DAS FEUER UND DIE ROSE - 2. Roman
(THE FIRE AND THE ROSE - 2)


von Metro Vampire und Rhosymedre


Übersetzung: Shoshana


Feedback: Anne und Abby




Teil 23 - 25 (ENDE)



December 23rd

Teil 23 - 23. Dezember

 

Lange bevor die Sonne auch nur daran dachte aufzugehen, wachte Hermine mit dem sicheren Gefühl auf, dass etwas an diesem Tag merkwürdig war. Nach einem Moment wurde ihr bewusst, dass sie sich nicht aus dem Bett quälen und hinunter in die Kerker gehen musste, um soviel wie nur irgend möglich an den Gesichtscremes und Körperlotionen zu arbeiten.

 

Unter diesen Umständen, dachte sie glücklich, würde sie sich einen lang gewünschten Morgen im Bett gönnen, gefolgt von einem faulen Bad und einem späten Frühstück. Sie kuschelte sich wieder unter die Decke, schloss ihre Augen, streckte ihre Zehen und machte sich bereit für einen schönen, langen Schlaf, begleitet von glücklichen Gedanken an ein weiteres Weihnachtsfest in Hogwarts.

 

Nichts passierte.

Zu viele frühe Morgenstunden bewirkten, dass ihr Gehirn sich automatisch in Gang setzte, ungeachtet des inbrünstigen Verlangens ihres Körpers, sich zurück in den Schlaf fallen zu lassen.

Verdammter Mist

Das war einfach nicht fair. Sie blieb noch eine Weile liegen, versuchte angestrengt, aber erfolglos, wieder einzuschlafen bis ihre Muskeln anfingen, sich bei der Anstrengung sich zu entspannen, verkrampften. Seufzend drehte sie sich auf den Rücken und streckte sich. Die Augen noch immer geschlossen, versuchte sie ihre Gedanken wandern zu lassen.

Wie vorauszusehen, wanderten sie in Richtung der unteren Regionen des Schlosses. Zu den Kerkern, wenn man genau sein wollte. Zu dem Bewohner dieser Kerker, wenn man genau und ehrlich sein wollte.

Und, noch genauer, zu den Ereignissen des vorangegangenen Tages. Sie hatten natürlich die Früchte ihres gemeinsamen Frondienstes an die magentarote Bedrohung übergeben, aber das war es nicht, an das sie dachte.

Sie rief sich den Teil der Unterhaltung ins Gedächtnis, bei dem sie, einen ungeschützten Moment lang, dachte, das doch noch etwas vorhanden war aus diesem langen, bizarren und wunderbaren Abschlussjahr. Das perfekte und unausgesprochene Verstehen, entspannt und friedlich, etwas, was man nicht suchte, jedoch im geheimen herbeiwünschte und bedauerte. Ein Moment, in dem sie fast ihre Hand ausgestreckt und mit einem Finger über sein Gesicht gefahren wäre, über die vertrauten Linien und Kurven, sie wollte ihn einfach nur berühren und hätte dabei gewusst, wie sein Körper auf diese Berührung reagieren würde, gerade so, als wäre es ihr eigener. Und er hätte sie nicht aufgehalten. Zumindest hätte er sie wahrscheinlich nicht aufgehalten. Nun ja, sie nahm nicht an, dass er sie aufgehalten hätte. Vielleicht sollte man eher sagen, er hätte es toleriert. Aber sie würde niemals wissen, was hätte passieren können, weil Parvati - mit ihrem Talent, immer zum falschen Zeitpunkt aufzutauchen, was sich seit der Schulzeit nicht verbessert zu haben schien - unvermittelt in den Raum gekommen war und dieser Augenblick damit vorüber war.

Sie seufzte.

Sie konnte es genau so gut realistisch betrachten, dachte sie. Es musste die Erleichterung über das Ende der Arbeit gewesen sein. Oder einfach Unaufmerksamkeit. Oder vielleicht hatte Parvatis Annäherungsversuch neulich ihre Gegenwart für ihn attraktiver gemacht. Sie schnaubte etwas. Was für eine Ehre: Geringfügig weniger abstoßend als Parvati Patil.

Und doch, es hatte diesen Moment gegeben in dem sie einander berührt hatten und er nicht vor ihr zurückgewichen war. Ganz sicher war er nicht vor ihr zurückgescheut, so wie vor Parvati, als diese ihn zwei Stunden lang durch das Labor verfolgt und mit Fragen über ihre Arbeit bombardiert hatte. Hermine grinste in die Dunkelheit und war für einen Moment durch die Erinnerung daran abgelenkt. Snape zu beobachten, wie er der räuberischen Patil auswich hatte fast ausgereicht, sie für den nervenzerfetzenden Stress der vergangenen zwei Wochen zu entschädigen. Ihr Grinsen verschwand, als sie an deren Aufmerksamkeit - Aufmerksamkeit? dachte. Warum es nicht beim Namen nennen: kriecherische Schmeichelei - das war es, mit dem Parvati Snape überschüttet hatte. Snape du meine Güte. Der Mann, dessen Unterricht sie nicht schnell genug verlassen konnte. Der Mann, über den sie sich sieben lange Jahre beschwert hatte. Der miese, sarkastische, hässliche, schmierige, böse Bastard. Dieser Snape.

Sie wand sich unter den Laken, unerklärlicherweise aufgebracht. Wie kam es eigentlich, dass Parvati plötzlich so an ihm interessiert war? Im Grunde hatte er sich seit ihrer Schulzeit nicht verändert. Er hatte lediglich die Produkte getestet, das war der Grund, warum seine Haare in einem besseren Zustand und seine Haut irgendwie klarer war - es befriedigte sie sehr, dass er endlich gezwungen war, etwas anderes als diese grässliche Allzweck-Haushaltsseife für seine persönliche Hygiene zu benutzen. Verärgert verzog sie ihr Gesicht bei der Erinnerung an die klebrigen Überreste auf ihrem Haar und ihrer Haut, die kein noch so langes Abspülen mit heißem Wasser wegwaschen konnte. Und sie musste zugeben, das ein Leben ohne konstante Angst vor Entdeckung und Folter jeden ein wenig zugänglicher machen würde - theoretisch zumindest - aber er war noch immer der Snape, den sie von der Schule her kannte.

Der Snape, der ihre Arbeit kritisierte. Der sie völlig ignorierte, wenn er auf etwas anderes konzentriert war. Der sich nicht teilnahmsvoll erkundigte, wie ihr Tag gewesen war. Der nicht ihren Stuhl zurecht rückte oder ihr Glas füllte. Der sie ihre Sachen machen ließ, ohne nach einem Fortschritt zu fragen. Der wusste, wie sie ihren Arbeitsbereich geordnet haben wollte und wie sie ihren Kaffee trank. Der wusste, was sie lustig finden und was sie verärgern würde. Der dieses Wissen benützen könnte um sie zu ärgern, wenn er wollte.

Der Snape, der keine Veranlassung sah sein Verhalten zu ändern, um die Vorstellung anderer von akzeptablem Benehmen zu erfüllen und der, in der Konsequenz, dieses auch nicht von anderen erwartete.

Der Snape, in dessen Gegenwart sie sie selbst sein konnte.

Ja. Er war genau der Snape, den sie aus ihrer Schulzeit erinnerte.

Oh Gott.

Hermine hob ihren Kopf und schlug ihn mehrere Male auf das Kopfkissen, als ob das irgendetwas an den Tatsachen ändern könnte. Das Wissen, das sie versucht hatte unter Mengen von Arbeit zu vergraben, stellte sich wieder ein, Queroz und zuletzt Minervas Whiskey kamen anmarschiert und schlugen an vorderster Front ihres Verstandes ihre Zelte auf und weigerten sich eigensinnig zu verschwinden.

Sie musste mit Snape reden. Er würde natürlich lachen oder höhnisch lächeln, oder beides und es würde eine Katastrophe werden, aber nachdem sie zu diesem Schluss gekommen war, konnte sie es nicht einfach ignorieren. Hermine Granger war nicht grundlos in das Hause Gryffindor gewählt worden.

Diese Aussicht ließ eine leichte Übelkeit aufsteigen.

Sie verwarf die Idee, den Morgen im Bett zu verbringen und stand auf. Irgendwann während ihrer Überlegungen waren die Feuer in ihren Räumen angezündet worden, so musste sie nicht frieren. Sie fand ihren Kaffeetopf - der gleiche wie Snapes und eines der „unentbehrlichen Dinge", die sie von zu Hause mitgebracht hatte - und füllte das Unterteil mit Wasser.

Bis der Topf fertig war, war es ihr gelungen kurz zu duschen - soviel zu ihrer ursprünglichen Idee eines langen Bades - und sich anzuziehen. Sie schenkte sich Kaffee ein und ging hinüber zu dem Advent Kalender, der auf einem der Bücherregale aufgebaut war. Der Engel sah schon etwas sehr ramponiert aus, seine anmutigen Umrisse wurden von kleinen Papptüren und Bildchen unterbrochen. Sie fand Nummer dreiundzwanzig und öffnete die Tür mit einigen Schwierigkeiten; sie wollte sie nicht gerne zerreißen und nach zwei Wochen intensiver Arbeit im Labor waren ihre Nägel sehr kurz.

Innen waren drei prachtvoll gekleidete Männer zu sehen, die ein juwelenbesetztes Kästchen trugen. Die Weisen aus dem Morgenland, die Geschenke - in diesem Falle schon vor der Geburt - für den Säugling Christus brachten. Das brachte sie zu einer anderen, eher nüchternen Überlegung; Parvatis Zeitplan hatte ihr keine Zeit für das Besorgen von irgendwelchen Weihnachtsgeschenken gelassen.

Das bedeutete, dass die Konfrontation mit Snape verschoben werden musste. Es war, dachte Hermine, nicht sicher was besser war; eine „Unterhaltung" mit Snape, oder ein Morgen in Hogsmeade zwei Tage vor Weihnachten. Wie auch immer, die Einkäufe mussten erledigt werden und es war wahrscheinlich besser es jetzt zu tun und zu erledigen.

Ihren Kaffee trinkend setzte sie sich hin und schrieb eine Liste. Die üblichen Verdächtigen kamen an die Spitze - Harry, Ron, Ginny, Molly und Arthur Weasley, Dumbledore. Minerva. Glücklicherweise hatte sie es noch geschafft, das Geschenk für ihre Eltern per Post nach St. Helena zu schicken. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass das Ministerium besonders erfreut wäre, wenn sie ein ganzes Muggel-Kreuzfahrtschiff mit einem Vergessenszauber belegen müssten, nur weil eine englische Schleiereule auf den Westindischen Inseln mit einem Packet aufkreuzte.

Blieb noch die Frage nach Snape. Die nebensächliche genauso wie die hauptsächliche Frage. Sollte sie ihm ein Weihnachtsgeschenk kaufen? Sie kaute an ihrer Schreibfeder. Nach einigen weiteren Überlegungen schrieb sie „Severus" auf ihre Liste. Sie konnte das Geschenk immer noch bei Dumbledore lassen, falls es Probleme geben sollte. Und was wollte sie ihm schenken? Sie beschloss einfach in Hogsmeade umher zu schlendern und auf eine Inspiration zu hoffen.

Ja, das war die richtige Reihenfolge. Erst die Geschenke-Frage regeln und Karten und Briefe verschicken und dann, wenn sie das aus dem Kopf los war, Snape in Angriff nehmen. Heute noch, etwas später, vielleicht. Oder vielleicht morgen. Sie mochte eine Gryffindor sein, aber im Laufe der Jahre hatte sie gelernt, das Umsicht der bessere Teil von Mut war. Und manchmal bedeutete ein Aufschub den besseren Teil von Umsicht. Hier war das eindeutig der Fall.

Zufrieden mit ihrer Entscheidung ging sie zum Frühstück.

 

 

 

 

Teil 24 - 24. Dezember

 

Freizeit wurde eindeutig überbewertet. Ein Tag davon und Snape war bereits völlig genervt; er weigerte sich in Erwägung zu ziehen, dass das weniger mit Freizeit an sich sondern mehr damit zu tun hatte, dass er Hermine seit mehr als vierundzwanzig Stunden nicht gesehen hatte, zum ersten Mal in Wochen.

 

Sie war natürlich noch in Hogwarts. Sie hatte Dumbledores Einladung angenommen und ihn dabei angesehen; er versuchte immer noch dahinter zu kommen, was sie mit diesem Blick ausdrücken wollte. Wollte sie sehen, ob es ihn störte? Ob er auch nur im geringsten daran interessiert wäre? Ob er protestieren würde?

 

Diese Augenblicke waren es, die ihn daran erinnerten dass zehn Jahre vergangen waren, seit er sie so gut wie sich selbst gekannt hatte; zehn Jahre in denen sie sich verändert hatte, erwachsen geworden war. Er konnte nicht mehr genau erkennen, was ihr durch den Kopf ging, wenn er sie ansah. Dies alles machte die Dinge interessanter aber auch komplizierter. Wenn er sie noch immer so gut kennen würde, dann würde es alles in Frage stellen. Sie hätte sich nicht verändert, wäre nicht erwachsen geworden und letztendlich auch weniger interessant. Sie wäre nicht Hermine.

 

All diese Überlegungen brachten gar nichts und waren einfach nur nervtötend. Snape fing an, sich mit sich selbst und den immer wiederkehrenden Gedanken die durch seinen Kopf kreisten zu langweilen. Es war an der Zeit loszugehen und etwas sinnvolles zu tun.

Am vorigen Tag war er in London gewesen, sozusagen spontan. In den Vormittagsstunden war er durch die Schulkorridore gewandert, hatte aus reiner Pervertiertheit in seinen Räumen Kaffee getrunken und so nebenbei entdeckt, dass Hermine nach Hogsmeade gegangen war.

Seine erste Idee war, ihr zu folgen; letztendlich brauchte er einige Weihnachtsgeschenke. Es war eine lästige Pflicht aber im allgemeinen fand er zumindest etwas für Dumbledore und McGonagall. Vor langer Zeit hatte er auch etwas für Hermine gefunden.

Aber Vorsicht hielt ihn zurück; wenn er nach Hogsmeade ginge, würde er mit ziemlicher Sicherheit Hermine treffen. Würde sie glauben, dass er ihr absichtlich folgte? Weitere Absichten, weitere Überlegungen, bis er schon auf dem Weg ins Dorf war und dann apparierte er plötzlich nach London.

London war, näher betrachtet, keiner seiner besseren Entscheidungen gewesen. Die Strassen waren überfüllt - in Mugglegegenden genauso wie in Zauberergegenden - mit Leuten, die ohne erkennbares Ziel dahin eilten und einer gewissen Hysterie in der Luft. Am Ende erledigte er seine Einkäufe mehr mit Glück denn mit Planung und die Resultate, eingewickelt in Silberpapier, lagen jetzt auf seinem Schreibtisch.

Snape starrte auf den kleinen Geschenkstapel, versuchte, seine Gedanken zum Schweigen zu bringen und einfach zu sein. Der Kaffee in dem Becher den er in den Händen hielt wurde kalt, bevor er dazu kam, davon zu trinken und er verzog das Gesicht. Er zwang sich aus dem Sessel aufzustehen, versuchte sich von seiner Frustration und Verärgerung zu lösen, dachte darüber nach ob es in Ordnung war nachzuschauen, ob Hermine noch im Schloss war und schenkte sich dann noch einen Kaffee ein.

Er hatte den Kaffeetopf gerade wieder auf den Herd gestellt als es an der Tür klopfte. Er starrte sie an, unterdrückte die unfreiwillige Hoffnung und stellte seinen Becher neben dem Herd ab. Er ging hinüber zur Tür, öffnete sie und stand Hermine gegenüber.

Erschrocken starrte er sie einfach nur an, bis ein befremdlicher Ausdruck von Angst vermischt mit Entschlossenheit über ihr Gesicht ging.

„Darf ich hereinkommen?"

Er nickte nur und trat zurück um sie hereinzulassen.

„Ich dachte, ich sollte dieses Mal anklopfen - wir arbeiten nicht mehr an dem Projekt und ich war nicht sicher, ob Du hier sein würdest und ..."

Sie war nervös; dieser Tick ohne Punkt und Komma zu reden war einer der Dinge, die sich nicht verändert hatten. Snape nahm seinen Becher und zog eine Augenbraue hoch, das Fehlen ihrer sonstigen Selbstbeherrschung hatte eine beruhigende Wirkung auf ihn. Er hatte keine Ahnung, warum sie nervös war, aber es war irgendwie angenehm sie in dieser Verfassung in seinen Räumen stehen zu sehen und nicht so vollkommen selbstsicher wie sonst. Hermine hörte plötzlich auf zu sprechen, ihr war offensichtlich bewusst geworden, wie ihre Worte schneller und schneller hervorkamen.

„Kaffee?"

Sie nickte und er schenkte einen Becher für sie ein, den er ihr hinüberreichte als sie beide vor dem Herd standen. Ihre Finger strichen über seinen Handrücken als sie den Becher annahm; er hatte Mühe ein Zittern zu unterdrücken.

Genauso ging es offensichtlich Hermine - oder war das nur Wunschdenken?

Snape, das erste Mal seit viel zu vielen Jahren, gab seinem Wunschdenken nach und wandte sich Hermine zu. Sie sah zu ihm auf als er vor ihr stand und er sah die Fragen in ihren Augen; die Angst, die er bei ihrem Eintritt in ihnen gesehen hatte war jetzt verschwunden.

„Hättest Du Lust auf einen Spaziergang?"

Das war eigentlich nicht die Frage die er vorhatte zu stellen; die wäre sehr viel direkter und auf den Punkt gewesen, aber irgendwo zwischen Vorhaben und Ausführung hatten sich die Worte verändert.

„Ähm - ja. Ja, das würde ich gerne tun." Hermine war über seine Frage genauso überrascht wie er. „Lass mich eben meinen Mantel holen."

Plötzlich schien es wichtig, sie keine Minute aus den Augen zu lassen und Snape hielt Hermine auf, als sie sich zum Gehen wandte, seine Hand lag leicht auf ihrem Arm. Beide sahen auf seine Hand - lange, blasse Finger auf dem reinen Schwarz ihrer Robe - und dann einander an. Er zog den Atem ein, wieder überrascht über das Zittern seines Atemzuges.

„Lass mich ... „ sagte er und machte eine Geste mit seiner freien Hand, ‚Accio' murmelnd. Einer seiner Mäntel flog in seine Hand; ein weiteres Murmeln reduzierte ihn auf Hermines Größe und er legte ihn um ihre Schultern und schloss die schwarz gerippte Fibel an ihrem Hals, bevor er einen anderen Mantel für sich herbeischweben ließ. Er war sich sehr bewusst, dass Hermine dabei sein Gesicht die ganze Zeit nicht aus den Augen ließ, der Ausdruck der anfangs verwirrt und dann hoffnungsvoll war - auch wenn der letztere vermutlich mal wieder nur Wunschdenken war. Aber immerhin war sie nicht vor ihm zurückgewichen, oder vor seiner Berührung und er hatte ihre Wange berührt als er den Mantel schloss. Wenn er sonst nichts hatte, so blieb ihm doch diese Berührung.

Es lag wieder sehr viel Schnee im tiefsten Schottischen Winter und sie verließen den ausgetretenen Pfad als sie kreuz und quer über das Schulgelände wanderten. Sie hielten, um Kräuter in dem geschützten Garten hinter den Gewächshäusern zu pflücken, der Duft des Rosmarins lag in der Luft, er wurde für medizinische Tränke gebraucht - erst nach Weihnachten zwar, aber das Kraut musste erst trocknen, bevor es verarbeitet werden konnte.

Irgendwo in den Gärten hatte Snape Hermine über eine niedrige Mauer geholfen; irgendwie vergaß er ihre Hand wieder loszulassen, nachdem sie drüber war. Sie hatte anscheinend ebenfalls nicht vor loszulassen.

Sie trafen niemanden unterwegs und hörten nur die Geräusche des Winters - Schnee, der gelegentlich vom Wind von den Bäumen geschüttelt wurde, das Krachen und Stöhnen des gefrorenen Sees - und das Geräusch ihrer eigenen Stimmen, die in der frostigen Luft weich klangen und beim Sprechen Dampfwolken bildeten. Das Gespräch drehte sich hauptsächlich um sachliche Themen, Diskussionen um neueste Artikel und trockner Sarkasmus - von beiden Seiten - als sie sich kritisch über die kürzliche Veröffentlichung von bestürzend schlecht recherchiertem Material austauschten. Irgendwo in dem Schnee und der Kälte lebte ein harmonisches Verhältnis, das 12 lange Jahre geruht hatte, still wieder auf und bahnte sich seinen Weg durch Schichten von Unsicherheit und gedämpfter Hoffnung.

Als die Dämmerung von den Bergen herabstieg und die Schule einhüllte, den Schnee wie Feuer erscheinen ließ mit ihrem Sonnengold, machten sich Snape und Hermine auf den Weg zurück in die Kerker, zu seinen Räumen. Die Unterhaltung hatte genug zum Verständnis beigetragen - jedenfalls hoffte er das. Sie fühlten sich wohl miteinander und es war sehr lange her, dass er sich in der Gegenwart eines anderen Menschen wohl gefühlt hatte - obwohl das, was er fühlte, während sie etwas tropfend vor dem Ofen standen, nicht ausschließlich Behaglichkeit war. Das Feuer in dem Eisernen Gestell war kürzlich versorgt worden und der Kaffeetopf, der darauf stand, trocknete aus; im Zimmer war es nach der Kälte draußen fast zu warm.

Snape schüttelte seinen eigenen Mantel ab und hielt Hermines Hand fest, als sie ihren öffnen wollte; er öffnete den Umhang so vorsichtig wie er ihn geschlossen hatte. Seine Hand strich wieder über ihr Gesicht; dieses Mal lehnte sie sich in die Berührung hinein, wobei sie ihn dabei nicht aus den Augen ließ. Er nahm den Umhang von ihren Schultern, ließ ihn einfach hinter ihr auf den Boden fallen und stand vor ihr, seine Hände auf ihren Schultern. Er konnte sich einfach nicht dazu bringen, sich zu bewegen, den Zauber zu brechen. Es war nicht wirklich, auch nach alledem nicht. Es konnte einfach nicht wahr sein.

Hermine berührte seinen Mund mit ihrem und bewies ihm damit das Gegenteil; es war absolut wirklich, eine warme Wirklichkeit, die seine Lippen liebkoste - und seine Erwiderung ließen Erfahrung und Phantasie hinter sich, seine Arme zogen sie an sich als er sich dem Kuss hingab.

Und dann ... dann verstand Snape endlich, als Aktion und Reaktion sich in reine Freude verwandelte bis die Zeit wieder langsamer lief und er bemerkte, wie er sich wieder vertraut machte mit einem Körper, den er einmal so gut gekannt hatte wie seinen eigenen. Hatte dies immer noch .... oh ja, es hatte ganz eindeutig immer noch die gleiche Wirkung. Der sich windende, aufbäumende Körper unter ihm, der Biss in seine Schulter, sofort mit einem Kuss besänftigt, war ein ausreichender Beweis dieser These.

Und das - sein Ausprobieren kam zu einem abrupten Halt als Hermine ihrerseits mit dem Testen eigener Hypothesen begann; er nahm an, das sie sich, genau wie er, wieder mit seinem Körper vertraut machte. Ihrem alten Körper. Irgendwie narbiger, aber doch weniger verändert als ihrer. Immer noch ... oh, bitte .... in der Lage zu .....

Schließlich war Snape wieder vernünftiger Gedanken fähig und nahm Hermines Grinsen wahr. Sie sah übermäßig zufrieden mit sich selbst aus, dachte er, konnte diesen Gedanken aber nicht weiter verfolgen, da ihre Zunge kurz Lippen leckte die bereits feucht schimmerten. Er schüttelte den Kopf über seine eigene Schwäche und konzentrierte sich wieder auf Hermine; seine Hände wanderten von ihren Schultern hinunter auf ihre Brüste - sie waren etwas voller als sie es mit 18 gewesen waren. Die Brustwarzen waren etwas dunkler als er sie vom Spiegelbild erinnerte, die Kurve ihrer Taille und Hüfte war etwas ausgeprägter und die Muskeln dort fester. Er fragte sich kurz, welche Übungen sie wohl machte und verlor sich dann wieder in der eigenen Übung, erneut zu lernen wie sie schmeckte.

 

 

 

 

Teil 25 - 25. Dezember

Die Uhr schlug fünfundzwanzig mal, durch einen Trick der Schlossakustik - oder vielleicht war es auch nur ein spezieller Weihnachtszauber von Dumbledore - drangen die Töne bis zu den Kerkern durch und verkündeten den Beginn dieses besonderen Tages.

Hermine lag mit geschlossenen Augen, erlaubte all ihren anderen Sinnen den Mann neben ihr zu erfühlen, der nun ganz ruhig war, vielleicht schlief er sogar etwas, nach diesem ersten Ausbruch der Leidenschaft. Sie konnte den Zeitpunkt nicht recht erfassen, an dem sie am vorherigen Tage angefangen hatte, Hoffnung zu schöpfen; als er sie fragte, ob sie mit ihm spazieren gehen würde vielleicht. Oder als es schien, dass er sie nicht zurück in ihr Zimmer gehen lassen wollte, nicht einmal um ihren Mantel zu holen. Oder in dem alten Garten als sich ihre Hände umklammerten und nicht mehr los ließen. Oder während der Unterhaltung, oder in einem der Myriaden von Momenten in denen gesprochene Skizzen so gut waren wie ein fertiges Bild . Bis sie in seine Räume zurückkehrten, hatte sich ihre Hoffnung in Zuversicht gewandelt und sie konnte aufhören, sich blöde vorzukommen, weil sie sich mit einigen - Verhütungs - Zaubern eingedeckt hatte, bevor sie ihre Räume verließ. Und einige Zeit danach stellte sie fest, dass, weit entfernt davon vergessen worden zu sein, Snape jedes einzelne der exquisiten Details erinnerte.

Hatte er sich verändert? Sie war sich nicht sicher. Er war immer noch schwierig und verschlossen, das war sicher. Er hatte zu viele Jahre mit Misstrauen und einer Doppel-Existenz durchlebt um das ablegen zu können. Sie sandte ein schiefes Lächeln zur Schlafzimmerdecke. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass, sollte er sich plötzlich aufführen wie Peregrine Queroz, er nicht mehr Severus Snape wäre; es würde einfach nicht passen. Aber die Hinderungsgründe bestehend aus Alter, Status und Voldemort existierten nicht mehr. Es wäre möglich, dass sie dieses mal eine Chance hätten.

Sie bewegte ihre Hand ein wenig um sein Haar zu berühren. Das war ohne Zweifel besser, aber sie war so damit beschäftigt gewesen, sich über den Mann zu ärgern, dass sie den Unterschied gar nicht bemerkt hatte. Es hatte Parvatis Flirt gebraucht um sie darauf aufmerksam zu machen - was möglicherweise bedeutete, dass Snape so schnell wie möglich zu dem Gebrauch von Haushaltsseife zurückkehrte und wenn auch nur, um damit eine Wiederholung dieser Szene zu vermeiden.

Im Rückblick konnte sie den humorigen Aspekt der ganzen Angelegenheit durchaus würdigen. Sie unterdrückte ein plötzliches Kichern und dieser Bewegung folgte ein undeutliches Murmeln von Snape. Sie hatte ihn gestört oder vielleicht hatte er ja auch gar nicht richtig geschlafen.

Sie gab ihm einen kleinen Kuss auf die Stirn.

„Fröhliche Weihnachten," sagte sie weich.

Er schob sich an sie und machte ein Geräusch, dass man als Frage auslegen konnte.

„Ich habe die Uhr gehört," erklärte sie.

Er machte ein anderes Geräusch und sagte irgendetwas undeutlich und höhnisch, sie konnte jedoch die Worte „Dumbledore" und „idiotisch" sehr wohl heraus hören.

Sie lächelte wieder und kuschelte sich an ihn, um eine Reihe kleiner Küsse erst entlang seines Wangenknochens zu platzieren und dann auf seinen Mund. Er drehte seinen Kopf um ihren Kuss zu erwidern und für einen Moment verlor sie sich wieder in ihm als sich ihre Zungen trafen.

Sie fühlte, wie eine seiner Hände anfing über ihre Hüfte zu streicheln und sie drückte sich gegen ihn, und brachte damit ihr Bein noch näher zu ihm. Sie konnte seine Erregung fühlen, die sie wissen ließ, dass nicht nur sein Mund und seine Hände auf sie reagierten. Die streichelnde Hand bewegte sich über die Muskeln ihre Rückens zu den Seiten ihrer Brüste. Sie seufzte genussvoll und gab dem zärtlichen Druck nach, indem sie sich auf den Rücken rollen ließ und damit seinen Händen und seinem Mund freien Zugang zu ihr ermöglichte.

Er nutzte diesen Vorteil sehr schnell aus. Er küsste ihren Hals dort wo er eine Kuhle bildete und nahm dann eine ihrer Brustwarzen in seinen Mund. Sie wölbte sich ihm entgegen, als er anfing sie zu lecken, zu reizen und zu saugen während ein fauler Daumen die Spitze ihrer anderen Brust rieb, was elektrische Schauer ihr Rückgrat hinunter sandte direkt zu dem Ort zwischen ihren Beinen, der schon angeschwollen und halb aufgerichtet von ihrem vorhergehenden Beisammensein war. Unruhig bewegte sie ihre Hüften, überwältigt von ihren Emotionen wusste sie nicht, ob sie versuchte den Druck dort zu erhöhen oder zu lindern. Seine Hand verließ ihre Brust und streichelte über ihren Bauch bis zum Rand ihrer Schamhaare. Sie machte ein protestierendes Geräusch als kühlere Luft die nackte Warze traf und die empfindliche Haut nur noch mehr reizte. Seine Finger spielten jetzt mit ihren Locken, reizten den tiefsten Punkt des Dreiecks, tauchten hinein und hinaus, kamen näher und näher, berührten, streichelten, jetzt kurz, dann lang, jetzt schnell, dann langsam. Ihre Hüften wanden und bogen sich ohne ihr zutun und sein Mund nahm wieder die Arbeit an ihrer Brustwarze auf. Sie vergrub ihre Hände in seinem Haar, zog seinen Kopf auf ihre Brust, rieb ihren Körper gegen seinen, erwiderte den steigenden Druck und dann fanden seine Finger den Punkt und sie warf ihren Kopf mit einem Schrei zurück als ihr Körper unter ihm dahinschmolz.

Als sie wieder zu sich kam, bemerkte sie, dass ihre Hände noch immer in seinen Haaren klammerten. Vorsichtig ließ sie los und massierte seine Kopfhaut ein wenig.

„Habe ich Dir weh getan?" flüsterte sie.

Seine Bewegung konnte ein Achselzucken gewesen sein.

„Etwas vielleicht. Es macht nichts."

Sie küsste ihn.

„Tut mir leid."

Es gab eine Pause.

„Es hat sich gelohnt." Er klang zufrieden mit sich selbst. „Mir schien, Du hast es genossen."

Hermine hätte sich fast verschluckt.

„Eingebildeter Kerl," zischte sie ohne wirklich böse zu sein.

„Ja," kam die ruhige Antwort. „Was kann ich für Dich tun?"

Sie konnte es nicht helfen; sie musste grinsen. Es war einfach so - so Severus.

„Nichts," sagte sie und senkte ihren Kopf, so dass sie ihren Mund auf eine seiner Brustwarzen legen konnte.

Sie wurde mit einem keuchen belohnt und dann vergruben sich Hände in ihrem Haar. Zärtlich und spielerisch nahm sie seine Brustwarze auf, fühlte, wie sich das Gewebe unter ihrer Zunge aufstellte. Sie befeuchtete ihren Daumen und zog sanfte Kreise um die andere, wissend wie empfänglich er dafür war. Sie streichelte ihn, aber nicht sehr lange; wenn sie ihre Erinnerung nicht trog, reagierte er sehr schnell auf diese Stimulation und sie hatte noch anderes vor.

Sie stützte sich auf einen Ellbogen, so wie er das vorher getan hatte und bewegte ihre Hand fort von der Brust, an dem Rippenbogen entlang zu seinen Hoden. Leicht ließ sie ihre Finger ein Muster entlang seiner Hüfte und dann auf der Innenseite der Schenkel hinauf zeichnen, ließ sie kreisen, aber ihn niemals richtig berühren. Aus einem Reflex heraus bewegte er seine Hüften ihrer Hand entgegen, aber sie wich aus. Unzusammenhängende Laute irgendwo zwischen Protest und Flehen bildeten sich in seiner Kehle. Seine Hände in ihren Haaren begannen einen deutlichen Druck auszuüben.

Sie gab ihm nach und fing an, sich einen Weg hinunter zum Zentrum seines Körpers zu küssen. Sie machte es sich bequem und folgte dann dem gleichen Pfad mit ihrem Mund den ihre Finger vorher genommen hatten, ließ ihn um seinen erigierten Penis herum tanzen, ohne ihn wirklich zu berühren. Er war hart - das war gut zu sehen, sogar in dem Zwielicht der herunter gebrannten Kerzen - aber seine Hände in ihrem Haar, auch wenn sie sich hineinkrallten, versuchten nie ihren Kopf in eine bestimmte Richtung zu drängen.

Nein, er würde so etwas nicht tun. Niemals. Sie erinnerte sich an eine Halb-Unterhaltung vor zehn Jahren über Imperio. Genug davon, vielleicht.

Sie bewegte ihren Kopf zur Seite, dorthin wohin er so sorgfältig vermied sie zu schieben, und nahm ihn in ihren Mund. Seine Reaktion darauf war ein langgezogenes Stöhnen, dass ihr zeigte wie sehr er es sich gewünscht hatte. Er war kurz vor dem Höhepunkt, sie erkannte das an seinen Bewegungen und dem salzigen Geschmack in ihrer Kehle. Vorsichtig arbeitete sie sich nach oben vor, leckte und küsste ihn, nahm die Wurzel seines Penis in die eine Hand und legte ihre andere um seine Hoden. Die Laute, die sie jetzt hörte waren gepfeffert mit Flüchen und Beschwörungen und dann, zu ihrer Überraschung, stieß er mit Mühe das Wort ‚Nein' aus und ihre Hände wurden fort gestoßen.

Als sie ihren Kopf hob legte er seine Hand um ihr Kinn.

"Noch nicht," sagte er mit belegter Stimme.

Sie nickte stumm, der Anblick des nackten Verlangens auf seinem Gesicht verschlug ihr den Atem. Es war so lange her, dass jemand sie mit soviel offen gezeigtem Begehren angesehen hatte. Nicht seit ihrem Abschlussjahr in der Schule, um genau zu sein. Er beugte sich zu ihr, küsste ihren Mund, einmal, hart, dann bewegte er sich nach unten, damit er die Innenseiten ihrer Beine küssen konnte. Eine weitere Bewegung und er umfing ihre Hüften, ihre Beine öffneten sich automatisch um ihn einzulassen. Dann war sein Mund auf ihr, sie leckend und schmeckend, tauchte in sie ein und umkreiste ihre Clitoris, saugte und presste sie zusammen und ihr Geist gab es auf, irgendeinen zusammenhängenden Gedanken zu formen. Seine Hände knetete ihren Hintern und sie legte eine Hand auf ihre Brust, ahmte die Bewegungen nach, spielte mit ihrem Nippel. Ihr Bewusstsein konzentrierte sich auf seine Berührungen und die Reaktion ihres Körpers darauf und etwas in ihr zog sich immer enger zusammen und sie spürte, dass der Moment der Erlösung nahe war.

Der Wunsch, dieses Mal mit ihm zusammen zu kommen, ließ ihre Hände nach seinem Kopf greifen und ihn fort ziehen, so hart es auch war. Er musste ihr ziehen und drücken richtig interpretiert haben denn er kniete sich hin, lehnt sich vorwärts auf seine Ellbogen und küsste sie hart auf den Mund. Sie zog ihre Knie hoch und auseinander und hielt ihn dazwischen.

„Bitte, Severus, jetzt," flüsterte sie gegen seinen Mund.

Sie spürte einen kurzen Druck und dann war er in ihr, schob sich langsam vor und zurück, köstliche Reibung gegen ihr geschwollenes Gewebe. Und dann konnte es keiner von beiden länger aushalten, es gab nur noch sie beide und Hitze und Verlangen und Rhythmus und Druck und Erlösung.

Danach, immer noch miteinander verbunden, richtete sich Hermine etwas auf um Snapes Schulter zu küssen. Er schmeckte nach ihnen, verschwitzt und klebrig und es machte ihr nichts aus.

„Du kannst das wirklich gut, weißt Du," sagte sie träge.

Es entstand eine kleine Pause, lange genug, dass sie sich fragte, ob irgendetwas nicht in Ordnung sei.

„Ich habe ein ausgezeichnetes Gedächtnis," sagte er schließlich. „Und Du hattest recht."

„Hatte ich?"

„Ja. Du hast auch nichts vergessen. Obwohl," fügte er hinzu, „ich immer noch nicht auf einem richtigen Fahrrad gefahren bin."

Sie lachte. Sie konnte es nicht ändern. Sie vergrub ihren Kopf in der Beuge seines Halses als sich ihre Schultern schüttelten vor Lachen.

„Erinnere mich daran, es Dir beizubringen." Plötzlich wurde sie ernst. „Severus," sagte sie unsicher, es gab eine Sache, die sie fragen musste, „das letzte Mal konnten wir nicht .... zusammen bleiben .... wegen der Situation, die damals herrschte. Ist es diesmal anders?"

Wenn dies alles ist, was wir haben werden, dann soll es so sein. Aber bitte sage ja. Bitte

Er schwieg für sehr lange.

„Hermine," sagte er schließlich. Seine Stimme klang sehr beherrscht. „Umstände haben sich verändert seit Du in der Schule warst, aber ich habe mich nicht sehr verändert."

„Ich habe sehr viel Zuneigung entwickelt für die Person die Du in der Schule warst," sagte sich sanft.

Sie fühlte das Steigen und Fallen seines Atems.

„Ich kann nicht versprechen, dass eine - Beziehung - mit mir immer leicht oder angenehm sein wird. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich mich in einen Professor Queroz verwandle."

Er sagte nicht nein, erzählte sie sich selbst. Er dachte darüber nach. Sie versuchte die aufsteigende Hoffnung zu unterdrücken, suchte sich ihren Weg durch das Minenfeld dieser Unterhaltung.

„Wenn ich einen Professor Queroz gewollt hätte," sagte sie trocken, „dann, vermute ich mal, hätte ich das Original haben können, aber ich habe die Gelegenheit nicht ergriffen. Es wäre möglich, dass ich ein Faible für große, dunkle, schwierige Männer habe."

„Ich möchte nicht, dass Du Dir irgendwelche Illousionen über mich machst."

Sie nahm die Gelegenheit wahr.

„Ich musste mit Hyacinth Hooch tanzen. Wie viele Illusionen hätte ich danach noch haben können?"

Er schnaubte.

Ich musste mir meine Beine wachsen lassen." Es klang, als ob diese Verletzung noch sehr frisch war.

Sie lachte glucksend.

„Und?"

„So lange Du Dir sicher bist."

„Ich bin mir sicher. Ich weiß, dies ist erst der Anfang, aber ich bin mir wirklich sicher."

Er küsste sie.

Sehr viel später, als schon das Morgengrauen hinter den Vorhängen zu sehen war und nachdem das Weihnachtsfrühstück ohne sie stattgefunden hatte, löste sie sich aus seiner Umarmung und starrte ihn an.

„Du hast mir immer noch nicht Fröhliche Weihnachten gewünscht, weißt Du."

Er hob eine Augenbraue und lächelte dann.

„Fröhliche Weihnachten, Hermine."

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Augenblicke des Glücks - nicht das Gefühl des Wohlseins,

Des Erfolgs, der Erfüllung, der Geborgenheit oder der Zuneigung,

Oder gar ein vorzügliches Essen, sondern der Blitz der Erleuchtung -

Wir haben das Erlebnis gehabt, doch erfaßten den Sinn nicht,

Wenn man den Sinn erkundet, kehrt das Erlebnis wieder

In veränderter Form, jenseits von jedwelchem Sinn,

Den man dem Glück zuschreiben könnte.

TS Eliot - The Dry Salvages, from The Four Quartets

THE END
MERRY CHRISTMAS AND HAPPY HOLIDAYS
ABBY AND ANNE



Anmerkung PM:
Nicht zu vergessen: Vielen Dank an die tolle Übersetzerinnen Shoshana und Serpentina!