Die Stadt des Lichts 1
vonFeedback: Centauria
Es war kein gewöhnlicher Dienstagmorgen in Hogwarts und Severus Snape war sich dessen spätestens dann bewusst, als er Albus Dumbledore durch die große Eingangshalle auf sich zu eilen sah.
„Folgen Sie mir, Severus!", war alles, was der Schulleiter sagte, bevor er sich auf dem Absatz umdrehte und in die Richtung, aus der er gekommen war, davonlief. Snape verzog verärgert das Gesicht, rauschte aber schweigend hinter Dumbledore her. Der Direktor lief rasch durch den langen, verlassenen Flur, eine breite Treppen hinauf, durch weitere, einsame Gänge bis hin zu seinem Büro.
„Direktor?!", setzte Snape ungeduldig zu einer Frage an.
„Gleich!"
Snape gab ein genervtes Seufzen von sich, wartete aber, bis Dumbledore das Passwort gemurmelt hatte und sie auf der Treppe standen, die sich zum Direktorenbüro hoch wand.
„Dürfte ich bitte erfahren, warum Sie mich schon auf dem Weg zu meinem Frühstück abkommandieren, Direktor?", zischte Snape ungehalten.
„Er hat Harry Potter, Severus! Voldemort hat Harry in seiner Gewalt!"
„Hermine!" Harry wollte seinen Augen nicht trauen, als er seine Schulfreundin an seiner Haustür erblickte. „Was tust Du denn hier?"
„Wonach sieht´s denn aus, Harry? Dich besuchen natürlich!", lachte Hermine, „Ich dachte, noch solche Sommerferien bei Deinen Verwandten hältst Du ohne Beistand nicht aus."
Harry strahlte und umarmte Hermine herzlich. Er sog den Geruch ihrer langen, welligen, braunen Haare ein und drückte sie an sich.
„Harry! Du erdrückst mich!", ächzte sie und befreite sich lächelnd aus seinen Armen.
„Oh!", murmelte Harry und errötete leicht.
„Harry Potter! Was geht hier vor?", kam eine dröhnende Stimme aus dem Wohnzimmer, das vom Flur abging, und schon tauchte Harrys Onkel Vernon Dursley hinter ihm auf und musterte missbilligend die Besucherin.
„Wer ist das? Auch eine von Deinen abnormen Freunden?" Mr. Dursley sah Hermine abschätzend an.
„Das ist Hermine Granger, Onkel. Sie geht in meine Klasse. Und wage es nicht, sie zu beleidigen!", stieß Harry wütend hervor.
„Du kannst gleich wieder verschwinden!", bellte Mr. Dursley Hermine an, „Noch so eine...Gestalt brauchen wir hier nicht!", bei den letzten Worten hörte er sich an, als würde ihm gleich übel werden. Hermine starrte Mr. Dursley mit einer Mischung aus Schrecken und aufkeimender Wut an.
„Harry, wie hältst Du das bloß aus?", fragte sie dann und musterte dabei mit verärgerter Miene Mr. Dursley. Harry rollte mit den Augen, beschloss aber, seinen Onkel einfach zu ignorieren.
„Komm rein, Hermine! Wir gehen in mein Zimmer", er trat einen Schritt zur Seite und bedeutete ihr mit einem Armwink, die Treppe empor zu steigen.
„Ihr geht nirgendwo hin!", donnerte Mr. Dursley, „Ich dulde es nicht, dass lauter Verrückte in meinem Heim hausen!"
„Dann zieh doch aus, Onkel!", schlug Harry kalt vor, „Dann wäre es schon ein Verrückter weniger!"
Mr. Dursley schnappte empört nach Luft und einen Moment glaubte Harry, sein Onkel würde auf ihn losgehen. Mit hochrotem Gesicht stand der massige Mann vor ihm und japste schließlich: „Mach, dass Du raus kommst, Du Missgeburt!"
„Bestens!", kam die wutentbrannte Antwort Harrys und er zog Hermine mit sich die Treppen hoch, knallte seine Tür hinter sich zu und begann, seinen Koffer zu packen.
„Harry, was...?", begann Hermine.
„Ich hau ab!"
„Aber Harry, wo willst Du denn hin?"
„Keine Ahnung, hier bleib ich jedenfalls nicht!" Harry klang entschlossen. Hermine seufzte, stand dann jedoch auf und half Harry, seine Sachen in den Koffer zu stapeln. Hedwig flatterte aufgeregt mit den Flügeln, als sie durch den Tumult aus dem Tiefschlag gerissen wurde und erkannte, dass anscheinend ein Ortswechsel anstand.
Ächzend setzte sich Harry auf den Deckel seines Koffers und hüpfte etwas auf und ab, um ihn schließen zu können. Hermine hatte inzwischen Hedwigs Käfig ergriffen und wartete an der Tür. Ihr war etwas unbehaglich zumute; hatte sie doch ihrem Schulfreund eigentlich nur einen harmlosen Besuch abstatten wollen, stattdessen war sie nun scheinbar Auslöser für die Eskalation in Harrys Heim geworden...
„Wo willst Du hin?", keifte Mr. Dursley, als er Harry und Hermine schließlich bepackt die Treppe hinunter kommen sah.
„Du hast doch gesagt, ich soll verschwinden!", brüllte Harry zurück, riss die Tür auf und stapfte, Hermine auf den Fersen, den Weg zum Gartentor entlang. Mr. Dursley, der peinlichst darauf achtete, kein Aufsehen in seiner Nachbarschaft zu verursachen, vermied es, Harry nachzurufen, oder ihm gar zu folgen.
Es war brütend heiß und die Straßen waren wie leer gefegt. Einige Nachbarn schauten träge aus dem Fenster und musterten das merkwürdig ausgestattete Paar, das im Schweiße seines Angesichts den Eulenkäfig und den Koffer die Straße entlang schleppte.
„Und nun?", fragte Hermine, nachdem Harry sie in einen abgelegenen Park in der Nähe des Ligusterwegs geführt hatte. Sorgfältig gestutzte Büsche und Bäume rahmten den schmalen Weg ein. „Hunde verboten!" ordnete ein Schild auf der kleinen Rasenfläche vor ihnen an. Doch so ordentlich und steril, wie dieses kleine Stück Natur aussah, hätte sich ohnehin niemand getraut, die Grasfläche zu betreten.
„Wir disapparieren!", erklärte ihr Harry.
„Wohin?", Hermine sah ihn verwirrt an.
„Nach „Purple Oaks"!", gab Harry entschlossen zur Antwort.
„Wohin???", fragte Hermine diesmal völlig verständnislos.
„Purple Oaks!", erwiderte Harry, als sei es der geläufigste Ort der Welt.
„Harry, ich bin nicht schwerhörig! Was ist „Purple Oaks?" Hermines Stimme klang jetzt genervt.
„Du wirst sehen! Nimm meine Hand!" Harry bot Hermine seine Hand, hielt mit der anderen seinen Koffer, während Hermines zweite Hand Hedwigs Käfig trug. Beide schlossen die Augen und Harry konzentrierte sich fest auf das Ziel seiner Wahl.
Er genoss das merkwürdige Gefühl, dass er beim Apparieren jedes Mal in der Bauchgegend verspürte. Es vermittelte ihm eine Art der Freiheit. Zwar nicht so gut, wie beim Fliegen, aber immerhin...außerdem hatte Apparieren den Vorteil, einen wesentlich schneller an den gewünschten Ort zu bringen, als ein Besen das vermochte.
Hermine gab ein Keuchen von sich, als sie die Augen wieder öffnete.
„Der Ort macht seinem Namen alle Ehre, oder?", fragte Harry und lächelte Hermine an. Sie sahen sich umgeben von Eichen, deren Kronen purpurfarben glänzten. Die Blätter raschelten sanft im lauen Sommerwind. Etwa hundert Meter vor ihnen lag ein Dorf, das, so erkannte Hermine sofort, ein Zaubererdorf sein musste: Die Häuser sahen zu eigenartig aus, um Muggeln zu gehören. Eines schwebte sogar in der Luft. Die Vorgärten waren zum Teil von Gartenzwergen bewohnt, die ganz offensichtlich Gartenarbeit verrichteten, wie Hermine mit zusammengekniffenen Augen gerade noch erkennen konnte.
Sie gluckste begeistert.
„So was bräuchte meine Mutter auch!", meinte sie und zeigte auf die fleißigen Zwerge, dann sog sie die Luft tief.
„Wir sind in Meeresnähe, oder?" fragte sie und Harry griff wortlos nach Hermines Schultern, um sie um 180° herum zu drehen.
„Wow!", entfuhr es ihr.
Gleich im Anschluss an den kleinen purpurnen Wald aus Eichen, der einen angenehmen Schatten in der Hitze spendete, erhoben sich sanfte Dünen. Dahinter erstreckte sich ein einsamer Strand mit feinem, hellem Sand. Wellen rollten in ihrem ureigenen Rhythmus ins Land ein, um sich dann wieder ins Meer zurückzuziehen.
„Harry, was ist das für ein Ort hier? Ich habe nie darüber gelesen!", erkundigte sich Hermine neugierig. Harry lachte.
„Und das soll schon etwas heißen, wie?", er grinste sie an und zwinkerte. Hermine errötete unter seinem Blick, räusperte sich und sah weg.
„Ja, allerdings! Also, wo sind wir hier?", fragte sie eine Spur zu barsch.
„An der Westküste Englands, genauer; in Cornwall. Allerdings wirst Du diesen Ort auf Landkarten vergeblich suchen. Zumindest auf Muggelkarten! Du kennst Dich doch so gut aus mit versteckten Zauberersiedlungen. Diese hier ist am Eingang als Touristenattraktion ausgeschildert."
Hermine sah ihn irritiert an.
„Allerdings", fuhr Harry fort, „kam hier noch nie einer rein. Die Preise sind wohl leicht überteuert. Ein Tagesaufenthalt kostet um die 5000,- Pfund. Da der Ort zusätzlich in überhaupt keiner Touristenbroschüre auftaucht, verschlägt es hier ohnehin kaum jemanden her. Und falls doch...na ja, Dir ist ja das System der Abwehrzauber bekannt; dann fällt dem Besucher eben etwas furchtbar Wichtiges ein, das er noch tun müsste."
„Aber der Strand! Die Nachbarorte müssen doch auch an den Strand münden!", entgegnete Hermine skeptisch.
„Aber erst Kilometer weiter; ich weiß es auch nicht genau, wie sie das gemeistert haben. Irgendein Raum verzerrender Zauber."
„Woher weißt Du von diesem Ort?, fragte Hermine schließlich, als ihr keine anderen Fragen mehr einfielen.
Harry wandte sich ab, richtete den Blick aufs Meer.
„Von Sirius!"
Noch immer schmerzte ihn die Erinnerung an seinen vor über einem Jahr verstorbenen Paten.
„Oh, tut mir Leid Harry, ich wusste nicht..." Hermine zupfte verlegen an einer Haarsträhne.
„Schon gut, konntest Du ja nicht wissen!" er blickte sie wieder an, „Es überrollt mich nur manchmal noch dieses Gefühl, wenn ich an ihn denke..."
Hermine nickte etwas hilflos.
„Wollen wir los?", Harrys Stimme klang wieder entspannter.
„Wohin?"
„Na, zum Strand!", lachte Harry, schnappte sich seinen Koffer und zog Hermine an der Hand mit sich durch die Bäume.
„Harry, wäre es nicht besser, wir suchten uns erstmal eine Unterkunft für die Nacht? Die Sonne geht schon bald unter", Hermine klang etwas unsicher und sie hob zögernd Hedwigs Käfig an.
„Hermine, der Strand wird unsere Unterkunft für die Nacht!", Harry drehte sich kurz zu ihr um und blickte ihr in die Augen.
Hermine spürte, wie sich etwas in ihrem Bauch zusammenzog.
„Ähm, Harry...", setzte sie an.
Doch er ließ ihr keine Zeit für Einwände und so folgte sie ihm. Auf dem Weg erklärte Harry: „Sirius hat sich hier einige Zeit lang als „Schnuffel" versteckt und mir viel darüber geschrieben. Ich war dann ein paar Mal hier nach...nachdem er...und seit ich die Lizenz zum Apparieren habe, ist es ja ein Klacks, hier öfter mal vorbeizuschauen."
Hermine blickte Harry kurz von der Seite an. Er hatte bisher nie darüber gesprochen, dass er Orte aufsuchte, an denen sein Patenonkel sich zu Lebzeiten aufgehalten hatte. Sie merkte plötzlich, dass es scheinbar so einiges gab, das sie von dem so vertraut scheinenden Freund nicht wusste.
Sie hatten jetzt die Dünen hinter sich gelassen, vor ihnen lag nun der verlassene, unberührt wirkende Strand und dahinter, so weit man blicken konnte, das Meer.
„Lass uns die Sachen hier abstellen", schlug Harry vor und stellte den Koffer ab.
„Ich mache drei Kreuze, wenn ich meinen Abschluss habe und Gepäck mit „Locomotor Trunk" transportieren kann!", ächzte Hermine und ließ etwas unsanft ihren Rucksack und Hedwigs Käfig zu Boden sinken, was die Schneeeule mit einem empörten Flügelschlagen kommentierte. Harry öffnete die Gittertür ihres Käfigs und streckte ihr den Arm entgegen. Hedwig hüpfte bereitwillig heraus und sah sich auf Harrys Unterarm sitzend neugierig um.
„Findest Du Dich zurecht meine Gute?", fragte Harry, strich ihr sanft über die weichen Federn und warf sie dann ein Stück in die Luft. Hedwig spannte ihre großen, weißen Flügel aus und verschwand mit einem „Schuhu" in den Bäumen, während Harry und Hermine weiter zum Meer gingen. Bald fanden sie sich mit den Füßen fast im Wasser wieder.
„Ist das nicht herrlich?" fragte Harry begeistert. Hermine lächelte ihn an.
„Ja!"
„Kommst Du mit schwimmen?", erkundigte sich Harry.
„Ich hab aber gar nichts mit zum...zum Anziehen...", Hermine kam sich albern vor, denn sie wusste schon während sie das aussprach, dass auch Harry keine Badesachen dabei hatte.
„Das stört mich nicht!", erwiderte er trocken, während er seine Brille in seine Hosentasche steckte und sich dann mit einer etwas zu langsamen Bewegung sein T-Shirt über den Kopf zog. Hermine stockte kurz der Atmen. Sie hatte schon während ihres letzten Jahres in Hogwarts mal mehr, mal weniger bewusst verfolgt, wie sich ihr Schulfreund langsam ab sicher in einen gut aussehenden jungen Mann verwandelt hatte. Manchmal hatte sie sich bei dem Gedanken erwischt, sich vorzustellen, wie er wohl ohne sein T-Shirt aussehen würde. Doch meist hatte sie sich schnell wieder ins Bewusstsein gerufen, dass Harry eigentlich ihr bester Freund war.
Harry schaute noch immer in Hermines Augen, welche verfolgten, wie er seine Hose öffnete. Endlich konnte sie ihren Blick abwenden, blickte kurz in seine Augen, errötete dann, als sie bemerkte, dass er sie ertappt hatte, wie sie ihn beobachtet hatte und starrte entschlossen aufs Wasser.
Harry schmunzelte still vor sich hin. Hermines Reaktion zeigte ihm, dass er ihren Besuch nicht fehl interpretiert hatte. Sie wollte ihn nicht nur von seinen Verwandten ablenken. Sie hatte an ihn gedacht während der Ferien. Er hatte es gehofft. Auch wenn er ein schlechtes Gewissen dabei hatte, denn er wusste, dass sein bester Freund Ron ebenso an ihr interessiert war, wie er selbst. Doch er hatte es ja nicht darauf angelegt, versuchte Harry sich vor sich selbst zu rechtfertigen. Hin und wieder hatte er mit ihr geflirtet in den letzten Schulwochen ihres vergangenen Hogwartsjahres, doch der Besuch war von ihr ausgegangen! Ihre Blicke auf seinem Körper hinterließen eine heiße Welle in seinen Lenden und er entschied, dass es höchste Zeit für eine Abkühlung war, wenn er sich nicht sofort blamieren wollte.
Während Hermine noch in Verlegenheit auf das Wasser starrte, sah sie, wie Harry sich, nur noch mit seiner kurzen, dunkelgrünen Boxershorts bekleidet, in die Fluten stürzte.
„Ach, was soll´s!", murmelte sie vor sich hin, zog ihren knielangen Rock aus und rannte mit einem Slip und ihrem weißen Top bekleidet hinter Harry her. Sie tauchte, solange ihre Luft reichte und schnellte dann neben Harry aus dem angenehm kühlen Wasser an die Oberfläche. Harry drehte sich in diesem Moment um und sie standen sich nun bis knapp zur Brust mit Wasser bedeckt genau gegenüber. Harry ließ seinen Blick abwärts wandern. Ihr helles Oberteil war ziemlich durchsichtig geworden.
„Kalt?", fragte er, sie verschmitzt ansehend. Hermine sah erschrocken an sich hinunter, errötete und wollte sich abwenden, doch Harry kam ihr zuvor. Er wusste nicht recht, was in ihn gefahren war, doch ihr plötzliches Erscheinen vor seiner Tür, ihr Duft, den sie bei der Umarmung verströmt hatte, ihr scheues Lächeln, bei seinen Versuchen, mit ihr zu flirten, all das verbunden mit der surrealen Umgebung gab ihm ein Gefühl der Freiheit.
Er griff blitzschnell um ihre Taille herum und hob sie ein Stück hoch, um sich dann mit ihr gemeinsam nach hinten fallen zu lassen.
„Harry!", kreischte Hermine entsetzt auf und strampelte wild, doch es half ihr nichts: Er zog sie mit sich unter Wasser. In einem wilden Kampf gelang es ihr schließlich, sich loszureißen und sie tauchte prustend wieder auf.
„Du Idiot!", brachte sie unter ihren das Gesicht verhängenden Haaren lachend hervor. Mit einer energischen Kopfbewegung schleuderte sie die nassen Haare nach hinten und spritzte dann panisch mit Wasser nach Harry, als sie sah, dass er schon zum nächsten Angriff überging. Sie versuchte, rückwärts zu fliehen, doch er war schneller. Er hielt sie an einem Arm fest und warf sich auf sie. Diesmal wehrte sie sich nicht, sondern ließ sich einfach mit ihm unter Wasser gleiten. Sein Gesicht war dicht über ihrem eigenen und das Wasser war klar genug, um seine Augen zu erkennen, die sie förmlich anzublitzen schienen.
Schließlich zog Harry sie an beiden Armen wieder nach oben. Sie fand nicht sofort Boden unter ihren Füßen und er umschlang mit einem Arm ihre Taille, um sie festzuhalten. Sie waren beide außer Atem und das unbeschwerte Lachen ließ ihre Gesichter erstrahlen. Er hielt sie eng an sich gedrückt, konnte ihre Haut an seinem Bauch und ihre Brüste an seinem Oberkörper spüren. Sein Herz klopfte heftig gegen das ihre und er war sich bewusst, dass seine zunehmende Erregung ihren Bauch berührte. Hermine schien dies nun auch zu bemerken. Langsam hob sie eine Hand, strich sich die nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht und sah zu ihm auf.
Er lächelte ein wenig und hielt ihrem Blick stand. Seine freie Hand strich vorsichtig über ihre nasse Wange hin zu den tropfenden Haaren. Harry bemerkte ihr leichtes Zittern, als er sein Gesicht dem ihren nährte. Er konnte nun ihren Atem spüren. Sie starrte ihn an.
Dann, im letzten Moment, bevor sich ihre Münder trafen, zog Hermine den Kopf zurück.
„Harry...", begann sie verlegen, doch ihre Stimme war nur ein Flüstern.
„Schon gut, Hermine" Harry lächelte ihr zu, ließ von ihr ab und verschwand kopfüber im Wasser. Hermine sah, dass er Richtung Ufer zurücktauchte. Sie holte tief Luft. Sie war völlig verwirrt über das, was hier geschah. Sie wusste selbst nicht genau, was sie sich von diesem Besuch versprochen hatte. Hatte sie damit gerechnet, dass sie sich näher kommen würden? Es vielleicht sogar gehofft?
Hermine konnte sich das selber nicht recht eingestehen, dann hätte sie schließlich auch vor sich zugeben müssen, dass sie diesen Besuch vielleicht sogar extra inszeniert hatte, um Harry zu verführen...
Ihr Verhältnis zu Ron und Harry hatte sich während des letzten Schuljahres geändert. Hatte sie mit Ron wie üblich ihre kleinen Zankereien ausgefochten, so war Harry für sie immer interessanter und attraktiver geworden. Doch die beiden waren ihr als Freunde so vertraut, dass es Hermine merkwürdig fremd vorkam, Harry so nah wie eben zu sein.
Und dennoch...ein Kribbeln in der Bauchgegend verriet ihr, dass sie es genossen hatte. Langsam ging sie durch das Wasser hinter Harry her, der sich am Strand an seinem Koffer zu schaffen machte.
„Hier ist ein Handtuch für Dich, Hermine!", rief Harry ihr zu, als sie näher kam.
„Danke!" Seinen Blick meidend fing sie das Tuch auf und trocknete sich ab, doch ihre Kleider klebten nass und kalt auf ihrer Haut. Sie wickelte sich zitternd in das Handtuch ein.
„Willst Du Dich umziehen? Ich schau nicht hin, versprochen!" Harry drehte sich um. Hermine wandte sich zum Meer und entfernte sich wieder einige Schritte von ihm, drehte sich dann um, um sich zu vergewissern, dass er wirklich nicht zu ihr guckte. Dafür konnte sie sehen, dass er sich das Handtuch von den Hüften gezogen hatte und nun seine Boxershorts auszog, um sie gegen ein trockenes Paar auszuwechseln. Sie ertappte sich dabei, aufmerksam seinen Hintern zu betrachten, schaute dann aber schnell weg und nutzte die Zeit, sich ihr T-Shirt und ihren Slip auszuziehen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass ihre Kleidung zum Wechseln sich in ihrem Rucksack befand...welcher unmittelbar dort lag, wo Harry jetzt stand.
„Verdammt!", murmelte sie, schlang das Handtuch um sich und ging langsam wieder auf Harry zu.
„Kann ich mich umdrehen?", fragte dieser, als sie kurz hinter ihm stand.
„Ähm, na ja, meine Sachen...meine trockenen Sachen sind im Rucksack. Gibst Du ihn mir bitte?", stammelte sie. Harry bückte sich, griff nach dem Rucksack und drehte sich zu ihr um. Ihm stockte der Atem als ihm bewusst wurde, dass sie unter diesem Handtuch, das oben nur knapp ihre Brüste bedeckte und unten kaum bis zum Beinansatz reichte, nichts anhatte. Erneut spürte er das heftige Ziehen in seinem Bauch, das schnell in seinen Unterkörper kroch.
„Hier!" Seine Stimme klang heiser. Er blickte ihr in die Augen und drehte sich dann wieder um.
„Danke!", murmelte Hermine und er hörte, wie sich das Knirschen des Sandes unter ihren Füßen von ihm entfernte. Er malte sich aus, wie sie das Handtuch gerade fallen ließ, wie sich bücken würde, um an ihren Rucksack zu kommen. Er schloss die Augen und schüttelte den Kopf, wie um die Gedanken zu abzuwerfen.
„Du kannst Dich umdrehen!", hörte er ihre Stimme. Sie trug nun eine luftige, langärmlige Bluse und weite, bunte Hosen, durch die man selbst im Abendlicht noch deutlich die Umrisse ihrer Beine sehen konnte. Er zog sich rasch noch ein T-Shirt über (er wählte eines, das genau seine Konturen umspielte) und ging wieder zu Hermine hinüber.
„Hermine, wenn Dir das hier unangenehm ist mit mir allein...also, ich hab Geld dabei, wir können auch ins Dorf gehen und uns nach Zimmern für die Nacht umsehen" Er klang etwas verlegen und Hermine musterte ihn aufmerksam.
„Nein! Wir können hier bleiben, Harry!" Einen Moment lang schaute sie noch in seine Augen, dann wandte sie sich ab und durchforstete ihren Rucksack.
„Hast Du Hunger? Ich hab noch Proviant mit. Ich bin nämlich mit der Bahn zu Dir gefahren, weil meine Eltern mich partout nicht apparieren lassen wollten! Sie meinten, ich hätte meine Lizenz noch zu kurz und außerdem ist ihnen das im Ganzen überhaupt nicht geheuer", plapperte Hermine darauf los. Harry war erleichtert über ihre Antwort und auch darüber, dass sie normal mit ihm redete. Es war ihm doch ziemlich unangenehm, gerade von Hermine eine Abfuhr bekommen zu haben...andererseits; so wirklich abgeneigt hatte sie ja nicht gewirkt...
„Ja, ich hab großen Hunger!", versicherte er ihr. Hermine reichte ihm ein Packet eingewickelter Brote und eine Thermoskanne. Dann ließen sie sich nebeneinander in den Sand fallen und begannen schweigend, zu essen, während es immer dunkler wurde. Sie beobachteten, wie die Sonne feuerrot im Meer zu verschwinden schien und tranken dabei ihren warmen Tee.
„Hast Du was von den anderen gehört während der Ferien?", fragte Harry irgendwann.
„Mmh!", nickte Hermine, „Ron hat mir einmal ganz am Anfang der Ferien geschrieben; da wusste er allerdings noch nicht, wohin oder mit wem er verreisen will. Ginny hat mich für die erste Woche besucht. Wir haben aber nicht viel unternommen; es war einfach zu heiß!"
Harry nickte und erkundigte sich: „Ist sie noch mit ihrem Freund zusammen? Wie hieß der noch? Der Typ aus Hufflepuff..."
Hermine rollte mit den Augen: „Dennis! Er hieß Dennis! Und er war aus Ravenclaw, Harry!"
„Richtig! Dennis! Also, sind die noch zusammen?"
„Nein. Sie hat Schluss gemacht...das ist aber schon eine ganze Weile her. Er hat wohl dauernd vor seinen Freunden dumme Sprüche abgelassen, das fand Ginny nervig!"
„Aha!", kommentierte Harry, doch Hermine hatte das Gefühl, dass er nicht wirklich bei der Sache war.
„Aber Ginny hat sich in den Ferien mit Neville geeult. Ich glaube, der mag sie richtig gern!", fuhr Hermine fort.
„Neville???", nun war Harry wieder sehr aufmerksam, „Neville macht sich an Ginny ran?"
„Er macht sich nicht an sie ran, Harry, er ist einfach interessiert daran, was sie tut und wie es ihr geht!", gab Hermine ein wenig patzig zurück.
Harry sah sie einen Moment lang irritiert an.
"`Tschuldige Hermine, ich hab es nicht so gemeint!", murmelte er dann.
Sie antwortete nicht.
„Hermine?", brach Harry irgendwann das Schweigen.
„Mmh?"
„Es...es tut mir leid, wie das hier gelaufen ist. So hast Du Dir Deinen Besuch bei mir sicher nicht vorgestellt, oder? Ich meine, Du kommst Deinen Schulfreund besuchen, willst ihn ein wenig aufheitern und der schleppt Dich mir nichts Dir nichts an einen fremden Ort und na ja...Du weißt schon..."
„Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was ich mir unter diesem Besuch vorgestellt habe, Harry." Hermine starrte auf ihren Teebecher. Wieder trat Schweigen zwischen ihnen ein. Harry atmete tief durch, dann beugte er sich zu ihr hinüber und griff ihr vorsichtig unter das Kinn, so dass sie ihn ansehen musste. Ihre warmen braunen Augen blickten in seine. Ohne Brille sah er merkwürdig schutzlos aus, stellte sie fest. Und ziemlich sexy...
„Küss mich, Hermine!", hörte sie plötzlich seine raue Stimme. Sein Gesicht war nun direkt vor ihrem. Sie roch seinen Atem, der nach den frischen Hexenkräutern des Tees und einfach nach Harry duftete. Sie schaute ihn weiter an, unschlüssig, ob sie dem wahnsinnigen Kribbeln in ihrem Unterkörper nachgeben sollte.
Sie hatte Angst. Angst um die Freundschaft zu Harry. Angst davor, was geschehen würde, wenn sie sich erst auf den Kuss eingelassen hatte; schließlich war sie noch nie mit einem Jungen zusammen gewesen. Aber wenn sie an Harrys Ruf in Hogwarts vom letzten Jahr dachte, dann hatte er schon einiges an Erfahrung gesammelt und Hermine hatte keinen Bedarf, sich in seine Eroberungen einzureihen...und doch, es schien ihr unmöglich, den Blick von seinen faszinierend grünen Augen abzuwenden. Sie dachte daran, wie er sie im Wasser an sich gedrückt hatte und ihre Brust hob und senkte sich in kurzen Abständen. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe, wie um sich zu einer Entscheidung zu drängen.
„Gib mir Deine Hand!", forderte Harry sie nun auf und sie gehorchte ihm wehrlos. Er zog ihre Hand zu seinem Mund, drehte ihren Arm, so dass er an ihre Handflächen herankam und begann, sanfte Küsse darauf zu verteilen. Hermine sog scharf die Luft ein, als Harry seine Lippen leicht öffnete und mit seiner Zunge ihre empfindliche Haut berührte. Er sah ihr noch immer in die Augen.
Sie starrte ihn an, sprachlos und unfähig, sich zu bewegen. Langsam ließ er ihren Arm sinken, behielt ihre Hand in seiner und legte sie auf seinen nackten Oberschenkel. Seine Haut war warm und weich und Hermine spürte, wie das Kribbeln in ihrem Unterkörper immer stärker wurde. Kaum merklich bewegte er ihre Hand unter seiner aufwärts.
Hermines Herz schien zu zerspringen. Mit den Fingerspitzen berührte sie nun die harte Beule in seiner dünnen Boxershorts. Harry atmete hörbar ein, als ihre Hand ihn bedeckte. Noch immer hielt er ihren Blick aufrecht.
„Merkst Du, wie verrückt Du mich machst?", flüsterte er, während er ihre Hand fest auf seine Erregung drückte. Hermine schluckte, doch das brennende Verlangen in ihrem Unterkörper machte es ihr schwer, einen klaren Gedanken zu fassen.
„Du hast es mich ja heute schon oft genug spüren lassen, Harry", erwiderte sie mit einem Lächeln, doch ihre Stimme gehorchte ihr nicht; sie zitterte zunehmend. Harry schmunzelte schweigend zurück und sah sie an. Er schien unschlüssig, ob er weiter gehen sollte oder sie sich bedrängt fühlte.
„Und was soll ich nun tun...mit meiner Hand?", fragte Hermine schließlich. Sie fand Gefallen an dem Gefühl, ihn zu erregen.
„Soll ich es Dir zeigen?" Harrys Augen funkelten eigentümlich und er drückte ihre Hand noch mehr gegen die pulsierende Härte.
„Ja!", flüsterte Hermine. Mit seiner freien Hand griff er in Hermines Nacken und zog sie sanft aber bestimmt zu sich heran. Als ihre Münder sich trafen, explodierte ein Feuerwerk in Hermines Kopf.
Himmel, was kann der Junge küssen!
Harry saugte sanft an ihren Lippen, stupste mit seiner Zunge dagegen, um Einlass zu erbitten, den sie sofort gewährte. Sie stöhnte verhalten in seinen Mund, als seine Zunge flink die ihre umspielte, sie anstieß und sich dann wieder zurückzog. Hermine presste sich gegen Harrys Oberkörper und rieb ihre Brüste gegen sein T-Shirt, was Harry heiße Schauer der Erregung in die Lenden trieb und seine Erregung unter Hermines Hand zucken ließ, was ihr wiederum ein lustvolles Keuchen entlockte. Er saugte an ihrer Zunge, leckte über Lippen und zog sich dann kurz zurück.
„Ich kann das auch mit dem Rest Deines Körpers tun, wenn Du magst", neckte er sie heiser, als sie sehnsüchtig auf seine Lippen starrte.
„Was?" Hermine sah zerzaust aus und versuchte offensichtlich mühsam, ihre Gedanken zu sammeln.
„Das, was ich mit meiner Zunge gerade in Deinem Mund gemacht habe...ich kann das auch am Rest Deines Körpers tun!" Harry schaute sie an, lächelte kurz und begann dann, ehe sie sich weigern konnte, ihre Bluse aufzuknöpfen. Sie konnte nicht fassen, was sie hier gerade tat! Und sie konnte nicht glauben, mit wem sie es tat! Doch derjenige machte es einfach absolut fantastisch!
Sie schaute ihn aus ziemlich glasigen Augen an und ihr Blick machte ihn schier wahnsinnig. Ihre Hand ruhte noch immer in seinem Schoß und er konnte sich nicht beherrschen, seinen Unterkörper kräftig gegen ihre Handfläche zu drücken. Sofort erwiderte sie den Druck.
Harry sah, dass Hermine keinen BH unter ihrer Bluse trug und endlich konnte er ihre Brüste ganz betrachten, obwohl das weiße, nasse Top schon interessante Einsichten gestattet hatte...
Sich von ihrem Blick lösend, senkte er seine Lippen auf ihre rechte Brustwarze und küsste sie leicht. Dann stupste er sie mit seiner Zunge vorsichtig an und begann, sie zu umlecken. Hermine warf den Kopf zurück und gab ein leises Wimmern von sich. Ihre eine Hand ruhte noch immer auf seiner fast schmerzhaft pulsierenden Erektion, während die andere sich in seinen Haaren vergrub, um seinen Kopf auf ihre Brust zu drücken. Harry saugte nun leicht an ihrer Knospe, während seine Zunge immer wieder darüber fuhr. Hermine zog an den Haaren sanft seinen Kopf zu sich hoch und suchte seine Lippen.
„Du wolltest mir doch etwas zeigen, Harry!", hauchte sie gegen seinen Mund.
„Mmh?", machte Harry atemlos.
„Du wolltest mir zeigen, was ich mit der Hand", sie drückte zur Verdeutlichung gegen seine Erregung, was ihm ein Keuchen entlockte, „nun tun soll!", vollendete sie den Satz.
„Richtig!" Harry rang sichtlich um Selbstbeherrschung. Sanft zog er ihre Hand zur Seite.
„Warte kurz", murmelte er dann leise und erhob sich geschmeidig. Auffällig langsam zog er die Shorts von den Hüften. Hermines Gesicht war genau auf der Höhe seines Schoßes. Langsam wanderte ihr Blick von seinem Gesicht hinunter und verharrte schließlich kurz auf seiner Erektion. Sie ertappte sich bei dem Gedanken „Nicht schlecht, Harry!" und konnte sich ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen. Nicht, dass sie einen lebendigen Vergleich gehabt hätte...
Harry ließ sich wieder ihr gegenüber im noch immer warmen Sand nieder und griff erneut nach ihrer Hand. Während er sie wieder zu seinem Schoß zog, beugte er sich zu ihrem Gesicht vor und verschlang begierig ihre Lippen mit den seinen. Seine freie Hand fand ihre linke Brust und er massierte sie mit sanftem Druck.
„Hermine, Du machst mich wahnsinnig!", raunte er, als er den Druck ihrer Finger um sich spürte. Er zog sich ein Stück von ihrem Gesicht zurück und schaute auf ihre Hand hinab. In seinen Lenden brannte das Verlangen, nach sofortiger Erlösung, doch er zwang sich zur Beherrschung. Und so dirigierte er Hand langsam ein Stück auf und ab, merkte jedoch schnell, dass ihn allein der Anblick ihrer Hand an seiner brennenden Erregung schnell, viel zu schnell an den Gipfel der Lust bringen würde. Doch Hermine schien langsam ihre natürliche Lern- und Wissbegierigkeit wieder gefunden zu haben in dieser neuen Situation; er merkte, wie sich ihr Daumen selbstständig machte und vorsichtig über seine Spitze strich, um ihn zu erkunden.
Dann hörte er ihr leises Stöhnen und blickte in ihr Gesicht. Sie starrte mit angespannten Zügen und leicht geöffneten Lippen auf seine Männlichkeit und bewegte langsam ihren Unterkörper vor und zurück. Harry schob seinen Oberschenkel zwischen ihre Beine und stöhnte auf, als er bei ihrer nächsten Bewegung ihre Feuchte durch den dünnen Stoff ihrer Hose an seinem nackten Bein fühlen konnte. Ihr Daumen rieb nun schnell über seine Spitze und Harry spürte das vertraute Gefühl des sich aufbauenden Höhepunkts in seinen Lenden. Rasch zog er ihre Hand von sich und drückte Hermine rücklings in den Sand.
„Das war knapp...", raunte er heiser in ihr Ohr. Während ein Arm Hermine umschlang, kroch seine freie Hand an ihr hinab. Er fand den Weg in ihre Hose, die nur von einem Gummizug auf ihren schlanken, weiblichen Hüften gehalten wurde. Als seine Finger sich durch ihre weichen Haare bewegten und kurz darauf auf nackte, zarte Haut stießen, keuchte Hermine laut auf und klammerte sich an Harrys Rücken fest. Es raubte ihm schier die letzte Beherrschung, als seine Fingerkuppen an ihre empfindlichste Stelle stupsten und er dann an ihrer Öffnung diese herrliche Feuchte spürte. Hermine entfuhr ein unkontrolliertes Wimmern, als er begann, mit dem Finger unter sanftem Druck in sie einzudringen, während ein zweiter Finger immer wieder ihren Lustpunkt rieb.
„Oh Gott!", keuchte sie unter stoßweise kommendem Atem hervor.
„Ich will Dich, Hermine! Jetzt!" Harry befürchtete, dass dieser Akt nicht lange dauern würde. Dazu war ihr Vorspiel einfach zu erregend gewesen. Er war sonst immer schneller zur Sache gekommen, um von dem eigentlichen Sex länger etwas zu haben.
„Was muss ich tun, Harry?", Hermine sah ihn glasig an. Erst da wurde Harry bewusst, dass dies für sie anscheinend das erste Mal sein würde. Er schluckte hart.
„Ähm, Hermine, ich wusste nicht, dass Du noch nie...bist Du Dir sicher...?"
Sie nickte hastig.
„Okay!" Der heisere Klang seiner Stimme trieb ihr ein heißes Prickeln in den Unterkörper. Sie spürte, wie geschwollen ihre gesamte Weiblichkeit sich anfühlte. Sie schrie geradezu nach Erlösung. Harry lag nun auf der Seite und drückte Hermine an sich heran.
„Zieh Dein Bein hoch...so!", stieß er hervor und zog ihr Bein über seines, so dass er seine Erregung umfassen und an ihre Öffnung führen konnte. Er sah ihr in die Augen, um sich zu vergewissern, dass sie es auch wirklich wollte. Der sehnsüchtige und lustvolle Ausdruck fegte letzte Bedenken beiseite. Er wusste eh nicht, wie er sich hätte beherrschen sollen...
Seine Spitze berührte nun ihren Eingang. Hermine wimmerte unter Stöhnen auf. Doch Harry ließ sie zappeln. Langsam führte er seine pochende Erektion zwischen ihren Schamlippen hoch und runter, streifte dabei mehrmals den Punkt ihrer größten Begierde, was sie fast den Verstand verlieren ließ.
Dann schob er sich an ihre Öffnung und drang mit einem einzigen, schnellen Stoß in sie ein. Er fühlte nur einen kurzen Widerstand, bei dem Hermine leicht zusammenzuckte, dann spürte er ihre wundervolle, heiße Feuchte um sich. Langsam zog er sich soweit zurück, dass seine Spitze ihren Eingang streifte, bewegte sich dort einige Male vor und zurück und versank wieder in ihr. Hermines lautes Aufstöhnen zeigte ihm, dass er richtig lag. Wieder zog er sich fast aus ihr zurück, sie krallte sich an seinem Rücken fest und presste hart ihr Becken an seine Hüften. Nun begann sie, sich zu bewegen, ihre Hüften stießen mehrmals vorsichtig vor und zurück, kreisten dann probeweise ein wenig und fanden einen Rhythmus.
Harry spürte, wie er die Kontrolle verlor und schob sich rasch über sie, so dass er nun zwischen ihren Beinen lag und sie sich nicht mehr bewegen konnte. Sie versanken in einen leidenschaftlichen, verschlingenden Kuss. Harry schob seine Arme unter ihren Rücken und umfasste ihre Schultern. Dann begann er, sich kraftvoll in ihr zu bewegen. Hermines schnappte nach Luft, dann vergrub sie sich aufstöhnend an seiner Schulter, als er leicht die Position änderte und mit seiner Spitze einen besonders empfindlichen Punkt an ihrer Wand massierte. Harry merkte, wie ihn diese raue Reibung an den Rand des Höhepunktes brachte. Alles um ihn herum schien zu verschmelzen mit Hermine. Es gab nur noch sie und ihre lustvollen Seufzer in seinem Ohr, ihre nasse Enge um ihn, ihre heiße Haut unter seiner, ihre Hände, die seinen Rücken umklammerten. Als er merkte, wie sich der Orgasmus seinen Weg durch seinen prallen Schaft bahnte, ließ er seine Bewegungen langsamer und intensiver werden. Einen Augenblick lang hatte er das Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren, dann ergoss er sich stoßweise in Hermine und sank unter einem tiefen Seufzer auf ihr zusammen. Er bemerkte, dass Hermine ihren Unterkörper weiterhin bewegte und sich an ihn presste. Er zog sich aus ihr zurück.
„Na? Noch nicht gestillt Dein Hunger?" Er lächelte sie an. Sie zog sein Gesicht zu ihrem hinab und küsste ihn heiß und brennend.
„Warte kurz!", flüsterte Harry und entzog sich ihr. Er griff nach seinem Zauberstab, richtete ihn zwischen Hermines Beine und murmelte leise: „Petrificus Ejakulatum!"
Dann beugte er sich wieder über sie, küsste sie sanft und ließ seine Hand über ihren weichen Bauch hinweg in ihren Schoß gleiten, wo er sofort ihre Öffnung fand. Er rieb mit Druck in sie hinein und massierte mit einem anderen Finger ihre geschwollene Knospe.
„Harry!", stieß sie hervor, „Wolltest Du das mit Deiner Zunge nicht am Rest meines Körpers machen?"
Harry hob erstaunt über ihre plötzliche Hemmungslosigkeit die Augenbrauen, grinste sie dann an und senkte seine Lippen auf ihre Brust, während er sein heißes Fingerspiel zwischen ihren Beinen fortsetzte. Hermine stöhnte auf und versuchte, seinen Kopf zwischen ihre Beine zu drängen.
„Harry bitte, ich halt das nicht mehr aus!", keuchte sie. Harry merkte, wie ihre Lust ihn abermals erregte. Bevor sie wusste, wie ihr geschah, traf seine Zunge ihren empfindlichsten Punkt. Hermine bog aufstöhnend ihren Rücken durch und streckte Harry ihren Unterkörper drängend entgegen. Er saugte die hochsensible Stelle zwischen seinen Lippen ein, wie er es zuvor schon mit ihrer Zunge und ihren Brustwarzen getan hatte, und leckte mit seiner Zunge schnell darauf hin und her. Hermine spürte, wie sich eine kribbelnde Hitze an der Stelle ausbreitete, die Harry so gekonnt bearbeitete.
Während er sich mit einem Arm aufstützte, umschloss seine andere Hand seine sich erneut aufbäumende Erregung und begann, mit heftigen Bewegungen zu reiben. Er stöhnte verhalten an ihrer Weiblichkeit und Hermine sah kurz auf. Zu beobachten, wie er es sich selber machte, brachte sie letztendlich an den Gipfel. Mit einem Aufschrei bäumte sie sich auf und bewegte hastig ihren Unterkörper gegen Harrys Mund, bis sie schließlich erschöpft zusammensank.
Er ließ von ihr ab und ließ sich kurz darauf neben sie in den Sand fallen. Sie hatte die Augen geschlossen, ihr Gesicht war entspannt. Er beobachtete sie still.
„Tat es weh?", fragte er nach einer Weile leise an ihrem Ohr.
„Nein! Es war wunderbar, Harry! Ich hätte nur nie gedacht, dass Du...also dass wir beide, na ja...dass Du der Erste wirst für mich..."
„Oh!", erwiderte Harry.
„Oh, so war das nicht gemeint!", versicherte Hermine ihm schnell, als sie die Enttäuschung in seiner Stimme wahrnahm, „Ich dachte nur immer, ich würde mit demjenigen...na ja, richtig zusammen sein...einen festen Freund haben, verstehst Du?"
Er schwieg einen Moment und schien zu überlegen.
„Und was ist das zwischen uns für Dich?", fragte er dann.
„Ach Harry, das ist alles so verworren. Wir kennen uns schon so lange und dann ist da noch Ron...er wäre alles andere als erfreut...", erwiderte sie.
„Bist Du denn in mich verliebt, Hermine?", fragte er und blickte ihr nun direkt in die Augen, soweit das die Dunkelheit zuließ.
Sie zögerte. „Ich...ich weiß es nicht genau...ich mag Dich sehr, sehr gern Harry, lass mir etwas Zeit, alles andere herauszufinden, ja?"
Harry zog sie in seine Arme.
Nach einer Weile wurde ihnen kalt und sie zogen sich wieder an. Dann legten sie sich zurück in den Sand und deckten sich mit einem trockenen Handtuch zu.
„Harry? Für Dich...für Dich war es nicht das erste Mal, oder?", fragte Hermine irgendwann.
„Nein!", antwortete er knapp. Sie wandte den Kopf zu ihm und betrachtete ihn von der Seite. Sein Gesicht sah plötzlich verschlossen aus.
„Du weißt doch noch, als ich damals kurze Zeit mit Cho Chang ausging?", begann er schließlich wieder zu sprechen, „Naja, ich war über sie ziemlich frustriert und sauer und dann kam diese Sache mit Sirius und...naja ich glaube, ich wollte mich einfach ablenken."
„Verstehe", sagte Hermine unbestimmt, „Weiß Ron davon?"
„Einige Male hat er mir Alibis bei McGonnagal verschafft, wenn ich zu lange unterwegs war. Direkt gesagt hab ich´s ihm nicht...ich denke, er ahnt es", erklärte Harry.
„Warum hast Du nie mit uns darüber gesprochen, Harry?", fragte Hermine und klang etwas verletzt.
„Vielleicht hab ich mich geschämt?", meinte er, „Ich bin nicht sehr stolz darauf; es waren alles nur Sachen für eine Nacht...oder einen Nachmittag besser gesagt."
„Warst Du in keine verliebt?"
„Nein", erwiderte Harry ein wenig kühl, „Es war mehr so, dass ich sie einfach rumkriegen wollte."
Hermine schwieg eine Weile.
„Und...was ist das hier für Dich?", fragte sie schließlich.
„Wie Du schon sagtest; etwas Verworrenes. Wir kennen uns schon so lange, Du bist meine beste Freundin...und ich finde Dich verdammt sexy...schon lange. Und Ron würde mich skalpieren, wenn er hiervon wüsste!"
Hermine nickte in die Dunkelheit.
„Was war das eigentlich für ein Zauber, den du ausgesprochen hast, nachdem wir miteinander geschlafen hatten?" fragte Hermine wenig später.
Harry kicherte. „Ein Verhütungszauber. Ich dachte, sicher ist sicher..."
„Was für ein Verhütungszauber?", fragte Hermine skeptisch.
„Nun, er lässt alle Samenzellen erstarren...und wenn sie nicht schwimmen, können sie auch nichts anrichten, wenn Du verstehst, was ich meine!", erklärte Harry.
„Gar nicht dumm! Wo hast Du den her?", wollte Hermine wissen.
„Von Melanie Huntigton, du weißt schon, aus Ravenclaw. Sie hat wohl schon etwas Erfahrung gehabt, als wir uns letztes Jahr...näher kamen. Sie hat mir einiges...ähm...beigebracht!", Harry grinste sie frech an.
„Und anscheinend recht erfolgreich...", murmelte Hermine schon etwas schläfrig, „Aber der Verhütungszauber wäre nicht nötig gewesen; was eine wirkliche Hexe auf sich hält, so gibt es andere, zuverlässigere Methoden...trotzdem sehr nett, dass du daran gedacht hast, Harry!" Sie gähnte laut und schlief kurz darauf in seinen Armen ein.
Hermine erwachte durch einen Aufschrei. Sie schrak hoch und sah Harry neben sich hocken, die Hände auf seine Stirn gepresst.
„Was ist los, Harry?", fragte sie ängstlich.
„Mein Narbe", stöhnte er auf, „Scheiße, tut das weh..."
„Was hat das zu bedeuten?", wollte Hermine wissen.
„Er muss in der Nähe sein, Hermine...Voldemort....schnell!" Er packte Hermine am Arm und zog sie zu seinem Koffer. Hektisch wühlte er in seinen Sachen.
„Hier! Mein Tarnumhang! Zieh ihn über!" Harry warf ihr den Umhang zu.
„Aber Harry!", schrie Hermine jetzt in Panik, „Was ist mit Dir?"
„Das würde nichts nützen; er kann erspüren, wo ich bin; er würde uns nur beide finden!", mit zittrigen Bewegungen stülpte Harry ihr den Tarnumhang über. Hermine wollte gerade protestieren, als ein PLOPP! in einiger Entfernung Harry herumschnellen ließ.
„Sei still Hermine, da ist jemand!", flüsterte er.
Die folgenden Augenblicke kamen Hermine wie endlose Stunden vor.
Severus Snape starrte Dumbledore an.
„Was!?!", stieß er schließlich hervor, „Wie konnte das passieren? Wo war er denn?"
Dumbledore bedeutete ihm, zu schweigen.
„Ich weiß es nicht, Severus. Deshalb hab ich Dich aufgesucht: Ich dachte, Du könntest mir darüber vielleicht mehr sagen!"
Snape sah Dumbledore kühl an.
„Ich kenne keinen solchen Plan, Direktor. Ich hätte es Ihnen berichtet, wenn der Dunkle Lord in meiner Anwesenheit eine derartige Idee geäußert hätte!", entgegnete er dann gereizt. Snape kam nur äußerst ungern zur Berichterstattung über ein Todessertreffen zu Dumbledore. Meistens beinhaltete die Erzählung viel Gewalt, Demütigung und Grausamkeit. Oft musste er von neuen Morden oder Plänen über Morde erzählen. Nein, dieses Thema gehörte nicht zu seinem bevorzugten Feierabendplausch. Eigentlich gehörte Plauschen generell nicht zu Dingen, die er mochte...und wenn er es genau durchdachte, so mochte er insgesamt wenige Dinge...
„Ja, natürlich, Severus, das weiß ich!", beeilte sich Dumbledore zu versichern, „Komm mit!"
Dumbledore schob Snape sanft am Rücken zu der schweren Eichentür, die in sein Büro führte und stieß sie auf. Ein leiser Aufschrei des Erschreckens zog Snapes Aufmerksamkeit auf den Sessel vor Dumbledores Schreibtisch auf der gegenüberliegenden Seite des runden, freundlichen Raums. Hermine Granger saß darin, eingehüllt in eine Decke, zerzaust und verstört dreinblickend.
„Was tut die hier?", fragte Snape unwirsch.
„Hermine war in Harrys...Nähe, als es passierte.", erklärte Dumbledore rasch. Die kurze Pause ließ Snape aufhorchen. Er sah Hermine an, zog eine Augenbraue hoch und schwieg.
„Hermine, Kind, wärst Du so nett, Professor Snape zu erzählen, wie es sich zutrug?", bat Dumbledore. Snape musterte seine Schülerin derweil von Kopf bis Fuß. Ihre Haare waren zerzaust, das Gesicht Tränen verschmiert und sie hatte Sand an den nackten Füßen, wie er mit zusammengezogenen Augenbrauen feststellte.
„Natürlich, Professor Dumbledore!", Hermine war sichtlich bemüht, ihre Stimme unter Kontrolle zu bekommen, doch Snape spürte, dass sie erneut mit den Tränen kämpfte.
„Ich... ich war mit Harry an...einem Strand. Wir...", ein Schluchzen überkam sie.
„Schon gut, Kind! Schon gut! Hier bist Du sicher. Und Harry werden wir gewiss auch bald finden!", Dumbledore tätschelte Hermines zerzaustes Haar. Sie holte tief Luft und fuhr fort: „Harry und ich waren an einem Strand...in Purple Oaks", sie blickte kurz zu Snape auf, der seine Arme vor der Brust verschränkte und ein Gesicht zog, als könne einfach nicht mehr schief laufen in seinem Leben, als es in diesem Augenblick der Fall war. Hermine wandte sich rasch wieder Dumbledore zu.
„Ja...wir waren dort zum Schwimmen und...es wurde recht spät. Nun, wir wollten dort...campen. Doch mitten in der Nacht erwachte Harry durch Schmerzen in seiner Narbe. Dann ging alles sehr schnell. Er steckte mich unter seinen Tarnumhang und ich sah mit an, wie ihn einige dunkle Gestalten umzingelten. Er hatte weder seine Brille, noch seinen Zauberstab zur Hand...er hatte keine Chance..." Sie schluchzte auf und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen.
„Sind die mit ihm disappariert?", raunzte Snape.
„Ja!", sagte Hermine leise.
„Und was in Merlins Namen taten sie Nachts mit Potter an einem einsamen Strand, Granger?", fauchte Snape.
„Severus, bitte! Das tut doch nun wirklich nichts zur Sache im Augenblick!", wies ihn Dumbledore mit einem Blick auf Hermine zurecht.
„Wie Sie meinen, Direktor!", knurrte Snape.
„Hermine hat jedenfalls Hedwig herbeigerufen, sobald sie sicher war, wieder allein zu sein. Hedwig brauchte leider einige Stunden bis nach Hogwarts. Als ich Hermines Nachricht las, apparierte ich eulewendend von Hogsmeade an den besagten Strand und brachte sie her", erzählte Dumbledore die Gegebenheiten zu Ende.
„Wie konnte der Dunkle Lord Potter dort finden?", fragte Snape durch scheinbar zusammengebissene Zähne.
„Nun ja, Severus, wir wissen spätestens seit Harrys fünftem Schuljahr, was für eine enge Verbindung Voldemorts Geist mit dem von Harry hat. Je...je stärkere...Energien Harry aussendet, desto leichter ist es für Voldemort, ihn zu orten."
Snape blickte von Dumbledore zu Hermine, die errötend den Kopf senkte. Snape gab einen kalten, freudlosen Lacher von sich.
„Energien! Soso!", spottete Snape, „Was zum Teufel hat Potter an diesem Strand zu suchen, er weiß doch genau, dass ihm der Dunkle Lord bei seiner Verwandtschaft nicht schaden kann, da ihn dort ein Schutzzauber abgrenzt."
„Zu diesem Teil der Geschichte kamen Miss Granger und ich noch nicht, Severus", in Dumbledores Stimme lag ein drohender Unterton, der Snape davon abhielt, weiter in dieser Richtung nachzubohren.
„Was wünschen Sie also, das ich tue, Direktor?", Snapes Stimme klang äußerst gereizt, fast wie ein Fauchen.
„Nun ja...Du hast doch Harry damals in Okklumantik unterrichtet, Severus. Das heißt, Du bist seinem Geist näher, als die meisten anderen...", begann Dumbledore und Snape gab ein Stöhnen von sich, als er ahnte, worauf dies hier hinauslaufen würde, „...und deshalb wirst Du Harry bitte suchen, Severus!"
„Großartig!", Snapes Stimme triefte vor Sarkasmus, „Unser Held vergnügt sich am Strand und ich darf ihn danach aus dem Schlamassel retten!"
„Severus!", Dumbledores Stimme hatte etwas Warnendes.
„Schon gut, Direktor!", knurrte Snape.
„Schön, dann machst Du Dich am besten gleich mit Miss Granger an die Arbeit!"
„Mit....mit Granger???! Wieso das denn?", fragte Snape entgeistert.
„Okklumantik, Severus!", erklärte Dumbledore, „Ich denke, Hermine war Harry in den letzten Stunden vor seinem Verschwinden am nächsten...geistig...", Snape schnaubte erneut, doch Dumbledore fuhr fort, als hätte er es nicht gehört, „...und starke Energien verbinden, okklumantisch betrachtet!"
Snape starrte Dumbledore an mit einer Mischung aus Entsetzen und Ungläubigkeit.
„Sie wollen also, dass ich in Grangers Geist eindringe und dort nach Potter suche!? Und ich dachte heute Morgen beim Aufstehen, der Tag könne nicht schlimmer werden!"
„Irren ist männlich!", knurrte da Hermine zu ihrer aller Überraschung. Sofort errötete sie. „Entschuldigung, Professor. Das müssen meine Nerven sein..."
„Schon gut Kind, wir alle haben Verständnis dafür, dass Du ein wenig durcheinander bist!", tröstete Dumbledore sie gutmütig.
„Ach tatsächlich?", schnappte Snape
„Also, bist Du einverstanden, Severus?", erkundigte sich der Schulleiter.
„Mir bleibt ja wohl keine Wahl!", brummte er.
Dumbledore lächelte ihm mild zu.
„Los Granger, mitkommen!" Mit diesen Worten drehte Snape sich ruckartig um und rauschte mit wehender Robe zur Tür von Dumbledores Büro. Hermine sprang auf, schlüpfte in ihre Sandalen, schnappte sich ihren Rucksack und eilte ihm nach. Sie musste fast im Laufschritt hinter Snape her rennen, weil dieser sie mit ausfallenden Schritten quer durch das Schloss führte, bis sie endlich in den Kerkern angekommen waren. Snape, der sich auf dem ganzen Weg nicht einmal nach ihr umgedreht hatte, murmelte nun einen Zauberspruch und die Tür, die anscheinend zu seinen Privaträumen führte, sprang auf.
„Kommen Sie!", fauchte er. Hermine huschte an ihm vorbei und blieb unsicher in der Mitte des großen Raums stehen.
Snape wehte an ihr vorbei, die Tür fiel krachend ins Schloss und Hermine zuckte zusammen. Snape war in den hinteren Teil des Raums gegangen und machte sich dort an Phiolen, Kesseln und Büchern zu schaffen. Hermine kam sich ziemlich dumm vor, wie sie so mitten in seinem Raum stand und er sie nicht beachtete.
Sie beobachtete, wie er geschickt einige Zutaten in einen Kessel mischte, gleichzeitig mit der anderen Hand seinen Zauberstab schwang und eine Flamme entzündete, über der er den Kessel nun schwenkte. Er legte seinen Zauberstab zur Seite, blätterte in einem großen, zerfleddert aussehenden Buch und studierte dann konzentriert einen Textabschnitt.