft gelandet.
Es herrschte schon beste Stimmung und es dauerte auch nicht lange, bis
Fussel und Christian in ihr altes Film- und Fotoduell verfielen. Das haben sie
ja in München auch schon geübt.

Insgesamt
waren alle in bester Schnatterlaune und so verging die Zeit wie im Flug. PM und
ihre Familie haben uns vorzüglich bewirtet und Fussels Film von der HP
3-Premiere in London hat uns Tränen lachen lassen (besonders der Kameramann
*nasekräuselt*). Hier noch ein paar Beteiligte.





Nach
einer langen Rückreise zur Herberge (zwei Stunden) hauten wir uns müde aufs
Ohr. Am Samstag galt es ja - zumindest für mich - gut ausgeruht für HP 3 zu
sein.
Den Samstag Vormittag vertrieben wir uns dann am Checkpoint Charlie und im
Berliner Gruselkabinett. Den Dämonenteil im ersten Stock hab ich ausgelassen.
Nicht so sehr weil ich schreckhaft oder ängstlich wäre, aber kaum Licht und
Trockeneisnebel sind nix für mich.

Im Sony Center war dann ab 13:15 der Treffpunkt. Eine geniale Kulisse, wenn
so viele schwarzgewandete Leute an einem Platz sind. Ich bin sicher, man könnte
uns auch als Komparsen für den nächsten HP anheuern. (Volle Deckung, Mr.
Rickman!!) Leider hat mein Mann davon keine Fotos gemacht
*immernochbösguck*, aber vielleicht kann ja wer damit aushelfen??? Die
schüchtern-skeptischen Blicke der Passanten waren auch nicht von schlechten
Eltern. Ein paar Mutige haben sich lauthals („Entschuldigung. ENTSCHULDIGUNG!
Darf ich mal durch?!?!") durch unser Gewusel gequetscht. Und da wir ja
nette Hexen sind, haben wir ihnen nicht mal Wegzoll abgeknöpft.
Nach dem Kino ging's schön gemütlich zum Mexikaner. In der S-Bahn haben
dann ein Paar von uns noch als Foto-Attraktion für Touristen hergehalten....
ja, ja, wir sind halt schon seeeeehr gutmütig. ;-)) Vor „Le Prom" noch schnell
ein paar Kinder verschreckt - Ein bisserl was müss ma doch für unseren Ruf tun!
- und dann haben wir als erstes den Mexikaner auf den Kopf gestellt, um dann
begessen und betrunken zu werden.












Den Sonntag haben dann viele von uns mit der Heimreise verbracht. Da es bei
uns erst am Abend soweit war, haben wir uns die Zeit mit einer Bootsfahrt
vertrieben. Wegen der stattfindenden Sternfahrt konnten wir aber mit dem Bus
nirgends hin und sind alles noch mal gelaufen... (da können ein paar andere
auch noch Geschichten davon erzählen, wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß)
Ich hab mich an Bord so richtig schön relaxt - inklusive Sonnenbrand - und hab
auch noch eine Eule entdeckt, die mich verdammt an Hogwarts erinnert hat. Hängt
dort nicht auch wo so ein Teil rum???? Tja, Raubkopien gibt es eben überall.

Zugegeben,
ich bin ein bisserl schräg, aber wer von uns ist das nicht? ;-)) Ich hab mich
auch ehrlich bemüht, auf dem Stadtplan was zu finden, hab's dann
aber aufgegeben, weil ma sonst noch immer in Berlin wären.

Nach
der allerletzten Wartezeit sind wir mit dem Zug wieder nach Hause geschaukelt.
Diesmal war's wesentlich angenehmer, weil wir nur mehr zu dritt im Abteil
waren. Christian und ich haben gleich vier Sitze beschlagnahmt und uns daraus
eine Liegewiese gemacht. (Nein, wirklich keine Spielwiese!!)

Abschießend
können wir beide nur mehr so viel sagen, dass es trotz der Anstrengungen schön
war euch alle (wieder) zu sehen und wir beim nächsten Mal sicher wieder eine
ganze Stadt verunsichern werden (oder wen?!?!).
Bis zum nächsten HT, lasst alle von euch hören
und
Berlin sieht uns wieder!!
Hekate & Christian
