von Chalebh
Disclaimer:
Für alle Geschichten gilt, ich habe eine Menge Spaß mit Severus und Hermine
(ich hoffe ihr auch), aber sie gehören mir nicht. Und so soll es auch bleiben.
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Was ist ein Drabble?
A/N:
Weil diese Frage doch immer mal wieder in Reviews auftaucht. - Die folgenden
Anforderungen habe ich mir aus vielen verschiedenen Web-Seiten zusammengesucht.
Drabbles
sind kleine Geschichten mit genau 100 Worten. Kein Wort mehr, kein Wort
weniger.
Dazu
zählen allerdings nicht die Überschrift, der Disclaimer oder kürzere
Vorbemerkungen (wie die „author's note"). Die Überschrift des Drabbles darf bis
zu 15 Worte lang sein.
Charakteristisch
für ein Drabble ist die Tatsache, dass es eine unerwartete oder humorvolle
Pointe besitzt.
In
einem Drabble werden die Worte folgendermaßen gezählt:
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Worte mit Bindestrichen, wie Trimm-dich-Pfad, zählen als ein Wort.
-
Verkürzte Worte, wie "gibt's" anstatt "gibt es", zählen auch als ein Wort.
-
Zahlen zählen als ein Wort.
Alles
klar?
Übrigens,
diese Erklärung ist ebenfalls genau hundert Worte lang.
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Die
folgenden drei Drabbles sind für den 100-Word-Challenge „Mirror of Erised" von
WIKTT (When I kissed the teacher -Yahoo-Group) entstanden.
Spieglein, Spieglein an der Wand...
Hermine
stand zitternd vor dem Spiegel.
Ihre
innere Stimme der Vernunft hatte sie gewarnt, aber der andere Teil in Hermine,
der, den Snape seit nun mehr fast sieben Jahren verspottet hatte, wollte
Gewissheit.
„Sie
werden lediglich Ihr eigenes Versagen sehen, Granger!", höhnte seine Stimme in
ihren Gedanken.
Nun
stand sie hier.
Was
würde sie sehen? Was würde der Spiegel Nerhegeb ihr zeigen? Dass sie ihren
Doktortitel mit ‚summa cum laude' bestanden hatte? Ihr privates Glück? Kinder?
Sie
trat zögernd einen Schritt vor - das Bild im Glas wurde deutlicher.
Sie
hatte alles erwartet, nur das nicht. - Einen freundlich lächelnden Severus
Snape.
+
o + o + E N D E + o + o +
Wahrheit
„Was
mein Herz begehrt? Pah!" Severus schlug wütend die Tür zum Kerker zu. „Wenn ich
diesen Spiegel noch mal in die Finger kriege, dann fliegt er von der höchsten
Turmzinne."
Doch
Snape musste zugeben, dass die Wut sich weniger gegen den Spiegel richtete, als
gegen seine eigene Schwäche. - Und er kam sich lächerlich vor.
All
die langen Jahre hatte er geübt, abschreckend und einschüchternd zu wirken, und
nun strafte ihn dieser Spiegel lügen.
Und
doch. - Es stimmte.
Severus
Snape wünschte sich einen Menschen, der ihn so akzeptierte, der ihm nahe war,
den er lieben durfte. - Und Hermine war dieser Mensch.
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o + o + E N D E + o + o +
Sie ist mein Leben
Langsam
und forschend strich Severus' Hand entlang des Rahmens.
„Severus?"
Hermine trat ins Zimmer. „Kommst Du?"
Es
war fast ein Menschenalter vergangen seit er das letzte Mal in den Spiegel
geblickt hatte. Viel hatte sich in dieser Zeit verändert. - Aber nicht seine
Liebe für sie, für seine Frau, die sie seit heute genau fünfundzwanzig Jahren
war.
Mit
einer sanften Bewegung zog er Hermine an sich und küsste sie.
„Geliebte,
Du mein Reichtum und mein Gut. - Meine Seele, mein Fleisch und mein Blut",
Severus deklamierte leise die Zeilen des Gedichts. „Meine Sonne, mein Schein. -
Mein Leben schließ ich in Deines hinein."
+
o + o + E N D E + o + o +
A/N:
Die Zeilen, ein wenig abgewandelt, stammen aus Simon Dachs Gedicht „Anke von
Tharau" und sind eine der schönsten Liebeserklärung, die ich kenne.
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Die Geister, die ich rief...
Severus
stöhnte laut. Ihm war übel. - Speiübel!
„Womit
habe ich das bloß verdient?", dachte er verzweifelt. „Bitte, lass es schnell zu
Ende gehen!"
Und diese markerschütternden Schreie -
diese flackernden Lichter!
Severus
Snape war nur noch ein zitterndes Nervenbündel - und er wollte einfach weg. -
Nur weg!
-
Dann herrschte plötzlich Stille. -
Jemand
tippte ihm auf die Schulter: „Sir? Sie können die Augen wieder aufmachen!"
Vorsichtig
öffnete Severus sie, löste seine verkrampften Finger vom Holm und stand
schwankend auf.
Albus und seine idiotischen Ideen!
„NIE
WIEDER!", brüllte Severus und mit einer wenig einschüchternden Bewegung stürmte
er am verblüfften Aufseher vorbei aus der Achterbahn.
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o + o + E N D E + o + o +
A/N:
Dieses Drabble entstand als Gastgeschenk für PM anlässlich des 3. Hexentreffens
am 5. Juni 2004 in Berlin.
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Alterserscheinungen
Hermine
gähnte hinter vorgehaltener Hand und lehnte sich zu ihrem Kollegen Severus
Snape, der neben ihr saß, hinüber.
„Sind
seine Vorträge immer so langatmig?" fragte sie leise und deutete zu dem alten
Zauberer, der gerade am Rednerpult stand.
Severus
grinste. „Du wirst noch feststellen, dass die Langatmigkeit der Fachvorträge
mit dem Alter der Referenten zunimmt."
Damit
holte er einige Pergamente aus einer Mappe und stand auf und meinte: „So, dann
will ich mal."
Bevor
Severus sich zum Podium umdrehte, hörte er, wie Hermine deutlich vernehmbar
frotzelte: „Na dann, weiß ich ja, auf was ich mich bei Dir jetzt einstellen
muss."
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o + o + E N D E + o + o +
A/N:
Diese Unterhaltung habe ich neulich mit meinem Abteilungsleiter geführt. - [Oh
Gott, jetzt bin ich sogar schon soweit, dass ich das in einem Drabble
verwurste. Aber es besteht wohl kaum das Risiko, dass er das hier liest.]
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Die
folgenden beiden Drabbles sind für einen Wettbewerb entstanden, den Callista
Evans ausgeschrieben hatte. Die fett gedruckten Worte (verboten, Geist, Trotz,
unerträglich) sollten enthalten sein.
Gesellschaftsspiele
„Das
ist verboten", funkelte Hermine
Severus an. „Stell es sofort zurück!"
„Wieso?",
sagte er und verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust „Deine
Besserwisserei geht mir langsam auf den Geist."
Severus
saß nun schmollend wie ein kleines Kind in seinem Sessel. Hermine beobachtete
ihn heimlich und versuchte ein Grinsen unterdrücken.
„Du
bist unerträglich, weißt Du das?",
foppte sie. „Heb dir deinen Trotz
für später auf. Es ist doch nur ein Spiel."
Widerwillig
beugte er sich zum Tisch.
„Entschuldigt",
mischte sich Dumbledore ein. "Vielleicht wäre…"
„Ruhe,
Albus!", zischte Severus ihn an. „Wenn ich beim Mensch-ägere-dich-nicht einen Vermittler brauche, sage ich es."
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o + o + E N D E + o + o +
Eine Gute-Nacht-Geschichte
A/N:
Noch ein Challenge-Drabble [Callista, was hast Du mir angetan?]. Nicht ganz so
jugendfrei wie das erste. - Ich muss doch an meinen „Ruf" denken.
'Trotz
des rotierenden Deckenventilators war es unerträglich
heiß im Zimmer. Das Mädchen räkelte sich nackt auf dem seidenen Bettlaken, ein
dünner Schweißfilm bedeckte ihre zarte Haut. Pierre fühlte wie…'
„So,
so", ließ sich eine vertraute Stimme aus dem Dunkel vernehmen. „Unsere
Vertrauensschülerin ließt in der Verbotenen
Abteilung erotische Romane."
Hermine
starrte Snape an als wäre er ein Geist.
„Das war es", dachte sie „nun flieg' ich von der Schule."
Doch
nichts dergleichen geschah. Stattdessen nahm Severus Hermine das Buch aus der
Hand und begann mit sinnlicher Stimme laut weiterzulesen. „Pierre fühlte wie
sich seine Lenden in brennendem Verlangen zusammenzogen…"
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o + o + E N D E + o + o +
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Und
zum Abschluss noch zwei Drabbles nach dem Motto: „Honi soit qui mal y pense!"
Ein interessantes Objekt
„Und
was soll ich mit damit jetzt machen?", fragte Severus.
„Überstülpen!",
antwortete Hermine.
„Überstülpen?!"
Argwöhnisch
betrachtete er das gummiartige Etwas, das er gerade ausgepackt hatte. Es war dehnbar.
Severus zog es mit beiden Händen in die Länge bis die Membran sichtbar dünner
wurde.
„Vorsichtig!",
rief Hermine. „Sonst reißt es und wird unbrauchbar."
Wütend
zischte Severus: „Auf so eine Idee können auch nur Muggel kommen!"
„Muggel
oder nicht. Wenn Sie es nicht überziehen, dürfen Sie nicht rein. Ganz einfach."
„Und
wer will mich daran hindern?", meinte er hämisch.
„Der
Bademeister. Er darf die Leute nämlich nur mit Badekappe ins Wasser lassen."
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o + o + E N D E + o + o +
A/N:
In meiner Jungend konnte man bei uns im Schwimmbad dünne Badkappen aus Gummi
kaufen, falls man die eigene vergessen hatte. Ich weiß nicht, ob es das heute
auch noch gibt.
Vorspiel
Severus'
Finger glitt provozierend langsam über den Rand der Scheide.
„Mein
Gott", stöhnte Hermine, „nun machen Sie schon."
Snape
grinste und ließ den Finger weiter kreisen. Er liebte dieses
Katz-und-Maus-Spiel.
„Warum
so ungeduldig, Miss Granger. Hat Ihnen noch nie jemand gesagt, dass das Vorspiel
das Schönste daran ist?"
„Bitte,
Sir!", fehlte sie. „Ich kann nicht mehr. Bitte!"
Severus
hörte die Verzweiflung in Hermines Stimme und sah wie ihr rechter Arm zu
zittern begann.
Er
öffnete seinen Umhang und legte ihn über die Stuhllehne, dann stellte er sich
in Position, zog den Degen aus der Scheide und rief: „En garde!"
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Chalebh,
November
2004