Harry Potter and the Goblet of Fire

Filmkritiken II


Eva:

Eva:

 

Ich habe mir die anderen Kritiken alle mal durchgelesen und glaube langsam, dass ich die Einzige bin, die diesen Film nicht wirklich gut fand... *ohje...*

Die Leistungen der Schauspieler sind natürlich super, allen voran Alan Rickman *schmacht* und Ralph Finnes, klar...

Aber ich fand diesen Film im allgemein herzloser, als die anderen. Gut, es gab mehr action und wirklich spannende Szenen, trotzdem...

Die völlig unnötige VErfolgungsszene durch den Drachen zum BEispiel, dafür hätte man am Anfang wunderbar das TRimagische Turnier länger gestalten können.

Grade am ANfang fand ich die Schnitte zu schnell.

 

Anfang des Trimagisches Turnier/CUT/Zelt/CUT/Todesser...

 

Ich saß im Kinosessel un dachte *häh? Was geht denn hier ab?* Das ging mir persönlich zu schnell.

Auch das Ende hat mich gestört.

Voldemort ist wieder da... Mhm...toll... Gelaber um Harry, aber wird was unternommen? Nö... Ist ja nur Voldi, aber sonst...

Ich habe mich vor allem auf die Szene mit Sirius und Snape gefreut (auch auf die, wo er sein Mal entblöst) ABER was ist los? Komplett weg!!!

Ich habe mich vielleicht geärgert.

Acuh das Sirius (phantastisch: Gary Oldmann) nur einmal kurz im Feuer auftauchte...

*grrr*

Und das die Kimmkorn plötzlich einfach weg ist... Da gabs nix mit Erklärungen, oder Hermine, die sie verzaubert...

 

Ok, das wars... Hoffe ich habe jetztniemandem auf die Füße getreten, aber das musste mal raus, sonst wäre ich geplatzt *gg*

Gibt es jemanden, der auch so denkt??? *hoff*




Skool:

Skool:

 

Zunächst einmal kann behaupte ich, dass das der bislang beste Potter war, der die hohen Erwartungen voll erfüllt hat. Es versteht sich von selbst, dass die Kinoversion nicht alles beinhalten kann, dass ein mehrere hundert Seiten starker Roman vorgibt. Trotzdem haben Regisseur und Drehbuchautor einen guten Kompromiss geschaffen. Jeder, der den Roman gelesen hat, vermisste bestimmt einige Dinge, die ihm wichtig gewesen sind. Eine zusätzliche halbe Stunde hätte dem Film sicherlich nicht geschadet. Vom relativitätstheoretischen Blickwinkel aus betrachtet hat sich eine durchschnittliche 45 minütige Mathestunde in meiner Schulzeit länger angefühlt als diese 150 Minuten.

Allerdings gab es auch Dinge, die mir nicht so gefielen oder mich stutzig gemacht haben.

Warum trägt Draco Malfoy, ein Schlammbluthasser, bei den öffentlichen Veranstaltungen etwas, dass verdächtig nach einem Armani Anzug aussieht?

Warum benimmt sich Albus so, als hätte er „Uppers" eingeworfen? Versorgt ihn Snape auch regelmäßig mit „Downern"?

Warum trägt MadEyeMoody ein Auge, das aussieht als käme es aus einem YPS Heft während sein künstliches Bein aussieht als hätte er es dem Terminator höchstpersönlich geklaut?

Warum hat das Gesicht von Sirius im Kamin eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Turiner Leinentuch?

Müssen minderjährige Geister, die scharf auf minderjährige Schüler sind straf- oder zivilrechtliche Verfolgung fürchten?

Liegt Barty Crouch immer noch tot im Wald, weil Harry es für nötig befunden hat sich nach der zweiten Aufgabe erst einmal in Ruhe umzuziehen bevor er in Dumbledores Büro geht?

Fragen über Fragen und keine Kristallkugel da, die sie beantworten könnte.

Zurück zu den angenehmeren Aspekten. Der Humor war wirklich eine angenehme Abwechslung und hat dieser Verfilmung wirklich sehr gut getan. Steven Kloves und Mike Newell haben hier bewiesen, dass sorgfältig platzierter Humor für eine düstere Geschichte durchaus zuträglich sein kann. Sicherlich haben die lustigen Szenen auch geholfen die fehlenden Handlungsstränge nicht allzu offensichtlich zu machen und den Zuschauer so mit der Filmadaption zu versöhnen.

Für echte Fans der Serie ist es sehr interessant sich die Parallelität zwischen dem vierten Film und dem sechsten Buch vor Augen zu führen, weil beide in etwa gleichzeitig geschrieben worden sind. Wie aus Interviews bekannt ist, hält Stephen Kloves immer direkten Kontakt zu JK Rowling, so dass bewusst oder unbewusst, sowohl Buch sechs und Film vier sich intensiv mit dem Thema Liebe/Dating beschäftigen.

Viel interessanter und umso subtiler verhält es sich mit der Konstellation Dumbledore und Snape. Ein Beispiel ist die Szene in der sich Dumbledore neben Cedric Diggorys toten Körper kniet. Snape berührt Dumbledore kurz am Rücken, so als wolle er ihm Beistand leisten, zieht sich dann aber sehr schnell wieder zurück. Während des Films ist auch immer wieder zu sehen wie sehr Dumbledore sich von Snape leiten lässt. Snape entdeckt als erster, dass der Feuerkelch noch aktiv ist. Snape befürwortet dass Harry weiter am Trimagischen Turnier teilnehmen soll.

Eine weitere Szene über der ein riesiges Fragezeichen schwebt: Was macht Snape als er allein mit dem enttarnten Barty Crouch jr ist? Vergleichen sie ihre Todessertattoos? Spielen sie Wahrheit oder Pflicht? Reden sie über Todesser Outsourcing?   

Dass es Parallelen zwischen Buch sechs und Film vier gibt, wird auch noch einmal sehr deutlich am Ende des Films demonstriert. Dumbledore sagt Harry sehr eindringlich, dass er niemals vergessen solle, dass er Freunde in Hogwarts hat. Er redet so, als hätte Harry bereits den Entschluss gefasst nicht mehr zu seinem fünften Schuljahr zurückzukehren. Hier wird den Ereignissen vom Halbblut Prinzen meiner Meinung nach sehr deutlich vorgegriffen.

Harry Potter und der Feuerkelch ist alles in allem also ein sehr unterhaltsamer Film, der sich, je nach Alter und Potter-Vorbildung  auf verschiedenen Ebenen interpretieren lässt.

 

 

aurora:

 

Ich dachte, ich mail einfach mal meine (nicht völlig positive) Kritik:

 

Die junden Darsteller werden von Film zu Film besser und sind im "Feuerkelch" so gut wie nie zuvor! Auch die Erwachsenen sind (wie immer) toll besetzt und Ralph Fiennes überzeugt als gruselig-charismatischer Wiederauferstandener.

Allerdings ist die erste Aufgabe des Trimagischen Tuniers meiner Ansicht nach deutlich zu dick aufgetragen. Mal ehrlich: Musste der Hornschwanz denn gleich das halbe Schloß demolieren?

Das grauenvollste ist allerdings die Art und Weise wie Dumbledore in Szene gestzt wird. Als verschreckter alter Mann bleibt keine Spur mehr von der Ruhe und Karft, die er in den bisherigen Filmen und auch im vierten Band ausstrahlt.

Ein weiterer Punkt ist die Sache mit dem toten Leiter des Tuniers. Wer lässt denn bitt in seinem Film die Hauptfigur eine Leiche entdecken und erwähnt es dann NIE wieder?

Allerdings finden sich eine sehr schöne Snape-Szenen, die alles andere (beinahe) vergessen lassen. Einfach genial ist die Szene, in der Severus mit dem gerade entlarvten flaschen Moody allein gelassen wird.

Auch die ersten romantischen Neigungen von Harry und Co sind niedlich und witzig umgesetzt.

Alles in Allem (und trotz meiner Kritikpunkte) ist es wie immer ein toller Film, der einfach Spaß macht.

 

Nebenbei ist mir noch aufgefallen, dass der gesamte Film wesentlich... körperlicher als die vorhergehenden ist, es wird städig einander berührt. Unterschwellige Botschaften? Smile.

 

Meine E-Mail Addi: crazy_aurora25@yahoo.de