by Doomspark
Übersetzung: Nimue
Herzlichen
Dank an Doomspark, dass ich die Geschichte übersetzen durfte.
Thank you for your permission to translate this
fantastic story.
Vielen
lieben Dank wie immer auch an meine Beta Ani /mal ganz lieb drück/
Über
einige Reviews würde ich mich natürlich freuen.
Es
gibt keine Dementoren mehr in Askaban. Nicht, seit der Krieg offiziell vor 12
Jahren endete. Es war eines der ersten Dinge, die Arthur Weasley tat, als er
als Magieminister bestätigt wurde. Wahrheitsgemäß, hatte ich zu der Zeit nicht
daran gedacht. Es war nur eine weitere Fußnote in meinem gänzlich bewegtem
Leben.
Die
schlimmsten Tage meines Lebens wurden vom Regen verkündet.
Ich
kann hören, das es draußen regnet. Wenn ich die Fesseln an meinen Fußknöcheln
bis zu ihrem Maximum strecke, kann ich das Fenster meiner Zelle erreichen und hinaussehen.
Ich mache es dennoch nicht. Es ist kalter, schmutziger Regen, die Art, die in
die Knochen eindringt und sie mehr abkühlt als der Tod selbst. Ich habe Regen
nie gemocht. Ihm zu lauschen, wenn er auf ein dünnes Dach trommelt, ist nicht
besonders romantisch, es ist ein jämmerlicher und einsamer Ton, es ist der Ton
der Sinnlosigkeit.
Der
Krieg hat die Zaubererwelt dezimiert. Keine Familie blieb verschont und einige
Blutlinien wurden völlig ausgelöscht, jedoch nahm die Natur ihren Lauf und es
wurden sich viele Zauberer und Hexen einander vorgestellt. Virginia Weasley
heiratete Neville Longbottom und sie versuchten sogleich, ihre Mutter in der
Geburtenrate zu übertreffen.
Es
war das Jahr, in dem Harry Longbottom das erste Mal nach Hogwarts kam, als ich
begriff, das der Krieg wirklich vorüber war. Ich kannte jahrelang nichts
anderes als Krieg, und es war schwer für mich, mich dem Frieden anzupassen.
Schwer, meine Verteidigung fallen zu lassen. Schwer, aufzuhören darauf zu
warten, das das dunkle Mal anfängt zu brennen, als würde Voldemort mich rufen.
Oh, es verblaßte mit der Zeit, aber die Erinnerungen an das Brennen waren
frisch und roh.
Also,
Frieden. Sobald ich es wirklich verstand, wußte ich kaum, wie ich mich
verhalten sollte. Zum ersten Mal in meinem Leben als Erwachsener stand es mir
frei, darüber nachzudenken, was ich wollte. Frei, meine eigenen Entscheidungen
zu treffen, und frei aufzuhören, den Aphodill und Beifuß zu nehmen, welche mein
einziger Trost in all den Jahren gewesen waren.
Ich
glaube, es war nicht verwunderlich, für mich nicht, als ich schließlich
begriff, das ich auch frei war, jener Hexe, die ich erwählte, den Hof zu
machen. Es war eine erschreckende Erkenntnis - ich ließ beinahe Lupins
Wolfsbanntank fallen, als sie mich überkam. Glücklicherweise hatte ich gute
Reflexe.
Aber
wer würde mich wollen? Und andererseits, mit welcher Hexe würde ich mein Leben
teilen wollen, mein Leben, meine Leidenschaften, meine innersten Gedanken? Es
gab nicht viele. Ich schob den Gedanken in den hintersten Winkel meines Kopfes
zurück und begann, mich auf ein weiteres Jahr des Unterrichtens vorzubereiten.
Und dann stellte sich mein Leben schlagartig auf den Kopf.
Sie
kam nach Hogwarts zurück, um alte Runen zu unterrichten. Miss Granger, frühere
Ich-weiß-alles, die mich mit ihrem Handwedeln sieben Jahre lang geplagt hatte.
Ich erkannte sie nicht, bis Minerva sie auf der Personalsitzung vorstellte.
Sie
hatte dieses wilde und buschige Haar in etwas Weiches und Glattes gezähmt. Sie
war zu einer bemerkenswerten Frau herangewachsen, nicht schön im klassischen
Sinn. Dieses Treffen ließ in mir keinen Zweifel, das sie immer noch so
scharfsinnig wie früher war. Sie hatte in den letzten Jahren Taktgefühl
gelernt. Es stand ihr gut und ich erinnere mich daran, das das Arbeiten mit ihr
wirklich angenehm werden würde.
Ich
war zwar 20 Jahre älter als sie, aber Zauberer sind bekannt für ihre langen
Leben. Zwei Jahrzehnte sind nur ein Tropfen in einen Eimer, im Gegensatz zu
zwei Jahrhunderten. Sie war Achtundzwanzig, eine Erwachsene nach jedem
Standard. Alter war keine Barriere.
Wir
redeten, zuerst nur kollegial, später immer öfter. Unsere Diskussionen
erweiterten sich, um andere Dinge wie Bücher, Kochen, Kunst einzuschließen.
Dinge die ich früher geliebt, aber nie Zeit hatte, um darüber zu reden, und so
kam ich dazu, fast ohne es zu begreifen, ihr den Hof zu machen. Die Tage
erschienen irgendwie unvollständig, wenn wir einander nicht sahen, nicht
miteinander sprachen. Ich erfand Entschuldigungen, um mit ihr zu sprechen. Sie
machte dasselbe und wir lachten darüber.
Kurz
vor Ende des Frühjahrssemesters fragte ich sie, ob sie mich heiraten würde, und
sie sagte ja. Mein Timing war vielleicht nicht das Beste, sie hatte Pläne
geschmiedet, um den Sommer mit ihren Freunden zu verbringen. Sie wollte sie
nicht Hals über Kopf ändern. Ich war zu glücklich, um Einwände dagegen zu
haben. Der Sommer war kurz, und dann würden wir zusammen sein, wir planten, im
Laufe der Winterferien zu heiraten.
Der
Sommer ging schnell vorüber und ich war beschäftigt, versuchsweise Pläne für
unser gemeinsames Leben zu machen, natürlich alles mit Hermines Einverständnis.
Ich kaufte ihr eine Eule, die unsere Korrespondenz übermittelte, weil wir uns
fast jeden Tag schrieben. Sie hatte erwähnt, ein Haus auf dem Land zu wollen,
also begann ich nach einem zu suchen. Natürlich mußte es genügend Zimmer für
unsere Bücher geben - ihre Sammlung war ebenso riesig wie meine, mit
überraschend wenig Überschneidungen, und dann gab es Pläne für die Hochzeit
selbst. So hielt ich mich selbst beschäftigt.
Sie
schien in den ersten Tagen ihrer Rückkehr etwas zurückgezogen, und als ich sie
fragte, sagte sie, das sie übermüdet sei und ob sie für einige Nächte früher zu
Bett gehen könne. Natürlich stimmte ich dem zu. Ich konnte nicht anders als mir
zu wünschen, das sie über unsere bevorstehende Hochzeit etwas begeisterter
wäre. Sie weigerte sich, darüber zu sprechen.
Nach
einer Woche begann ich mir Sorgen zu machen. Es gab Pläne, die beendet werden
mußten. Wir mußten über unsere Zukunft sprechen. Ich vermißte das leichte Geben
und Nehmen unserer weitläufigen Unterhaltungen. An einem verregneten Freitag,
als sie nicht da war, pflückte ich eine weiße Rose aus dem Garten und brachte
sie in ihr Zimmer hinauf, um sie als Zeichen auf ihrem Kissen zu hinterlassen.
Ich
legte die Blume auf ihr Bett und als ich mich umdrehte, um den Raum zu
verlassen, bemerkte ich, daß eines ihrer Pergamente auf dem Schreibtisch
zurückgeblieben war. Ich wußte nicht, wie ich an es gelangte, aber ich konnte
nicht anders als es zu lesen.
Mein
liebster Schatz,
bald,
bald werden wir für immer zusammen sein! Bitte hab mit mir noch ein wenig
Geduld, es gibt noch ein paar Dinge, die ich klären muß. Ich will, daß unser
neues, gemeinsames Leben frei von irgendwelchen Verwicklungen ist.
Dein
Ein und Alles
Hermine
Ich
lächelte, als ich es las und verließ ruhig ihr Zimmer. Ihre Eule würde
wahrscheinlich heute, vielleicht sogar noch vor dem Mittagessen, kommen und an
meinem Fenstersims klopfen. Ich würde ihr in die Augen sehen und lächeln, und
sie würde wissen, daß ich verstanden habe.
Der
Regen hielt den ganzen Tag an. Ein kalter, nasser Regen.
Ich
war eigentlich überrascht, daß sie mir nur einen wütenden Blick beim
Mittagessen zuwarf, und mich weiter ignorierte. Sie ging, sobald das
einigermaßen möglich war, und ich folgte ihr.
"Geh
weg, Severus." Sie hielt in der Mitte des Flures an.
"Verschwinde."
"Aber."
Ich hatte keine Chance mehr zu sagen. Sie nahm den Ring, den ich ihr gegeben
hatte und warf ihn auf mich.
"Du
dummer Bastard, dachtest du wirklich, das ich mich um dich sorgen würde? Wir
sind fertig miteinander! Fertig! Hörst Du mich?"
Ich
kniete nieder und nahm den Ring auf. "Ich dachte... ich verstehe
nicht."
"Natürlich
tust Du das nicht. Du weißt nichts. Du bist alt! Du bist jämmerlich! Du
bedeutest mir nichts!"
"Hermine,
bitte!"
"Verschwinde
einfach, Severus. Ich will Dich nicht länger sehn."
Mit
aller Würde, die ich noch aufbringen konnte, es war nicht viel unter diesen
Umständen, ging ich. Meine Gefühle waren ein Wirbel der Verwirrung, und es
schmerzte. Es ist sonderbar, wie sehr Liebe schmerzen konnte.
Ich
ging nicht zum Frühstück oder Mittagessen am nächsten Tag. Ich hoffte, sie
würde zu mir kommen und sagen, daß sie es nicht so gemeint hatte. Ich hoffte,
daß sie mein Herz nicht in tausend Stücke zerschmettern würde.
Sie
kam nicht.
Ich
ging zum Mittagessen in die Große Halle, um mit Albus darüber zu sprechen, am
Ende des Jahres zurückzutreten. Ich konnte es nicht ertragen hier zu bleiben,
wo mich alles an sie erinnern würde.
Als
ich durch die Halle schritt, hörte ich ein gedämpftes Geräusch aus einem der
Klassenzimmer. Ich stoppte, um dann nachzuforschen.
Sie
war dort, umschlossen in einer engen Umarmung mit dem jüngsten Weasley-Sohn. Er
hatte seine Hände überall an ihr - etwas, was sie mir nie erlaubt hatte. Ich
beobachtete sie, bis ich schließlich wußte, worauf es hinauslaufen würde; er
war dabei, sie direkt auf dem Fußboden des Klassenzimmers zu nehmen. Dann
verließ ich sie wieder.
Der
Wirbel in meinen Gedanken war weg, durch brennende Wut ersetzt. Meine Hände
zitterten, als ich in meine Quartiere zurückging. Ich konnte nicht daran
denken. WOLLTE nicht daran denken, und doch würde ich sie jedes Mal sehn, wenn
ich meine Augen diese Nacht schloß. Sehen, wie ER sie berührte. SIE sehen, wie
sie ihn ermutigte.
Ich
konnte es nicht ertragen. Ich ging meinen Weg zum Klassenzimmer zurück, halb
annehmend, daß sie gegangen wären, halb hoffend das sie gegangen wären. Ich
weiß nicht, OB ich überhaupt dachte. Aber sie waren noch dort, auf dem Boden
liegend und nach Schweiß und Sex riechend.
Ich
tötete sie. Ich tötete sie für den Verrat und ihn, weil er weggenommen hatte,
was einmal mir gehörte. Die Gerichtsverhandlung war nur Formalität. Sie
zerbrachen meinen Zauberstab und verurteilten mich zum Tode.
In
den Tagen, bevor sie in Askaban Dementoren hatten, wurden zum Tode verurteilte
Zauberer und Hexen verbrannt, gehängt oder ertränkt. Jetzt, da die Dementoren
wieder weg sind, werden sie zu den alten Wegen zurückkehren.
Sie
hängen mich heute Abend.