Bericht und Fotos von Chalebh



„Something wicked this way comes" oder „Nomal ist eine Frage der Perspektive"

„Something wicked this way comes" oder „Normal ist eine Frage der Perspektive"

Gedanken zum Hexentreffen am 5. Juni 2004

 

Something wicked...

 

Irgendwann am Anfang des Jahres las ich die Ankündigung auf ARO zum 3. Hexentreffen, diesmal in Berlin- Ahrensfelde. Der Anlass sollte der Start des Kinofilms „Harry Potter und der Gefangene von Askaban" sein. Ich glaube, die Zimmervermieter in Ahrensfelde dürften sich gewundert haben, warum die Betten an diesem Wochenende so gefragt waren. Zum Anmeldeschluss für das Treffen waren es dann rund 70 Hexen, die zusammen ins Kino gehen wollten.

 

Normal ist...

 

Und bei mir kamen leichte Zweifel auf, ob meine Entscheidung, mich mit mir völlig unbekannten Leuten zu treffen, sinnvoll war. Ob die Gemeinsamkeit „Severus Snape" bzw. „Alan Rickman" ausreichen würde? Doch ein Vortreffen in Mainz zerstreuten diese Zweifel schnell. Endlich bekamen die Namen, die sich hinter den Autoren der Fanfictions verbargen oder von denen ich Reaktionen auf meine eigenen Geschichten erhielt, ein Gesicht.

 

Something wicked...

 

In der Zwischenzeit hatten sich auch eine Mitfahrerin und -schläferin (Cicatrice) und eine weitere Mitschläferin (Malina) für Ahrensfelde gefunden. Beide ebenfalls Snapefans (was auch sonst), aber mir als Personen unbekannt. Ein mehr oder weniger reger E-Mail-Verkehr entstand.

In den beiden Wochen vor dem Hexentreffen begannen hektische Planungen. Was könnte man am Freitagabend tun? Zur Auswahl standen Grillen in PMs Garten oder Karaoke in einer Berliner Bar. Aber seit dem ich mal einen besoffenen Japaner dabei erlebt habe... damit stand für mich fest: Grillen.

 

Normal ist...

 

Mein Auto glich dem biblischen Auszug aus Ägypten, denn die Unterkunft schloss keine Mahlzeiten ein. Selbstversorgung war angesagt. Aber Cicatrice, die ich auf dem Weg nach Berlin abholte, hatte nicht weniger Gepäck und andere Utensilien dabei (und das alles musste auch noch ins Auto...). Hier eine kleine Auswahl: Getränke, Kuchen, Salat, belegte Brötchen, Negerküsse, Sekt, Gummibärchen - wären wir auf der sechsstündigen Autofahrt in einen Stau geraten, verhungert wären wir garantiert nicht. Aber da es keinen Stau gab, überlebte alles bis zum Grillabend (außer den belegten Brötchen und den Gummibärchen).

 

Something wicked...

 

Doch Petrus schien etwas gegen den Grillabend zu haben. Der Sonnenschein, den wir auf der gesamten Fahrt von Frankfurt bis zum Berliner Ring hatten, verließ uns auf den letzen Kilometern: ein heftiger Regenschauer. Und die Regenwolken wollten sich an diesem Tag nicht mehr verziehen.

Kurz vor Ahrensfelde erfolgte dann die telefonische Kontaktaufnahme mit PM, der Name bekam eine Stimme. Zehn Minuten später hatte die Stimme auch ein Gesicht.

 

Normal ist...

 

Während für Cicatrice und mich der erste Stress vorbei war, begann er für PM erst. Doch sind fand oder nahm sich die Zeit mit uns Tee zu trinken und nun musste auch Cicatrices Rotweinkuchen dran glauben. Doch da ging wieder das Handy und es hieß für PM, jemanden vom Bahnhof abzuholen.

 

Something wicked...

 

In der Zwischenzeit bezogen Cicatrice und ich unser Quartier in Ahrensfelde. Das Zimmer war in einem umgebauten Geräteschuppen im Garten des Hauses untergebracht, drei Betten, Tisch und Stühle, Pantryküche und Dusch-WC (und Swimmingpool vor dem Eingang): Richtig schnuckelig! Wir beschlossen sofort, dass wir draußen Frühstücken würden (falls das Wetter mitspielen sollte, was es dann auch tat).

Nun traf auch Malina ein. Wir hatten noch etwas Zeit uns zu unterhalten und kennen zu lernen, dann mussten wir auch schon wieder los. Gemeinsam ging's zurück zu PM. Malina und einige andere verabschiedeten sich bald, um zum Karaoke zu fahren.

 

Normal ist...

 

Nun meldete sich auch Petrus wieder (das war der mit dem Regenschauer). Dass das Grillen nicht vollends ins Wasser fiel, war PMs Mann, Helmut, zu verdanken. Er trotzte dem Wasser von oben mit einem Sonnenschirm und einer großen Menge Rotwein. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass wir anwesenden Hexen mit gegrillten Würstchen und Hühnerschenkel versorgt wurden. Aber auch sonst war für alles gesorgt: Reissalat (den hatte Cicatrice mitgebracht), Knoblauchbutter, Tsatsiki, Tomaten mit Mozzarella, Grillsaucen, Tortillachips, und, und, und... (hier kamen übrigens die Negerküsse zum Einsatz)

Ein weiteres weibliches Wesen sollte hier auch noch Erwähnung finden: PMs Airdale Terrier Becky. In den drei Tagen wurde sie nach Strich und Faden mit Streicheleinheiten und Knochenresten verwöhnt.

 

Something wicked...

 

Doch der Höhepunkt des Grillabends sollte noch kommen: Fussels Video von der HP-Premiere in London (Einige Unentwegte waren dort hingereist.). Da trat selbst der Berliner Regen in den Hintergrund.

Müde, satt und leicht angeheitert gingen Cicatrice und ich um einiges nach Mitternacht zurück in unser „schnuckeliges" Zimmer. Einige Stunden später kam auch Malina vom Karaoke zurück.

Der Samstagmorgen begann wie der Abend geendet hatte, mit Essen. Cicatrice hatte frische Brötchen vom Bäcker geholt. Der kleine Tisch im Garten war bald voll gestellt mit Rosen-Himbeer-Gelee, Nutella, Kaffee, Tee, Orangensaft, Butter und Schinken.

 

Normal ist...

 

Kurz vor halb elf hieß es für die Ahrensfelde-Schläfer: sammeln vor PMs Haus. Wenn ihre Nachbarn sie bisher noch nicht kannten, jetzt kennen sie sie. ;-)

Dann zogen wir zur S-Bahn-Station (anders lässt sich das nicht beschreiben). Die meisten trugen bereits schwarze Umhänge oder waren sonst wie ausstaffiert. Unterweg stand eine Plakatwand, deren Slogan das Wochenende äußerst passend charakterisiert: „Normal ist eine Frage der Perspektive".

Die Berliner, die übers Wochenende zu ihren Datschen fuhren, haben sich sicherlich über uns gewundert. Und der ein oder andere hat vielleicht auch unseren Geisteszustand in Frage gestellt.

 

Something wicked...

 

Nach einem stärkenden Mittagessen beim Mexikaner (da müssen die Hexen wohl ein Faible für haben, in Mainz waren wir auch schon bei einem), hieß es auch schon Sammeln vor dem Kino im Sony-Center. Siebzig meist schwarz gekleidete Hexen (einige Hexer hatten sich auch darunter verirrt) fielen natürlich auf. Noch war alles ganz harmlos. Noch...

Spätestens als wir uns in die Sitzpolster niedergelassen hatten, jeder sich mit Chips, Eis oder sonstigen Naschereien versorgt hatte, konnte es losgehen. Ich gehörte zu den wenigen, die sich den dritten Teil bisher noch nicht angeschaut hatten. Beifall ertönte als die ersten Takte der Filmmusik ertönten und die ersten Bilder über die riesige Leinwand des Kinos flimmerten.

Eine Filmkritik werde ich hier nicht einfügen (die haben andere schon für PMs Seite geschrieben), aber eine Bemerkung zum Kinobesuch möchte ich doch loswerden: „Mir taten die anderen Besucher des Films Leid".

Zum Quatschen und zum Abendessen ging's zum… Na, wohin wohl? (übersetzt lautet der Name übrigens: die Kakerlake). Dummerweise zeigte sich die Bedienung mit 70 Hexen ziemlich überfordert. Deshalb und auch weil einige vergaßen, Bestellungen zu bezahlen (hoffentlich erinnern diejenigen sich) mischt sich in die Erinnerung an dieses schöne Wochenende ein Wermutstropfen.

 

Normal ist...

 

Für Cicatrice und mich ging es am Sonntag wieder zurück nach Hessen (mit einem Auto, das erheblich leerer war...)

Liebe PM, ich möchte mich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Mühe mit der Organisation gemacht hast. Es war ein schönes Wochenende. Und zumindest für mich kann ich sagen: Nächstes Jahr wieder, egal wo es stattfindet.

 

Chalebh

 



Grillparty im Regen bei PM





Eleny, Stella, Chrissss






Eleny, Fussel, Shoshana


Fussel, Christian, Hekate, Cicatrice, Pat


Kinobesuch



Abmarsch...






Josephine und Mama