von
Chalebh
Disclaimer:
Sämtliche Charaktere gehören J.K.R.
A/N:
Mittlerweile kann ich eindeutig sagen: „Mich hat die Drabblelitis gepackt.".
Sie äußert sich darin, dass ich zur Zeit nur noch Kurzgeschichten schreibe, die
100 Worte haben. Aber Drabbles sind zugegebenerweise auch sehr praktisch. Sie
sind kurz und man kann sie im Bus auf der Weg zur Arbeit mal schnell zu Papier
bringen.
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Gut gezielt
A/N:
Ein Wettbewerbs-Drabble, die fett geschriebenen Worte sollten Verwendung
finden.
Gedankenversunken
ging Severus am Seeufer entlang und las in einem alten Buch über die Verwendung von Krötengiften
in der Zaubertrankherstellung. Plötzlich traf ihn etwas Nasses mitten ins Gesicht. Mit langen Fingern hob er das verworrene Stoffknäuel von den
Pergamentseiten.
„Wer
war das?", fragte er gefährlich leise und fixierte ein paar zitternde
Erstklässler. Als sie nicht reagierten, knurrte er: „Ich warte."
Schließlich
trat ein kleiner Junge vor, der einen halben
Kopf kleiner als seine Mitschüler war. „Ich, Sir", sagte er schüchtern.
„Name
und Haus!", bellte Snape. „Außerdem werde ich deinem Vater schreiben."
Der
Junge schluckte. „Severus Snape jr. aus Slytherin… Papa."
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Sicher ist sicher
A/N:
Als Vorlage für dieses Drabble diente ein englischer Witz. Leider war das
Wortspiel nicht ins Deutsche übersetzbar. Ich hoffe meine Abwandlung ruft
trotzdem ein Schmunzeln hervor.
Severus
beäugte ziemlich irritiert die Eisenkette, die an der Wand in Dumbledores Büro
hing. Kein Zweifel - es war eindeutig ein Kondom, das Albus über die letzten
Kettenglieder gezogen hatte.
"Sir?",
sagte Snape daher etwas verunsichert. "Warum haben Sie dieses… dieses Teil über
die Kette gezogen?"
„Tolle
Erfindung, nicht wahr?", antwortete Dumbledore vergnügt. „Ich habe vor einigen
Monaten in der Winkelgasse so ein kleines Päckchen gefunden. Auf der Packung
stand: ‚Streifen Sie es über das Glied und es wird die Ausbreitung von
Krankheiten verhindern.´ Und was soll ich sagen, Severus, ich war in diesem
Winter noch nicht ein einziges Mal erkältet."
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Besorgungen
A/N:
Wieder mal was Doppeldeutiges.
„Ich
schlage vor, DU BESORGST ES DIR SELBER!", fauchte Hermine Severus an. „Vielleicht
weiß der Herr dann meine Dienste endlich zu schätzen."
Wütend
stieg sie aus dem Bett, hastete ins Badezimmer und knallte die Tür hinter sich
zu. Severus zuckte zusammen. Mit einem verdrießlichen Stöhnen erhob er sich
schließlich und tappte zur Badezimmertür.
Er
klopfte einige Male. Hermine reagierte nicht.
„Bitte,
Hermine", flehte Severus, „komm zurück ins Bett."
„Nein!"
„Bitte,
Schatz."
„Nein!
Kommt nicht in Frage!"
Severus
seufzte unhörbar und atmete tief ein.
„Also
gut … Dann lass' mich wenigstens ins Bad, damit ich mir das Kopfschmerzmittel
selbst holen kann."
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Noch Fragen?
A/N:
Als Inspiration diente mir eine Anekdote, die man sich über den englischen
Physiker P.A.M. Dirac erzählt.
„Es
sollte daher möglich sein, hierdurch die entgegengesetzten Wirkungen dieser
beiden Zutaten zu kombinieren." Severus Snape beendete damit den Vortrag über
die Verwendung von Herzgespann und Digitalis in seiner üblichen schnörkellosen
Art.
Er
ließ seinen Blick über die Siebtklässler schweifen, die ihn mehr oder weniger -
eher weniger - intelligent anstarrten.
„Gibt
es dazu noch Fragen?", fragte er knapp. Ein paar Schüler zuckten erschrocken
zusammen.
Plötzlich
hob Neville Longbottom zitternd die Hand: „Verzeihung, Sir. Ich habe den Nutzen
des Quendels in den Stärkungstränken nicht verstanden."
„Longbottom",
meinte Snape entnervt, „das ist keine Frage sondern eine Feststellung. - Gibt
es noch Fragen?"
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Die
folgenden Drabbles waren Beiträge zu einer Drabble-Challenge bei der die Worte
Schlangen, rennen, Theorie, Explosion, Schlaf und Notizen Verwendung finden
sollten.
Schlangen
A/N:
Hier ist leider kein Zaubertränkelehrer enthalten, aber ich habe das Drabble
trotzdem dabeigelassen.
„Ich
mag keine Schlangen!"
„Ron"
knurrte Harry unfreundlich. „Wenn du sie nicht magst, renn' weg"
„In
der Theorie mag das gehen, aber
nicht wenn sie nach einer Explosion
überall sind", rechtfertigte sich Ron.
Harry
wurde ungeduldig: „Das mit der Explosion war einzig und allein deine Idee. Lass
mich da aus dem Spiel"
„Was
soll ich denn nun machen?" Ron klang ziemlich verzweifelt.
„Gar
nichts" meinte Harry und zog sich die Bettdecke bis zu den Ohren, „Ich
garantiere dir, wenn du mich wegen dieses blöden Aufsatzes für Wahrsagen noch
mal aus dem Schlaf reißt, dann
verbrenn ich deine Notizen im
Kamin."
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Schlangenbeschwörung
„Und
was soll ich mit dieser Schlange jetzt
machen?" Snape behielt seinen üblichen, etwas mürrischen Gesichtsausdruck bei.
Misstrauisch
beäugte Hermine ihren Professor. Es war ungewöhnlich, dass er zugab, etwas
nicht zu wissen.
„Professor,
die Theorie im Schlaf zu beherrschen, ist
nicht immer ausreichend", meinte sie mit einem ironischen Unterton. „Jetzt
sollten Sie aber Ihre Notizen endlich
in die Praxis umsetzen."
„Es
wird schon zu keiner Explosion
kommen", sagte Hermine als sie sein unbehagliches Gesicht sah. „Keine
Notwendigkeit wegzurennen."
„Also
dann", meinte Snape, drückte die Finger leicht zusammen und blies vorsichtig.
Ganz langsam und
grazil ringelte sich die Luftschlange zu Boden.
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Snapes Hose
„Miss
Granger, nun fassen Sie schon endlich in meine Hose!", zischte Snape.
„A-aber…"
„Haben
Sie Angst, Sie berühren darin etwas, dass Sie um den Schlaf bringt?"
„Nein."
Hermine
wirkte trotzdem, als überlege sie ernsthaft, aus dem Raum zu rennen.
Snape
rollte mit den Augen.
„Es
wird weder eine Explosion geben,
noch befindet sich eine giftige Schlange
darin! Also wird's bald..."
„Aber,
Sir…"
„Miss
Granger, legen Sie Ihre falsche Scham ab und stecken Sie Ihre Hand in meine
Hose!"
Zögerlich
holte Hermine die Hose aus dem Schrank und suchte in den Taschen nach Snapes Notizen über die Theorie des Alchimisten Paracelsus.
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Beweise
A/N:
Ich bastele schon seit längerem an einer Geschichte, die leider über das
Bastelstadium nicht hinauskommt. Daher verwurste ich die Idee schon mal in
einem Drabble.
„Ich
kann's beweisen!" Ron stürmte in den Gemeinschaftsraum. „Snape hat eine
Freundin!"
Dabei
wedelte er mit einem Stück Pappe vor Harrys und Hermines Gesicht herum.
„Was
ist das?" fragte Harry.
„Das
ist der Umschlag des Päckchens, das Snape heute früh bekommen hat."
„Und
was beweist das?"
„Ganz
einfach, darauf steht ihr Name."
Hermine
nahm Ron die Pappe, mit der er immer noch vor ihrem Gesicht herumwedelte, aus
der Hand und hielt sie so, daß Harry und sie den Namen lesen konnten.
Die
beiden schauten sich an und begannen, sehr zur Rons Verwunderung, laut
loszulachen.
Auf
dem Karton stand: Beate Uhse.
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Nachwuchs im Hause Snape
A/N:
Mein Beitrag zur Challenge auf Schreiberlingers Treffpunkt „Der schwangere
Mann". Ich glaube, die hatten dabei aber was anderes im Sinn ;)
„Snape
ist schwanger!"
Diese
Neuigkeit wurde hastig flüsternd von überraschten und geschockten Schülern in
der Großen Halle weitergegeben.
Als
sie am Lehrertisch beim Zaubertränkemeister ankam, brüllte dieser:
„Schwanger?!"
Das
Funkeln in Albus' blauen Augen zeigte, wie sehr der sich über diese Reaktion
amüsierte.
Zornig
zischte Severus Snape den Schulleiter an: „Was fällt Ihnen ein, das zu
behaupten?"
„Es
entspricht doch der Wahrheit", meinte Albus ruhig.
Snape
ließ einen verächtlichen Blick über die kichernden Kollegen und Schüler
schweifen, dann stürmte er aus der Halle.
„Albus",
meinte McGonagall lächelnd, als sie Severus nachsah, „Du hättest deinen
Knuddelmuff wirklich nicht Snape nennen sollen."
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Und wieder fragt der Schulleiter…
A/N:
Das ist meine Antwort zur Zeitschleifen-Challenge auf ST, ich halte mich
allerdings überhaupt nicht an die Vorgaben. ;-))
"Nicht
schon wieder", stöhnte Severus. Gerade war Albus zum fünfzigsten Mal in das
Zimmer gekommen und hatte gefragt "Zitronendrops, Severus?"
Und
dann ständig dieses blöde Grinsen. - Severus war am verzweifeln.
„Wenn
er mir noch mal ein Zitronenbonbon anbietet, bringe ich ihn kaltblütig um",
zischte er, als sich Hermine neben ihn setzte. „Warum muss ich ausgerechnet mit
Dumbledore in einer Zeitschleife gefangen sein?"
Verwirrt
blickte Hermine zwischen Severus und der Richtung, aus der die Stimme des
Schulleiters gekommen war, hin und her.
Dann
küsste sie Severus lächelnd auf die Wange: „Schatz, du hast den Videorekorder
auf automatischer Wiederholung stehen."
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Vaterfreuden
Nervös
trommelte Severus mit den Fingern auf der Wand.
Aber
nichts tat sich. - Einfach rein gar nichts. - Man sollte doch meinen, dass zwei
geschlagene Stunden ausreichen sollten, um ein Baby zu bekommen. Ihm würde es
das jedenfalls.
Mittlerweile
war der Stundenzeiger einen weiteren Strich auf der Uhr weitergewandert, aber
immer noch tat sich nichts. - Langsam wurde er ungeduldig. - Also begann
Severus auf und ab zu laufen. - Aber auch das half nichts und so setzte er sich
wieder in den Sessel.
„Professor."
Eine Hand schüttelte ihn sanft an der Schulter. Severus schreckte hoch.
„Ja?"
„Herzlichen
Glückwunsch, Ihre Frau hat Vierlinge bekommen."
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Stück für Stück…
Noch
ein kleines Stück. - Severus war mittlerweile vorsichtig geworden. Man konnte
ja nie wissen. Aber auch diesmal klappte wieder alles. Hoffnung keimte in ihm
auf.
Und
nun das nächste Stück. Seine Hände begannen zu zittern und nur mit Mühe konnte
er sich beherrschen. Er stand kurz vor dem Abschluss. Nach so langer Zeit und
so vielen Problemen. Wie oft hatte er geflucht, dass er damit begonnen hatte.
Vorsichtig
strich sich Severus die langen schwarzen Haare aus dem Gesicht. Was er jetzt
brauchte, war freie Sicht. - Das letzte Stück.
Er
hatte es geschafft!
Endlich
hatte er das fünftausendteilige Puzzle fertig gestellt.
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Was lange währt, wird endlich gut
Severus
Snape konnte nur mühsam dem Drang widerstehen, den Kopf in seinen Händen zu
vergraben. Er hätte es zwar nie zugegeben, aber er war kurz davor zu beten.
Er
überlegte ernsthaft, ob er mit Okklumentik weiterkäme, aber bei diesem Idioten
wäre selbst das ein zu großes Risiko.
Argwöhnisch
beobachtete Severus jede seiner Handbewegung, jede Phiole, die er vom Tisch
nahm und deren Inhalt er in den Kessel schüttete.
Wieder
waren fünf Minuten vorbei, ohne dass etwas Schwerwiegendes passiert war.
Endlich
war das Ende der Stunde erreicht.
Erleichterung
durchflutete ihn. Neville Longbottom hatte seinen ZAG in Zaubertränke ohne
größere Katastrophen bestanden.
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Am Ziel
A/N: Ein etwas dunkleres
Drabble ohne witzige Pointe.
Severus
beugte ehrerbietig das Knie und wartete bis Voldemort ihm bedeutete
aufzustehen.
„Meister",
flüsterte Snape, „es ist vollbracht."
„Ich
wusste, dass ich mich auf dich verlassen kann, Severus", antwortete Voldemort
mit seiner Fistelstimme. „Gab es Überlebende?"
„Nein,
Meister. Hogwarts gehört den nun den Todessern."
Voldemorts
Gesicht verzog sich zu einem zufriedenen Lächeln. „So nimm die dir zustehende
Position an meiner Seite ein, mein Sohn."
Langsam
trat Severus auf ihn zu. Nach Dumbledores und Potters Tod würde ihn nun niemand
mehr aufhalten, auch nicht dieses Schlangengesicht, das sein Vater war.
„Avada
Kadavra!", zischte Snape und in einem grünem Lichtblitz verschwand Voldemort.
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Chalebh
Februar 2005