DIE AUSTAUSCHSCHÜLERIN


     von Stella Maris




Über Euer Feedback freut sich: Stella


Kapitel 1 - 6


Anmerkung:
Mir gehört wie immer nix, außer alle Personen und Namen aus Deutschland. Bitte reviewt fleißig, ob ihr mehr von der Story hören wollt oder nicht… Dankeschön!!!!!!!!




1. Die Ankündigung



Stella Maris saß an ihrem Tisch im Speisesaal der Zauberschule „Feenhain", der einzigen Zauberschule Deutschlands und starrte angespannt zum Nachbartisch. Dort saß ihr Freund, nein, sie musste sich verbessern, Ex-Freund Oliver und schmachtete diese Cora Weltrin an, die ihm ebenfalls einen verliebten Blick zuwarf. Sie sah, wie sich Oliver zu Cora runterbeugte um ihr etwas zuzuflüstern, was diese rot anlaufen ließ.

Stella wandte sich ab. Sie konnte das nicht ertragen die beiden so zu sehen! Sie merkte, wie Tränen in ihre Augen stiegen. „Nicht weinen, sagte sie sich, nicht weinen."

Sie bekam gar nicht mit, das der Direktor der Schule, Leonhard Leondrion, mit seiner Ansprache begonnen hatte. Erst als ihre Freundin Michaela sie anstupste, sah sie auf.

Professor Leondrion war aufgestanden und blickte mit seinen sanften Augen im Saal umher. Leondrion sah aus, wie man sich wohl einen richtigen Zauberer vorstellte. Er hatte einen blauen, mit Sternen bestickten Umhang an, sowie einen Spitzen Hut im gleichen Muster. Das Bild wurde durch den langen, grauen Bart des Professors abgerundet.

„.. deshalb haben wir beschlossen, dieses Jahr zwei Schüler für ein Jahr nach Hogwarts, die Zauberschule in England, zu schicken! Im Gegenzug werden zwei Schüler von dort zu uns kommen!"

Stella hatte nur zur Hälfte zugehört, fand das, was sie jetzt allerdings gehört hatte äußerst interessant. „Wer würde wohl auf die Reise gehen dürfen?"

Wieder erhob Prof. Leondrion seine Stimme. „Die Namen der beiden Personen, die für ein Jahr nach Hogwarts dürfen sind: Kopernikus Löwenherz und Stella Maris."

Nachdem sie ihren Namen gehört hatte, starrte sie den Professor verdutzt an. Sie sollte gehen? Sie stand vor ihrem letzten Schuljahr und fragte sich, wie sie dann ihre Prüfungen abhalten sollte! Sie begann in ihrem Kopf nach ihren englischen Wörtern zu suchen. Viele waren es nicht! Sie konnte nur ein bisschen Schulenglisch und fragte sich, wie sie da zurecht kommen würde!

Thomas war ebenfalls in der letzten Klasse und schien sich, seinem skeptischen Geschichtsausdruck zu folge, wohl das selbe zu fragen. Sie bekamen die Antwort von ihrem Direktor.

„Die Einzelheiten werden wir in einer halben Stunde in meinem Büro besprechen, bitte finden Sie beide sich dort ein! Wenn dann alles geregelt ist, werden Sie sich morgen früh mit Frau Professor Liebknecht auf den Weg nach Beauxbarton machen, wo Sie auf die Austauschschüler von Hogwarts treffen werden. Von dort werden Sie mit dem Begleiter der anderen Schule nach England weiterreisen! Da im Moment das weltweite Flohnetzwerk gesperrt ist, werdet ihr auf dem Muggel-Weg reisen."

Stella stöhnte innerlich auf. „Gerade die Liebknecht!" Sie war ihre Wahrsage-Lehrerin und furchtbar nervig, da die Frau anscheinend nie Luft nahm und immer nur am reden war. Das konnte ja heiter werden!

Thomas war ein introvertierter Junge, der nie den Mund aufbekam und die meiste Zeit in der Bibliothek verbrachte. Was Kopernikus zu wenig redete glich dann die Liebknecht wieder aus!

Stella verdrehte die Augen und sah in ihrem Augenwinkel das Oliver sie fragend anschaute.

Sie hob leicht die Stirn und versuchte ein unbeteiligtes Gesicht zu machen, sie war richtig froh verschwinden zu können. Dann musste sie sich wenigstens nicht mehr mit ansehen, wie er mit dieser doofen Cora rummachte.

Eine halbe Stunde später saßen sie in Leondrions Büro.

Stella blickte ihn neugierig an. „Warum wurden gerade wir ausgewählt?" „Nun", der Direktor lächelte sie an, „Sie beiden haben letztes Jahr die besten Noten ihres Jahrgangs bekommen und deshalb wurden Sie beide ausgewählt."

„Und wenn wir nicht wollen?" Stella freute sich zwar das sie ausgewählt worden war, aber es interessierte sie doch, ob sie auch die Wahl gehabt hätte.

„Nun", erwiderte Leondrion. „Wenn Sie wirklich nicht wollen, können Sie auch bleiben, aber ich denke, Sie sollten diese Chance nutzen. Wollen Sie denn nicht?"

„Och, antwortete Stella, ich glaube, dass das ganz interessant werden könnte!"

Thomas nickte zustimmend.

Sie verließen wieder das Büro nachdem sie noch Einzelheiten erhalten hatten, wie sie Reisen sollten. Sie würden um sieben Uhr morgens aufbrechen und mit dem Zug vom Muggel-Dorf nach Frankfurt fahren, um von dort aus weiter nach Frankreich zu fahren. Höchstwahrscheinlich würden sie irgendwann am darauffolgenden Tag Beauxbarton erreichen.

Nachdem Stella einige Sachen zusammengepackt hatte, beschloss sie noch in die Bibliothek zu gehen um sich „Die Geschichte Hogwarts" durchzulesen.

Sie wusste nur, das es da diesen Jungen gab, der den Fluch von „dem, dessen Name nicht genannt werden darf" überlebt hatte.

Sie machte es sich in einem Sessel gemütlich und begann zu lesen.

@@@@@

Auch in Hogwarts hatte das neue Schuljahr begonnen und Dumbledore eröffnete auch seinen Schülern, das zwei von Ihnen bei dem Austauschprogramm teilnehmen durften.

Hermine rutschte nervös auf ihrem Stuhl umher. Sie stellte es sich toll vor, ein Jahr im Ausland zu leben. Deutschland hatte sie schon immer interessiert. Sie hatte schon viele Bilder von dem Land gesehen. Vielleicht würde sie es ja schaffen.

„Wir konnten nur zwei Schüler auswählen und glaubt mir, wir haben es uns nicht einfach gemacht!" erklärte Dumbledore.

Harry Potter blickte seine beste Freundin an. „Du würdest gerne gehen, nicht wahr, Hermine?" Diese nickte begeistert, ohne ihren Blick vom Schuldirektor zu nehmen.

„Also, machen wir es nicht mehr allzu spannend!" Dumbledore entrollte das Pergament. „Wir haben eine weibliche und eine männliche Person, die reisen dürfen."

„Und er wollte es NICHT spannend machen!" flüsterte Hermine Harry zu. „Er soll es halt endlich sagen!"

„Es sind: Hermine Granger von Gryffindor" - am Gryffindor-Tisch begannen alle zu Jubeln und zu Klatschen. Hermine strahlte über beide Ohren den Direktor an - „und von Slytherin" -, Dumbledore blieb einen Moment ruhig und Hermines Herz begann schneller zu schlagen. „Oh Gott", dachte sie, „ein Slytherin! Bitte nicht Draco, bitte nicht Draco!" -„Draco Malfoy!" erklang Dumbledores Stimme.

Die Slytherins jubelten auch, allerdings nicht so laut wie die Gryffindors, als sie den säuerlichen Blick Malfoys sahen, der giftig zu Hermine rüberblickte.

Auch Hermine waren alle Gesichtszüge entglitten. Sie war blass geworden. Harry legte ihr die Hand auf die Schulter. „Es tut mir so leid, Hermine."

Hermine hatte sich gerade mal zwei Minuten darüber freuen können als Austauschschülerin nach Deutschland zu gehen. „Mit Malfoy zusammen?" Sie würde Dumbledore fragen ob sie zurücktreten konnte. Das konnte einfach nicht sein, mit diesem Ekelpaket ein Schuljahr wo anders zu verbringen!

Wieder begann Dumbledore zu sprechen. „Finden Sie sich nach dem Abendessen in meinem Büro ein! Sie werden morgen früh um sieben Uhr nach Beauxbarton reisen, allerdings auf Muggel-Art. Sie werden von Professor Snape begleitet und in Beauxbarton dann der deutschen Kollegin von Professor Snape übergeben.

Hermines Gesicht wurde noch einen Ton blasser. „Auch noch Snape!" flüsterte sie entgeistert. „Ich gehe nicht, Harry, ich gehe nicht!" sie blickte Harry bestimmt an. Harry wusste auch nicht so recht was er sagen sollte. Hermine und Malfoy alleine in einem fremden Land? Außerdem würde es bedeuten, dass sie sich auch ein Jahr nicht sehen würden und ohne Hermine war das Lernen des Schulstoffs um einiges schwerer. Da er und Ron nie so viel in der Bibliothek saßen um zu lesen, schließlich brachte Hermine ihnen immer alles bei, was sie nicht wussten.

Später saßen Hermine, Malfoy und Snape in Dumbledores Büro um sich anzuhören was er zu sagen hatte. Hermine hatte ihre Arme vor sich verschränkt und blickte den Direktor beleidigt an.

„Miss Granger", Dumbledore versuchte sie mit seiner Stimme zu besänftigen, „denken Sie doch einmal nach, was das für eine Chance für Sie sein kann, Sie werden viele, neue Erfahrungen sammeln und neue Freunde finden!"

„Aber", fauchte Hermine, „nicht mit dem!" sie zeigte mit ihrem Finger zitternd auf Malfoy, der hochfuhr und sie genauso grimmig ansah und mit ebenso grimmiger Stimme ein: „Halt dich zurück, du Schlamm…." „Mr. Malfoy!" fuhr Dumbledore dazwischen, „halten Sie sich zurück!"

Malfoy setzte sich wieder beleidigt hin.

„Ich dulde keine Diskussion mehr, Sie werden morgen früh abreisen, Ihre Eltern sind bereits verständigt. Finden Sie sich um sieben Uhr morgen früh in der großen Halle ein. Sie werden zusammen mit Professor Snape mit dem Hogwarts-Express nach London reisen und von dort aus mit dem Euro-Express nach Frankreich weiterreisen! Gehen Sie jetzt und bereiten Sie sich auf Morgen vor."

Hermine hatte ihren Direktor noch nie so aufgebracht gehört. Sie stand seufzend auf und ihr Blick fiel auf Snape, der genauso säuerlich dreinschaute. Anscheinend war auch er nicht sonderlich begeistert die beiden begleiten zu müssen. „Wahrscheinlich", dachte Hermine, „tat es ihm leid sich für ein Jahr von seinem Lieblingsschüler zu trennen. Denn das würde bedeuten, dass Snape niemanden mehr hatte, den er bevorzugen konnte." „Ein Trost ist es ja", dachte sich Hermine, „nie wieder Snape im Unterricht." Aber als Gegenzug würde sie ein Jahr Malfoy bekommen und sie fragte sich, ob dem nicht vier Stunden Snape die Woche vorzuziehen waren.

Sie verließ Dumbledores Büro und würdigte Snape und Malfoy keines Blickes mehr. Sie würde diesen Kerl noch lange genug ertragen müssen.

Jetzt begann doch bei ihr die Neugierde zu überwiegen und sie machte sich zum letzten Mal für lange Zeit auf den Weg Richtung Bibliothek um noch einige Dinge über Deutschland nachzulesen.

@@@@@@

Stella stand zitternd vor dem Eingang des Feenhains. Es war kurz vor sieben Uhr morgens und obwohl es Sommer war, war es hier im Schwarzwald doch noch frisch.

Ihre Mutter hatte ihr am Abend zuvor noch einige Muggelsachen zum Anziehen gebracht und Stella hatte, worüber sie sich freute, endlich mal wieder bequeme Hosen und ein modisches T-Shirt an, darüber trug sie eine Strickweste. Nachdem sich auch Kopernikus und Frau Prof. Liebknecht eingefunden hatten, machten sich die drei in aller Frühe per Fuß auf den Weg zum Bahnhof.

Der Zug kam pünktlich und Stella ließ sich in den Sitz fallen. Auch wenn sie mit Leib und Seele Hexe war, gab es doch auch in der Muggelwelt einige Dinge die sie sehr mochte. Sie hatte sich ihren Walkman mitgenommen und hörte sich, trotz Liebeskummer „Halt mich" von Grönemeyer an. Es war immer „IHR" Lied gewesen. Sie und Oliver hatten oft zusammen im Gras gelegen und es sich angehört. Tränen stiegen wieder in ihre Augen. „Vielleicht", dachte sie, „vielleicht ist es ja besser so!"

Stella blickte nach draußen und sah die Landschaft an sich vorbeifliegen. Ihr Blick ging zu Frau Liebknecht, die selig schlief. „Gott sei dank, dachte Stella, „ihr Gerede würde ich jetzt nicht ertragen!"

Sie fuhren etwa 2 Stunden und mussten dann in Frankfurt in den ICE umsteigen, mit dem sie nach Paris fuhren. Nach einer halben Ewigkeit hatten sie die französische Grenze passiert und allmählich hatte sich auch die Landschaft um sie herum verwandelt. „Hier würde es mir auch gut gefallen", dachte sich Emma. Viel zum Nachdenken kam sie aber trotzdem nicht, da Frau Liebknecht sie nun in Beschlag genommen hatte. „Meine liebe Stella, soll ich dir die Zukunft aus der Hand lesen?" Stella mochte Wahrsagen nicht sonderlich. So ganz glaubte sie daran nicht, aber sie wusste das die Lehrerin nicht eher nachgeben würde, bis sie ihre Zukunft weissagen durfte.

Seufzend streckte Stella ihre Hand aus und die Wahrsagerin begann darin zu lesen. „Oh, ich sehe eine lange Lebenslinie. Und ah.. da sehe ich einen Mann", sie zeigte auf eine kleine Einkerbung in Stellas Hand, Stella blickte sie interessiert an. „Werde ich ihn heiraten?" „Nein", erwiderte sie, „dieser Mann spielt in deinem Leben keine Rolle mehr, aber bald", ihre Stimme wurde leiser, „bald wird ein neuer Mann in dein Leben treten, der dir eines Tages sehr viel bedeuten wird. Du wirst feststellen müssen das auch der erste Eindruck täuschen kann. Du musst ihm irgendwann eine Chance geben und ihm vertrauen!"

Stella zog ihre Hand wieder zurück. „Unsinn!" entkam es ihr, was ihr jedoch, als sie den enttäuschten Blick der Lehrerin sah, gleich wieder leid tat.

„Verzeihen Sie bitte, aber ich glaube nicht unbedingt an so etwas." „Und SIE wollen eine Hexe sein?" Frau Liebknecht wand sich beleidigt ab.

„Na eins habe ich zumindest erreicht", dachte sich Stella, „Sie ist wieder ruhig!"

Sie griff wieder zu ihrem Walkman um zum x-ten Mal ihr Lieblingslied zu hören. „Ha, ein neuer Mann! Ich habe erst mal genug von Kerlen, sind doch eh alle gleich!" dachte sie, während sie wieder nach draußen schaute und merkte, das Paris nicht mehr weit sein konnte.

Kurz darauf erreichten sie Paris und wurden dort von dem Hausmeister von Beauxbarton, einem älteren Franzosen, der eine dieser typischen, schiefen Mützen trug, abgeholt. Er führte sie alle in eine Seitengasse, wo ein seltsames Gefährt, eine Mischung aus Auto und Pferdekutsche, jedoch ohne Pferde, stand. Der alte Mann deutete ihnen, darin Platz zu nehmen. Frau Liebknecht versuchte einige Brocken Französisch zu sprechen, mehr außer ein „Bonjour" brachte sie jedoch auch nicht zusammen.

Das Kutschenauto setzte sich in Bewegung. Anscheinend war es mit einem Unsichtbarkeits-Zauber belegt, denn niemand außerhalb der Kutsche achtete auf das Gefährt. Dieses erhob sich plötzlich in die Luft und sie schwebten über Paris.

„Wow, was für ein toller Anblick!" flüsterte Stella als sie unter sich den Eifelturm sah. „Faszinierend, in der Tat", erwiderte die Professorin.

Sie waren noch mal etwas über eine Stunde unterwegs, als sie endlich die französische Zauberschule erreichten.

Die Kutsche landete direkt vor dem Haupteingang und die Tür wurde geöffnet. Draußen stand eine riesige Frau. Noch nie hatte Stella eine Halbriesin gesehen.

„Ah, meine lieben, isch begrüsse sie rescht ´erzlisch in unsere Zauberschule! Isch bin Madame Maxime!" Madame Maxime hielt jeden von ihnen ihre riesige Hand hin, und Stella fürchtete, dass der Händedruck von ihr sicher recht stark sein müsste. Doch Madame Maxime war es anscheinend gewöhnt normalen Menschen die Hand zu geben und sie hielt sich zurück, allzu fest zuzudrücken.

„Isch werde sie gleisch zu ihre Table bringe, wo sie später noch aufe unsere Gäste von Hogwarts treffen!"

Sie betraten den großen, Lichtdurchfluteten Speisesaal. Es war ein wunderschöner Raum. Anscheinend völlig aus weißem Marmor. An den Fenstern hingen goldenfarbene Vorhänge. Alle drei waren schwer beeindruckt.

Madame Maxime führte sie an einen runden Tisch an dem sieben Stühle standen. Darunter auch ein extragroßer, anscheinend für Madame Maxime.

Diese deutete Ihnen sich zu setzten. Auf den Tellern leuchteten in Zauberschrift die Namen der Personen, die am Tisch sitzen sollten.

Stella sollte zwischen einer gewissen Hermine Granger und einem Draco Malfoy sitzen. Sie nahmen Platz und Madame Maxime war wieder durch die große Tür verschwunden, wahrscheinlich um die Gäste aus Hogwarts zu empfangen.

Stella sah sich neugierig um. Auch hier war der Lehrertisch erhöht und sie folgte Kopernikus verträumten Blick. An der Tafel saß die schönste Frau, die sie je gesehen hatte. Selbst Stella war durch ihre Erscheinung geblendet. Auch Professor Liebknecht war ihren Blicken gefolgt und klärte sie auf. „Das ist eine Halb-Veela. Ihr Name ist Fleur Delacour. Sie hat vor 3 Jahren am Trimagischen Turnier teilgenommen. Jetzt ist sie hier Lehrerin!"

Von der anderen Seite des Raums vernahmen sie Stimmen und sie drehten sich Richtung Tür. Madame Maxime trat wieder ein, hinter ihr liefen die zwei Schüler von Hogwarts sowie deren Lehrer.

Das Mädchen hatte lange, gelockte Haare und schien nicht allzu begeistert zu sein, jedoch sah sie sympathisch aus. „Das musste Hermine Granger sein!" dachte sich Stella. Hinter ihr trottete ein blonder Junge, dessen Haare gegelt am Kopf lagen. Er blickte ziemlich mürrisch drein. „Na, dann viel Spaß, meine lieben Feenhainer!" entfuhr es Stella leise.

Die absolute Krönung der Engländer war aber deren Begleiter. Noch nie hatte Stella so einen Mann gesehen. Er war völlig in schwarz gekleidet. Seine schulterlangen, schwarzen Haare fielen ihm strähnig ins Gesicht und ihn schien durch und durch eine düstere Aura zu umgeben, was durch seinen verbitterten Geschichtsausdruck und seinen kalten Augen nur noch unterstrichen wurde.

„Für uns wird es wohl auch nicht sonderlich lustig!" flüsterte Kopernikus Stella zu. Diese nickte bestätigend.

Die vier traten an den Tisch und Madame Maxime stellte sie gegenseitig vor: „´ier ´aben wir die andere Schüler, `ermine Granger und Draco Malfoy." Stella und Kopernikus nickten den beiden zu und wurden ebenfalls vorgestellt.

„Das ist Proffesör Snape, er wird sie wieder zurück nach `ogwarts begleiten!"

Snape ließ seinen Blick über die Austauschüler schweifen. Der Junge schien das männliche Pendant zu Hermine Granger zu sein. Man sah ihm sofort an, dass er ein Streber war. „Das sind ja meine besten Freunde!" dachte er sich.

Er blickte zu dem Mädchen rüber. Sie wirkte auf ihn recht seltsam. Ihre langen, dunkelbraunen Haare hingen ihr wirr im Gesicht anscheinend legte sie keinen Wert darauf, wie sie aussah.

Woher hätte Snape auch wissen sollen, das es Stella im Moment wirklich egal war, wie sie rumlief, sie hatte nicht vor irgend jemanden zu gefallen! Er blickte weiter an ihr runter, sie trug anscheinend ein Muggel T-Shirt auf dem das Wort „Hexe" zu lesen war. Die Dame legte es wohl darauf an, das jeder gleich wusste wer sie war.

Sie blickte Snape mit ihren blauen Augen offen und freundlich an. „Aha", dachte Snape düster, „das ist so eine, die mich mit Sicherheit mit Fragen löchern wird!"

„Was starren Sie mich so an?" fauchte er sie an.

Stella wollte eigentlich nur einen netten Eindruck machen, indem sie jeden freundlich Ansah. Mit so einem Angriff hätte sie nicht gerechnet.

Der Mann hatte eine dunkle, tiefklingende Stimme. Sie hatte nicht so schnell auf Englisch umschalten können und hatte nicht so ganz verstanden was der Mann gesagt hatte. Es konnte auf jeden Fall nichts Gutes bedeuten. Sofort erlosch ihr Lächeln und sie blickte erschrocken weg.

„Mein Gott, was für ein schrecklicher Mann!" Das wurde ja wirklich ein tolles Jahr. Hoffentlich hatte sie DEN nicht allzu oft im Unterricht.

Nachdem sich Hermine neben Stella gesetzt hatte und diese ein leises „Hello" hauchte ging es Stella wieder besser. Anscheinend waren nicht alle Engländer so düster wie die beiden Männer.

Bevor sie Hermine irgend etwas erwidern konnte, erhob Madame Maxime wieder ihre Stimme. „Isch abe ihnen eine Bescher mit eine Verstehen-Trank ´ingestellt, damit sie sisch bässer unter´alten können!"

Stella sah den Becher vor sich und griff nach ihm. Besonders angenehm roch das Zeug nicht. „Na, ja", dachte sie, „dann wollen wir mal!" Sie hob den Becher an ihren Mund und trank ihn in einem Zug aus. Das Zeug schmeckte widerlich. Sie kam sich vor, als ob sie einen Topf Wick Vaporup getrunken hätte.

Auch Hermine schüttelte sich. Sie grinste Stella an. „Schmeckt furchtbar, nicht wahr?" „Allerdings." erwiderte Stella.

Es war komisch. Sie sprach zwar immer noch Deutsch und Hermine Englisch, aber trotzdem verstand sie alles was Hermine sagte. „Aber die Wirkung des Tranks ist umwerfend!"

Snape blickte bei dieser Bemerkung zu ihr hinüber. Sie fühlte seinen Blick auf sich. „Im welchen Schuljahr sind Sie?" Stella bemerkte, dass er sie wieder mit kalten Augen und hochgezogenen Augenbrauen anblickte. „Jetzt im siebten Schuljahr!" antwortete sie.

„Dann", Snape beugte sich etwas nach vorne und starrte sie an, „sollten Sie doch schon längst diesen Trank gelernt haben!?" „Oder hinkt Ihr in Deutschland so dem Stoff hinterher?"

Stella fuhr sich nervös mit der linken Hand durch ihre langen, dunkelbraunen Haare und strich sich die Strähnen hinter ihr Ohr. Sie hatte ihn heimlich „das Ekel" getauft. Der Kerl konnte einen alleine durch seine Stimme völlig verunsichern.

„Natürlich," erwiderte sie kalt, „haben wir schon diesen Trank durchgenommen, leider bin ich nicht dazugekommen ihn auszuprobieren."

„Sie sollten Ihren Lehrern mal vorschlagen, dass die Schüler auch die Tränke probieren sollten, das ist immer sehr wirksam." dabei blickte er Frau Professor Liebknecht an, die Madame Maxime völlig mit ihrem Gerede in Beschlag genommen hatte.

„Wenn ich Professor Tränkwälder irgendwann im nächsten Jahr mal wiedersehe, werde ich es ihm ausrichten! Wenn ich mich noch daran erinnere!" antwortete Stella spitz.

Snape bemerkte das sich die Augen der deutschen Schülerin zu Schlitzen verengt hatten und sie ihn richtig angiftete.

„Ich freue mich jetzt schon darauf, Sie in meinem Unterricht haben zu dürfen!" knurrte er mit einem ironischen Unterton.

Mit der würde er noch einige Kämpfe auszufechten haben, dessen war er sich sicher. Fragte sich nur, wer von den beiden nach Gryffindor und Slytherin kam. Er befürchtete fast, dass diese Stella in seinem Haus landen würde!

Stella beschloss nun nichts mehr zu ihm zu sagen. Wahrscheinlich hatte sie sich jetzt schon so viele Minuspunkte bei ihm eingeheimst, dass der Unterricht wahrlich keine Freude sein würde.

Inzwischen hatte sich der Tisch vor ihnen mit lauter französischen Köstlichkeiten gefüllt.

Da standen Pasteten, französischer Käse, Baguette, Aufläufe und noch vieles mehr. Stella und ihre Tischgenossen griffen beherzt zu.

„Mhhm, sagte Hermine mampfend, ist das lecker!" Stella stimmte ihr kauend zu. Plötzlich vernahm sie die Stimme des blonden Jungen, der neben ihr saß. Sie klang hochnäsig und gelangweilt. „Wo schlafen wir eigentlich heute Nacht?"

„Ah, sie werden sischer Müde sein!? antwortete Madame Maxim. „Isch ´abe mir erlaubt die Mädchen in eine gemeinsame Zimmär unterzubringen wie die Junge auch!" Malfoy musterte Kopernikus und schnaubte verächtlich. Die Lehrer ´aben eine eigene Zimmär!"

„Oh, das ist schön", sagte Hermine, „dann können wir uns ja noch ein bisschen über die jeweils andere Schule unterhalten!" sie grinste Stella an, die erleichtert ihr lächeln erwiderte.

Plötzlich ertönte wieder die Stimme des „Ekels": „Dann können Sie ja mal wieder Ihren unglaublichen Wissensdurst stillen, nicht wahr, Miss Granger?"

„Währe ich nicht so wissensdurstig, Professor Snape", Hermine blickte ihn stur an, „dann würde ich jetzt wohl kaum hier sitzen!" sie schluckte. Normalerweise widersprach sie Snape nie. Aber er würde ihr hier wohl kaum Punkte für Gryffindor abziehen.

Snape erhob sich bedrohlich. „Zwa…." „Wir sind hier nicht in Hogwarts", warf Hermine trocken ein. „Hier können Sie mir keine Punkte abziehen!" Hermine reckte stur ihr Kinn nach oben, stand auf und frage Madame Maxime wo die Schlafgemächer waren. Auch Stella war aufgestanden. Sie war eh müde und mit diesen unmöglichen Personen wollte sie auf keinen Fall noch länger am Tisch sitzen. Diesen Snape würde sie noch lange genug ertragen müssen.

Sie drehte sich um und sah, das die Halb-Veela an ihren Tisch getreten war. „´ermine, isch freue mich so, disch widär einmal zu sähen!" Fleur umarmte Hermine. „Isch bringe eusch zu eure Zimmär!"

Alle männlichen Wesen, inklusive dieser schreckliche Snape, hatten einen wunderbar verträumten Geschichtsausdruck angenommen und schmachteten Fleur an.

Noch einmal sprach Madame Maxime: „Ihr werdet morgen früh um acht Ühr geweckt. Nach die „Petit Dejeune" ihre werdet fortsetzen eure „jeunee"! „Bon Nuit!"

Fleur führte die beiden Mädchen in den Gästetrakt.

Als sie in den Betten lagen erzählte Stella Hermine alles Wissenswerte über „Feenhain".

Nachdem sie geendet hatte frage sie Hermine: „Dieser Professor Snape, ist der immer so schrecklich?" Hermine verzog ihr Gesicht und antwortete: „Ja, immer, er zieht uns Gryffindors andauernd Punkte ab, weil er uns nicht leiden kann. Draco dagegen bevorzugt er! Und mit diesem Idioten darf ich nun das kommende Jahr verbringen. Ich hoffe sehr, dass ich ihm in Feenhain aus den Weg gehen kann!"

Beide waren inzwischen sehr müde geworden, wünschten sich Gute Nacht und schliefen ein.

Der nächste Tag würde sicher wieder viele neue Überraschungen mit sich bringen!





Anmerkung: Danke für die netten Reviews. Hier kommt Kapitel 2.

Die Story läuft leider etwas schleppend an, aber ich bemühe mich mehr zu schreiben. Kapitel ist leider nicht so lang… werden es aber noch.. versprochen..





2. Abreise nach Hogwarts



Stella sowie auch Hermine erwachten eine Stunde früher als sie eigentlich hätten aufstehen müssen.

Stella hatte sich auf den Bauch gedreht und ihren Kopf auf ihre Hände gestützt und sah Hermine interessiert an. Sie war gerade dabei ihr noch ein wenig von Hogwarts zu erzählen.

„Nun, da gibt es 4 Häuser. Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff und Slytherin. Ich denke mal, dass ihr auch den sprechenden Hut aufbekommt, der euch dann in die Häuser einteilen wird."

„Was meinst du", fragte Stella sie „wo wird der Hut mich wohl hinstecken?"

„Hmm…." Hermine sah sie nachdenklich an.

„Das kann man nie genau sagen! Wahrscheinlich wird je einer von euch entweder in Gryffindor oder Slytherin landen, da sind ja jetzt Plätze frei! Ich hoffe sehr für dich, dass du in meinem Haus, Gryffindor landest. Dann kannst du ja deine Zeit mit Harry und Ron verbringen."

„Slytherin ist schrecklich!" Hermin erschauderte, als sie wieder daran dachte, dass sie mit Malfoy weiterreisen musste.

„Snape ist dort der Hauslehrer. Na, ja und schau dir Malfoy an. So schleimig wie er, sind in Slytherin einige!"

Stella verzog ihr Gesicht. „Dann kann ich nur hoffen, dass der Hut gnädig zu mir ist und mich zu deinen Freunden schickt!"

Nun war Stella dran, von „Feenhain" zu erzählen.

„Unsere Schule ist nicht so groß wie Eure. Bei uns gibt es nur die Aufteilung in ein Jungen - und ein Mädchenhaus. Allerdings haben die älteren Semester schon einige Vorteile. Seit dem sechsten Schuljahr muss man nicht mehr im großen Schlafsaal schlafen, sondern hat einem Zweibettzimmer."

Ich denke mal, das du bei meiner Freundin Michaela wohnen kannst, sie ist wirklich ein Schatz! Du musst sie bitte noch mal von mir Grüßen, ja?"

Hermine nickte. „Wenn du Harry und Ron noch sagst, dass ich sie jetzt schon vermisse!"

„Mach ich!"

@@@@@@@

Es klopfte an ihrer Tür und Fleur Delacour steckte ihren Kopf in das Zimmer. „Guten Morgen, mon chérs! Aufstehen. Das Frühstück wird in einer ´alben Stunde serviert. Am besten, ihr packt jetzt schon eure Baggage für eure Abreise! Bis spätär." flötete Fleur und verschwand wieder.

Nach einer halben Stunde gingen sie hinunter in die Halle. Ihr Tisch war, bis auf Kopernikus, noch unbesetzt. Stella ließ sich neben ihm nieder. Jetzt flammten schließlich nicht mehr die Namen auf den Tellern auf und sie konnte sich aussuchen wo sie sitzen wollte.

„Guten Morgen!" sagte dieser. „Na, hast du gut geschlafen?"

„Geht so, ich bin ein wenig nervös."

Stella griff nach einem Croissant und bestrich es sich gerade mit Butter, als eine Express-Eule auf Kopernikus zugestürzt kam und mitten in der Marmelade landete.

Sie sahen sich verwundert an. „Wer schickt mir denn hier etwas her?" er blickte Stella und Hermine fragend an. Diese konnten nur fragend mit den Schultern zucken.

Kopernikus griff nach dem Pergament, dass am Fuß der Eule befestigt war, öffnete dies und las.

Er wurde blass. „Es tut mir leid, Stella, aber ich glaube, du musst als einzigste Austauschschülerin nach Hogwarts reisen!"

„W-Was? Warum denn?"

„Meine Großmutter, du weißt doch, sie ist schwer krank, anscheinend hat sich die Krankheit dramatisch verschlechtert, ich muss zu ihr hin! Ich werde wohl wieder mit Frau Liebknecht zurückreisen!"

„Oh, nein!" sagte Stella leise „es tut mir so leid, Kopernikus!"

Inzwischen war auch Madame Maxime an den Tisch getreten und hatte mitbekommen, was er zu berichten hatte.

„Es tut mir särr leid, jünger Mann!" sagte diese. „Abär, wie wird es nün weitergehen?"

„Sie werde nun müssen Reise alleine mit Professör Snäpe!" sie blickte zu Stella hinunter die traurig ihr Gesicht verzog.

„Na, ganz toll", seufzte sie.

„Glauben Sie mir", vernahm sie nun eine tiefe Stimme hinter sich, die, wenn sie nicht so kalt geklungen hätte, eigentlich sehr schön war „Ich könnte mir auch schöneres vorstellen, als mit Ihnen alleine reisen zu müssen!" es war dieser Snape.

Sie erstarrte entsetzt. „Natürlich, jetzt war sie diesem Ekel vollkommen alleine ausgesetzt. Na, wunderbar!" dachte Stella und sie legte den Croissant auf ihren Teller. Ihr war der Hunger vergangen.

„Isch ´abe leider ein andere schleschte Nachrischte für sie!" begann Madame Maxime.

„Was" fragte sich Stella, „konnte noch schlimmer sein, als das sie mit diesem Kerl alleine reisen musste?

„Wie sie ge´ört aben, ist die Flo´netzwerk leiderr kapütt, so sie würden normalerweisse reisen mit die Örö-Expresse, aber leiderr ist gerade eine, wie sagt man, Streik! Sie werden fahre müssen mit die Auto!"

Stella und Snape starrten sie entsetzt an. Streik?!

„Und wer" fragte Snape gefährlich leise „soll dann das Auto fahren? Ich kann es nicht!"

Stella bemerkte, wie unangenehm es ihm wohl war, sich eingestehen zu müssen, dass er nicht Auto fahren konnte!

„Nun, mon chere Stella, was ist mit ihne?" Madame Maxime hatte eine ihrer Riesenhände auf Stellas Schulter gelegt und sah sie fragend an.

„Äh, nun ja…" Ich bin 18, ich habe in den Sommerferien bei meinen Eltern den Führerschein gemacht."

„Madme Maxime klatschte freudig in die Hände. „Das ist wünderbare!" Drausse, vor die Tor steht das „petit" Automobile!"

Da es schon spät war, mussten sie sich alle auf den Weg machen. Stella fiel es schwer, sich von allen zu verabschieden. Es tat ihr unendlich leid, dass Kopernikus nicht mitkommen konnte. Vielleicht würde er ja nachkommen.

Sie umarmte Hermine und Kopernikus, verabschiedete sich mit einen Handschlag bei ihrer Wahrsage-Lehrerin und nickte Malfoy nur kurz zu.

Sie fand ihn auch genauso widerlich wie Hermine und sie beneidete sie auch nicht, mit ihm weiterreisen zu müssen.

Dann fiel jedoch ihr Blick auf ihren „Reisekameraden" und sie musste sich eingestehen, dass sie sich selbst auch nicht beneidete.

Sie traten vor das Schlosstor und begutachteten den alten, klapprigen Fiat.

„Das" dachte Stella „ist kein Auto, sondern ein Zustand!" Sie sah vorsichtig Snape an, der skeptisch das Gefährt begutachtete. Ihr war mulmig. „Das wird bestimmt lustig ohne Ende!" dachte sie grimmig und öffnete die Fahrertür.

„Na, ja, wenigstens ist ein Radio mit Kassettendeck drin!" das würde die Fahrt hoffentlich um einiges verkürzen.

„Madame Maxime" fauchte Snape plötzlich neben ihr „glauben Sie wirklich, dass wir mit diesem DING überhaupt in England ankommen?"

Severus kochte vor Wut.

Er traute diesem Ding da nicht und erst recht war er nicht begeistert davon einer achtzehnjährigen Hexe ausgeliefert zu sein!

„Aberr sücher, meine liebe Professör Snäpe! Ir ich abe die „Carte de Route" für Sie! Gute Fahrt!"

Stella hatte inzwischen ihr Gepäck eingeräumt, da dieses „Ekel" nicht daran dachte, ihr dabei behilflich zu sein. Sie griff in ihren Rucksack und holte aus ihrem Walkman die Kassette.

Wenn er sich schon so widerlich benahm, würde er jetzt ihre Musik ertragen müssen!

Sie war eigentlich kein Mensch, der boshaft war, aber dieser Mann brachte sogar in ihr die schlechten Seiten zum Vorschein!

Stella setzte sich und schob die Kassette in das Radio.

Severus hatte die Tür geöffnet und wollte sich in das Auto setzen.

Bei dem „wollen" blieb es auch erst einmal.

Zu erst versuchte er, mit dem Kopf nach vorne in das Auto zu steigen. Das klappte allerdings nicht, da er, als er dann einen Fuß in das Auto ziehen wollte fast mit dem Kopf auf Stellas Schoß landete. Diese blickte nach unten und sah plötzlich nur noch schwarze Haare vor sich. Snape griff mit der einen Hand an das Lenkrad und mit der anderen an die Handbremse um sich abzustützen. Dadurch versuchte er, sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Stella presste ihre Hand vor dem Mund. Er sollte ja nicht mitbekommen, dass sie das alles höchst amüsant fand. Nun begann sie doch zu glucksen.

„Was ist?" fuhr Snape sie an, der in diesem Moment mit seinem Kopf an die Autodecke knallte.

Stella konnte nichts mehr sagen. Es war einfach zu köstlich dem Mann dabei zuzusehen, wie er sich abquälte.

Severus drückte sich wieder aus dem Auto raus und versuchte es nun mit seinem linken Bein zu erst.

„Aha, er hat gelernt!" dachte Stella grinsend. Leider war der Sitz ziemlich weit nach vorne gestellt und als Severus endlich saß, fühlte er sich wie eine Ölsardine.

Seine Beine waren steil angewinkelt und er stieß mit seinen Knien an das Handschuhfach. Sein Kopf war an die Decke gepresst.

Stella konnte nicht anders und fragte ihn grinsend: „Sitzen Sie gut, Professor?" Er drehte langsam seinen Kopf Richtung Stella. So gut er eben konnte.

Er blickte sie giftig an. „Sie finden dass wohl lustig, wie?" fragte er kalt.

In dem Moment konnte sie einfach nicht mehr. Ihr kamen vor Lachen die Tränen.

Dieser Anblick war einfach einmalig.

Sie beschloss, den armen Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien und steckte ihre rechte Hand zwischen sein linkes Bein und den Sitz, um den Hebel zu finden, mit dem der Sitz nach hinten befördert wurde.

„Was tun Sie da???" inzwischen schrie er sich richtig an.

„Ich versuche" antwortete sie in dem sachlichsten Ton, den sie zwischen ihrem Gegluckse irgendwie hinbekam „Sie aus Ihrer misslichen Lage zu befreien, und wenn Sie endlich mal stillhalten würden, würde mir das auch gelingen!"

Einen Moment hielt er dann auch wirklich still und Stella konnte den Hebel hochziehen.

Schneller als sie gedacht hätte, rastete der Sitz aus seiner Verankerung.

Leider fuhr dieser so schnell nach hinten, dass Stella ihren Arm nicht mehr herausziehen konnte und wurde, eingeklemmt zwischen Snape´s Bein und dem Sitz, mit nach hinten gezogen, so dass sie mit ihrer linken Wange auf seinem linken Knie landete.

„Verlassen Sie sofort mein Knie!" angewidert sah er nach unten. Er sah eigentlich nur braune, leichtgelockte, lange Haare zwischen denen er nur ein Nuscheln raushörte.

„Wenn Sie ihr Bein lockern würden, könnte ich das auch tun!" presste sie, so gut es mit der Wange auf seinem Knie ging, heraus. Trotz dieser komischen Situation nahm sie einen schwachen, herben Duft wahr, der von ihm ausging und sie dachte kurz, dass er gut roch.

Severus streckte sein Bein aus und Stella konnte sich augenblicklich wieder in ihren Sitz fallen lassen.

Zwar hatte er nun Beinfreiheit, aber sein Kopf stieß immer noch an die Decke.

„Sie sind wohl wirklich noch nie Auto gefahren, wie?" fuhr Stella ihn an und rieb sich schmerzhaft ihren Arm.

„Nein! Ich hatte es bis jetzt auch noch nie nötig, mich in so eine Ölsardine zu quetschen!" fauchte er zurück.

„Das merkt man!" antwortet sie sarkastisch.

Severus versuchte, irgendwie eine bessere Sitzposition zu bekommen.

Wieder hörte er die Stimme dieser nervigen Austauschschülerin.

„Vielleicht" zwitscherte sie mit ihrer „süßen" Stimme „sollten Sie mal das Rad an der Seite drehen, dann geht die Rückenlehne zurück!"

Severus blieb nichts anders übrig, als ihrem Rat zu folgen. Er drehte an dem Rad auf der rechten Seite und zu seiner Überraschung wurde der Abstand zwischen seinem Kopf und der Decke tatsächlich größer.

Er atmete auf.

„Können wir dann?" fragte Stella sachlich.

Snape starrte schweigend gerade aus. Er ärgerte sich, dass er sich so lächerlich gemacht hatte. Auch noch vor einer Schülerin!

Stella starrte ihn an. „Hmm.. da Sie nichts sagen, deute ich das mal als ein „Ja", dennoch wäre ich ihnen dankbar, wenn Sie noch die Tür schließen würden! Mit offener fährt es sich leider nicht so gut!"

Severus warf ihr einen Blick zu als ob er sie gleich erwürgen wollte und zog die Tür zu.

„Nun, dann wollen wir mal!" sagte Stella fröhlicher, als sie sich eigentlich fühlte.

Sie wusste, dass dieser Mann sie nun wahrscheinlich abgrundtief hasste und sie es im kommenden Schuljahr mit Sicherheit spüren würde.

Stella drehte den Schlüssel um und startete das Auto. Langsam fuhren sie die steinige Straße nach unten und ihre Fahrt nach Hogwarts begann.





3. …Weit ist der Weg….

Teil 1



Einige Zeit lang fuhren sie schweigend. Was hätten sie auch großartig besprechen sollen?

Stella warf ihm einen vorsichtigen Blick zu. Anscheinend war er immer noch sehr verärgert und sie beschloss, dass es Zeit für etwas Ablenkung wurde.

Sie hob ihre Hand und steckte die Kassette, die sie schon in das Radio geschoben hatte, nun ganz in den Recorder und drehte den Lautsprecher auf.

Snape, der immer noch im Gedanken an seine Unfähigkeit war, schreckte auf, als er plötzlich eine fremde Stimme und Klavierspiel vernahm.

Verdattert blickte er um sich her.

Woher kamen diese Geräusche? Zutiefst erschrocken zog er seinen Zauberstab aus seinem Umhang und fuchtelte damit vor den Armaturen und Stella umher.

Diese warf einen erstaunten Blick auf ihn und den Zauberstab und fragte sich, was denn nun schon wieder geschehen war!

Wieder erschien ein breites Grinsen in ihrem Gesicht. Sie kannte wirklich genug Zauberer, aber noch keiner hatte sich so seltsam in der Muggelwelt benommen, wie dieser!

„Sie brauchen nicht zu dirigieren! Die Musik läuft auch so!" sagte sie trocken und verkniff sich wieder ihr Grinsen. Es war ihm gegenüber einfach ungerecht!

Snape beendete Augenblicklich sein Herumgefuchtel und starrte sie mit bitterböser Miene an.

„Was sagen Sie da?" seine Stimme klang so düster und kalt, dass Stella wirklich Angst bekam. Jedoch wollte sie sich nicht von ihm verunsichern lassen und deutete auf das Radio. „Die Musik kommt da raus!"

Ihm entfuhr nur ein langes „Ahhh…" und er steckte wieder seinen Zauberstab in die Tasche.

„Beim Merlin, Severus! Hast du denn noch nie etwas über Muggel gelesen, oder warum benimmst du dich so bescheuert?" wahrscheinlich nahm ihn diese Miss Maris nun gar nicht mehr ernst. Er hoffte sehr, dass sie schnell Hogwarts erreichen würden und er wieder auf sicheren Terrain war.

Unauffällig ging sein Blick zu der jungen Frau hin. Konzentriert sah sie auf die Straße und es schien ihr nicht besonderst viel auszumachen, dieses Gefährt zu fahren, da sie angefangen hatte das Lied mitzusingen.

Severus verstand nicht, um was es darin ging, da er schließlich kein Deutsch verstand. Aber seltsamerweise gefiel ihm das Lied, was da gerade lief. Anscheinend eine Ballade und diese unterstrich sie noch mit ihrer glockenhellen Stimme.

Er musterte Stella nun von oben bis unten. Anscheinend hatte sie es irgendwie geschafft, ihr Haar zu bändigen. Severus musste sich eingestehen, dass er es irgendwie bewundernd fand, wie sie ihm Paroli bot. Wieder sprach seine innere Stimme: „Du musst vollkommen verrückt sein! Jetzt bewunderst du sie auch noch dafür, dass sie keine Angst vor dir hat?" er besann sich wieder.

Dieses kleine Gör würde es schon noch mit ihm zu tun bekommen, dessen konnte sie sich absolut sicher sein! Doch er musste sich verbessern. Ein kleines Gör war diese Stella Maris mit Sicherheit nicht mehr! Sein Blick verließ ihr Gesicht und glitt nach unten. Ihre weiblichen Formen zumindest waren unübersehbar! Severus ärgerte sich selbst über seine Gedanken und blickte wieder zum Seitenfenster hinaus.

Stella hatte sehr wohl mitbekommen, dass dieses „Ekel" sie von oben bis unten gemustert hatte. Auch sie machte sich so ihre Gedanken und fragte sich, ob sich vielleicht noch eine andere Person hinter dieser Maske versteckte!

„Wohl kaum!" dachte sie sich. „Er ist einfach nur ein Ekel!"

Ihr Blick fiel auf den Benzinstand. Anscheinend war das Auto nicht sonderlich aufgetankt gewesen, denn nun zeigte die Nadel bedrohlich gen Null.

Sie waren irgendwo in der Provence unterwegs. Um sie herum blühten wundervolle Lavendelfelder. Leider nur Lavendelfelder!

Von einer Tankstelle, geschweige denn von einem Dorf war weit und breit nichts zu sehen!

Einige Kilometer weiter gab der kleine Fiat nur noch ein paar stotternde Geräusche von sich und blieb am Straßenrand liegen.

„Oh NEIN!" stöhnte Stella laut auf und ließ ihren Kopf auf das Lenkrad sinken.

Severus blickte sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Nun" frage er mit knurriger Stimme „Sie haben doch nicht etwa ein Problem, Miss Maris?"

Sie fuhr hoch und blickte ihn sauer an. „Wenn" motzte sie zurück „dann haben wir beide ein Problem!"

Stella war nun Auge um Auge mit ihm und kam ihm in dem, sowieso schon engen Auto, noch näher und sah ihm stur in seine wütend funkelnden Augen.

„Wir haben kein Benzin mehr! Haben Sie vielleicht einen Vorschlag, was wir dagegen tun sollen?"

Severus starrte entsetzt zurück und wich nach hinten. Ihm war diese Nähe, die in dieser Kiste entstand, einfach zu eng! Er öffnete die Tür und verließ so schnell wie möglich das Auto.

Er blieb stehen und lehnte sich an das zerbeulte Gefährt und atmete tief durch. In seine Nase stieg ein intensiver Duft von Lavendel.

Eigentlich mochte er diesen Duft aber so viel davon würde ihn ja total benebeln! Was war dass bloß für ein Horrortrip!

Auch Stella war ausgestiegen und lief, praktisch veranlagt wie sie war, zum Kofferraum und öffnete diesen. Severus beobachtete sie genervt.

„Was gedenken Sie nun zu tun?" fragte er in Richtung Kofferraum.

Stella kramte zwischen dem ganzen Gepäck umher und zeigte sich erst wieder, als sie triumphierend einen schwarzen Kanister in die Höhe streckte.

„Sehr schön!" sagte sie. „Einen Benzinkanister haben wir schon mal!" und ging, während sie dies sagte auf Snape zu und drückte ihm den Kanister in die Hand.

„Was soll ich damit?" er blickte angewidert das komische Teil an.

„Ich denke", antwortete Stella grimmig, „dass wir jetzt wohl einen kleinen Spaziergang ins nächste Dorf machen sollten! Ansonsten kommen wir hier nicht weg!"

„Schade, dass wir keine Besen dabei haben!" sagte sie nachdenklich.

Stellas Besen stand zu Hause, bei ihren Eltern auf dem Speicher. Sie flog nicht sonderlich gerne, deshalb staubte er dort vor sich hin.

„Ach!" raunzte Snape. „Weil es ja gar nicht auffallen würde, wenn wir mal so einfach querfeldein fliegen würden!"

„Dann sollten wir uns wohl mal auf den Weg machen!" sagte Stella und zog sich ihre Jacke aus. Es war inzwischen schon Mittagszeit und die Sonne strahlte unerbittlich auf die beiden hinunter.

Sie lehnte sich noch einmal in das Auto und zog den Schlüssel heraus und griff nach ihrem Rucksack, in dem ihre wichtigsten Utensilien waren. Unter anderem auch noch etwas Muggel-Geld. Außerdem nahm griff sie wieder nach der Kassette, weil sie wusste, dass sie es mit diesem Menschen sonst nicht aushalten würde!

Sie schloss das Auto ab, steckte den Schlüssel in eine der Rucksack-Taschen, zog sich diesen auf ihren Rücken und wanderte los.

Snape, der immer noch verdattert da stand blickte ihr einen Moment nach.

Sie drehte sich nach einigen Metern um.

„Was ist? Sie wollen doch wohl auch so schnell wie möglich wieder nach Hause, oder?" sie blickte ihn Herausfordernd an.

Er verzog genervt sein Gesicht und folgte ihr.

@@@@@

Nach einigen Minuten kam auch er ins schwitzen. Die Hitze hier war wirklich kaum auszuhalten, und selbst Snape, der seinen Umhang höchst selten ablegte, beschloss aufgrund der Hitze ihn auszuziehen.

Er stellte den Kanister auf dem Boden ab und entledigte sich seines Umhangs und legte ihn sich über den Arm.

Er hatte Stella inzwischen auch einen „Spitznamen" gegeben. Er nannte sie heimlich „Verrückte" was sie in seinen Augen auch war.

„Die ist ja schlimmer als die Granger!" dachte er genervt und griff wieder nach dem Kanister um ihr zu folgen.

Die „Verrückte" war nun schon ein Stück weitergelaufen und achtete nicht sonderlich auf ihn.

Stella grinste vor sich hin. Die Situation war wirklich äußerst befremdlich.

Da sollte sie zu DER Zauberschule schlechthin reisen und befand sich nun im prallen Muggel-Leben. Dazu noch mit einer Person, die anscheinen nichts mehr hasste als die „normale" Welt.

Sie dachte an ein englisches Lied und begann zu. Es passte wirklich gut zu dieser Situation.



I'm walking, yes indeed I'm talking
For you and me and I'm hoping
That you'll come back to me

I'm lonely as I can be
And I've waited for your company
And I'm hoping that you'll come back to me…..



„Ok, ok".. dachte sie.. „vielleicht nur die aller erste Zeile, aber wenn sie Oliver mit einbezog.. allerdings musste sie sich eingestehen, dass sie an ihn gar nicht mehr gedacht hatte! Trotzdem hatte sie für kurze Zeit ihren Reisebegleiter vergessen, der sich jedoch nun umso lauter in Erinnerung brachte.

@@@@@

Severus Snape war inzwischen wirklich wütend. Nicht, dass es schon genug war, dass er mit einem Muggel-Gefährt nach Hogwarts fahren musste!

Nein, er war auch noch einer anscheinend Verrückten ausgeliefert, die die ganze Zeit vor sich hin sang!

Inzwischen sogar ein Lied in Englisch.

Die erste Zeile klang sogar richtig passend zu der Situation. Die anderen klangen aber eher nach Sehnsucht und Liebe und er fragte sich, wen sie sich da wohl so sehr zu sich wünschte!?

Woher sollte er auch wissen, dass es in der Muggel-Welt einen Film gab, wo ein Mann in so einer Situation das gleiche Lied sang. Dadurch war auch Stella darauf gekommen.

Er hatte jetzt wirklich genug von ihrem Gesinge und lief schneller und griff nach ihrem Arm und zerrte sie zu sich herum.

Stella stoppte abrupt mit dem Lied als sie nach hinten gerissen wurde. Völlig geschockt starrte sie Snape an.

„Was tun Sie da?" schrie sie ihn nun entsetzt an. Allmählich bekam sie wirklich Angst vor ihm.

Snape starrte sie wütend an und brüllte ebenfalls zurück: „Hören Sie endlich auf mit diesem IDIOTISCHEN Gesinge! Dass ist ja nicht zum Aushalten!" er fuhr sich genervt durch seine Haare.

Stella hatte sich wieder gefangen und verschränkte ihre Arme vor der Brust. Sie hob arrogant ihren Kopf und funkelte ihn wütend an.

„Wir befinden uns hier in einem freien Land, mitten in der Pampa!" „Und ich…" sie beugte sich leicht in seine Richtung „kann soviel singen wie ich will!"

„Im Gegensatz zu Ihnen habe ich wenigstens noch eine schöne Singstimme, was ich mir bei Ihnen wirklich NICHT vorstellen kann!" sie warf ihm einen kalten Blick zu und lief weiter.

Severus war nun wirklich sprachlos und hatte auch keine Lust mehr auf diese dämlichen Streitereien. Selten war er so aus der Haut gefahren, wie gerade!

Er folgte ihr im gebührenden Abstand.

Sie liefen nun schon über eine dreiviertel Stunde und weit und breit war kein Dorf zu sehen. Sie erreichten eine Kreuzung und Stella hoffte sehr, dass hier irgendwann mal ein Auto vorbeikommen würde.

Sie musterte stumm Snape, der inzwischen auch seine lange Jacke, die er unter dem Umhang getragen hatte, ausgezogen hatte.

Irgend etwas in ihr registrierte am Rande, dass er eigentlich eine gute Figur hatte. Sie schüttelte diesen Gedanken schnell ab.

Das Hemd, was er darunter trug war ebenfalls schwarz und wenn ein Muggel ihn sehen würde, würde er bestimmt die Flucht ergreifen. Er sah aus der Sicht der Muggel wohl sehr furchterregend aus.

Von irgendwoher vernahmen beide ein knatterndes Geräusch und Stella wusste, dass das ihre einzigste Chance war!

Sie entfernte die Spange aus ihren Haaren und schüttelte dann ihr Haar, was nun in sanften Wellen auf ihre Schultern fiel.

Sie zog ihr T-Shirt etwas nach unten, um ihr Dekolleté etwas zur Geltung zu bringen um danach ihren Rock nach oben zu ziehen, damit sie mehr Bein zeigen konnte und stellte sich am Straßenrand in Pose.

Snape starrte sie mit weitaufgerissenen Augen an. Er war nun völlig verdattert!

„W-Was tun Sie da?" seine Stimme klang völlig entsetzt.

Stella zischte ihm zu: „Verstecken Sie sich!"

„WAS soll ich tun?"

„Sie sollen sich im Feld verstecken!"

Da das Autogeräusch immer näher kam und sie keine Zeit mehr hatte, ihm irgend etwas zu erklären und er auch keine Anstalten machte im Feld zu verschwinden stürzte sie sich auf den Zauberer und schubste ihn, so gut sie konnte in das Feld, vor dem er stand.

Severus, der nun total von diesem „Überfall" überrascht wurde, verlor sein Gleichgewicht und fiel rücklings in das Lavendelfeld.

Stella stellte sich sofort wieder in Pose. Sie sah das Auto um die Kurve biegen und hoffte, dass sie es zum stehen bringen würde!

Zufrieden registrierte sie, dass es sich um einen männlichen Fahrer in einem Cabriolet handelte.

Sie beugte sich etwas nach vorne, damit ihre „Kurven" noch besser zur Geltung kamen und streckte ihren Arm mit erhoben Daumen aus, um das Auto zum stoppen zu bringen.

Tatsächlich kam der rote Cabriolet neben ihr zum halten und darin saß ein recht schleimiger Typ, der ein Hawaiihemd trug, dass weit geöffnet war und man sein Brusthaar und die Panzerkette um seinen Hals erkennen konnte.

Der Fremde hatte einen Schnauzer und eine „VokuHila - Frisur" und Stella schüttelte sich.

Sie fragte sich, was sie verbrochen hatte, dass sie entweder an Fremdgeher, Ekel oder Vorstadtmachos geriet!

Sie beugte sich unwillig nach vorne und schenkte dem schmierigen Typ ein Lächeln.

„Bonjour!" hauchte sie ihm zu.

Der Kerl musterte sie von oben bis unten und erwiderte etwas auf Französisch, was sie leider nicht verstand, da der Verstehen-Trunk bei Muggeln keinerlei Wirkung zeigte!

Sie lächelte ihn kurz verständnislos an und drehte sich nach Snape um, der sich inzwischen wieder aufgerappelt hatte und aufgestanden war.

Der Typ erkannte sofort die Situation, warf Stella einen vernichtenden Blick zu, trat auf sein Gaspedal und war wieder verschwunden.

„Mist!" Stella stampfte wütend mit einem Fuß auf und starrte hinter dem Auto her.

Sie beugte sich nach unten und griff einige Steine und schmiss sie wütend hinter dem Kerl her.

„Idiot!" schrie sie. „Elender IDIOT!"

Snape stellte sich nun vor sie und warf ihr einen vernichtenden Blick zu.

„Nun, meine liebe Miss Maris!" säuselte er sarkastisch „glauben Sie wirklich, dass Männer auf so einen billigen Trick hereinfallen?"

Angewidert musterte er sie noch einmal von oben nach unten und er musste sich eingestehen, dass er wahrscheinlich genauso angehalten hätte wie dieser Idiot von gerade eben.

„Wären Sie nicht so früh aus dem Feld wieder aufgetaucht, hätte der uns bestimmt mitgenommen!" fauchte sie aufgebracht, drehte sich um und lief in dieselbe Richtung, in die das Auto verschwunden war.

Etwa eine viertel Stunde später vernahmen sie wieder ein Geräusch und Severus beobachtete sie genau, da er nicht wieder das Bedürfnis hatte von ihr in ein Feld geworfen zu werden!

Sie blieb stehen, allerdings ohne sich wieder in Pose zu werfen und streckte gelangweilt ihren Arm aus.

Dann kam das Gefährt vor ihnen zum stehen und beide starrten entsetzt den Traktor an, der angehalten hatte.

Severus fand als erstes wieder seine Stimme und fragte den Fahrer auf Französisch ob er sie ins nächste Dorf mitnehmen könnte. Er war schließlich der Einzige von den beiden, der ein wenig die Sprache beherrschte!

Der Bauer deutete auf seinen Anhänger, der mit Heu beladen war, dass sie sich dort draufsetzen sollten.

Stella fragte sich, wie sie da hochkommen sollte und hielt sich an der Klappe fest und zog sich nach oben, verlor jedoch fast ihr Gleichgewicht. Bevor sie allerdings zu Boden fallen konnte, spürte sie eine Hand an ihrem Hinterteil, die sie schwungvoll hochdrückte!

Sie schrie und stürzte kopfüber ins Heu.

Snape war ihr gefolgt und da sich der Traktor in dem Moment wieder in Bewegung gesetzt hatte, als er über die Umrandung gestiegen war, hatte er sein Gleichgewicht verloren und landete, mit dem Gesicht ihr zugewandt, auf Stella.

Stella, die sich kaum von dem Schock erholt hatte, dass Snape ihr an den Hintern gefasst hatte, erstarrte nun vollends.

Sie bekam kaum Luft, als er mit voller Wucht auf sie gefallen war. Sein Gesicht war dem ihren nun gefährlich nah und sie bemerkte, wie ihr das Herz bis zum Hals hoch schlug.

Seltsamerweise nicht nur, weil sie wegen dem Sturz so aufgeregt war. Nein, da war noch etwas anderes!

Plötzlich wurde sie wie magisch von seinen dunklen Augen angezogen und sie vernahm schwach, dass sich auch sein Gesichtsausdruck irgendwie verändert hatte und er sie nun ernst ansah.

Es stockte ihr der Atem und irgendwie begann sich alles um sie zu drehen, als sich Severus Snape nach unten beugte und ihr einen harten Kuss auf ihre halbgeöffneten Lippen gab!

Sie lag wie elektrisiert da und gab sich kurz dem Kuss hin, bis es ihr bewusst wurde, wer da gerade ihre Lippen berührte! Stella besann sich, hob ihre Arme und drückte ihn angewidert von sich weg.

@@@@@@

Severus war selbst ganz entsetzt über seine Reaktion gewesen. Er war auf diesem verrückten Mädchen gelandet, dass ihm plötzlich tief aus seinen blauen Augen anschaute und so nah vor seinem Gesicht war. Er erblickte ihre halb geöffneten, irgendwie einladenden Lippen und beugte sich, aus einem Impuls heraus, zu ihr hinunter und küsste sie!

Warum er das tat, wusste er selbst nicht so genau. Wahrscheinlich wollte er sie bestrafen, als Rache dafür, wie sie bisher mit ihm umgegangen war!

Zu seiner Verwunderung hatte sie kurz den Kuss erwidert um ihn kurz darauf von sich zu stoßen.

@@@@@@

Als Stella ihn von sich gestoßen hatte, rappelte sie sich auf und zog sich, so gut es auf dem schwankendem Anhänger ging in eine der Ecken und starrte Snape entsetzt an. Auch dieser war im gegenüberliegenden Eck gelandet und starrte mindestens genauso entsetzt zurück.

Stella konnte nichts dazu sagen. Dieser Kuss hatte ihr total die Stimme verschlagen. Sie war wütend! Wütend auf ihn aber irgendwie doch am meisten auf sich selbst, das sie es sich selbst erlaubt hatte, diesen Kuss zu erwidern!

Wieder warf sie Snape einen angewiderten Blick zu und strich sich demonstrativ mit der Hand über ihre Lippen.

Stella war wie erstarrt. Dieses Ekel hatte sie tatsächlich geküsst und ihr hatte es auch noch zu allem Unglück gefallen! Sie lehnte sich zurück und schloss nur noch entsetzt die Augen, damit sie ihn nicht mehr sah!

@@@@

Severus hatte inzwischen ein schlechtes Gewissen bekommen und er hatte sich schon fast durchgerungen, eine Entschuldigung aus sich herauszupressen, als er jedoch ihren Blick sah und sie sich angewidert mit der Hand über den Mund fuhr.

„Vergiss es, Fräulein!" dachte er nur kalt. „Von mir wirst du keine Entschuldigung bekommen. Du hast diesen Kuss redlich verdient!" auf seinem Gesicht breitete sich ein zynisches Lächeln aus.

Leider musste er feststellen, dass sie dieses nicht mehr sah, da Stella nun mit geschlossenen Augen im Heu lag!

Anscheinend ließ sie so etwas völlig kalt! Er schüttelte verwundert den Kopf und schloss ebenfalls die Augen. Was sie konnte, konnte er schon lange!



Anmerkung:
soooo.. das war Kapitel 3… hoffe Ihr hattet euren Spaß. Ich hatte ihn zumindest beim Schreiben…*ggggg*

Über Reviews freue ich mich --- wie immer halt!!!!







4…weit ist der Weg..

Teil 2



Durch das Geschaukel auf dem Anhänger waren irgendwie beide eingeschlafen und fuhren erschrocken hoch, als sie endlich zum stehen kamen.

Stella stieg von dem Gefährt und blickte sich um. Sie befanden sich in einem wundervollen, französischen Dorf. Anscheinend hatte der Mann direkt neben einer Tankstelle gehalten.

Sie hatte nicht sonderlich Lust mit Snape zu reden. Was er gerade getan hatte, hatte Stella doch ziemlich verunsichert.

Sie griff nach ihrem Rucksack, den sie im Heu abgezogen hatte und entdeckte, zum Glück noch rechtzeitig, den Benzinkanister, bevor sich der Bauer wieder auf den Weg machte.

Sie übersah „das Ekel" vollkommen und lief an ihm vorbei zu der Tankstelle. Als sie vor der Tanksäule stand und die verschiedenen Benzinarten sah, fragte sich Stella verzweifelt, welche denn die Richtige war!

Die ganze Reise nach Hogwarts war absolut verhext!

Snape, der gerade eine zynische Bemerkung machen wollte, wurde, bevor er auch nur etwas sagen konnte, von Stella unterbrochen.

„Wagen Sie es ja nicht, irgend eine Bemerkung loszulassen!" blaffte sie ihn, immer noch wütend wegen des Kusses, an.

Er verzog sein Gesicht, blieb allerdings ruhig.

Stella legte nun auch keinen Wert mehr auf ihn, was die Verständigung anging. Sie betrat den kleinen Kassenraum und grub ihr Englisch heraus, da sie hoffte, dass der junge Kerl, der hinter dem Tresen stand etwas Englisch konnte.

Sie fragte ihn ob er sie verstand und er nickte. Sie atmete beruhigt auf und erklärte ihm ihr Problem. Zum Glück hatte sie sich noch gemerkt, was für einen Fiat sie da gefahren hatten und der Mann füllte ihr das Benzin in den Kanister.

Severus hatte die Szene etwas abseits beobachtet. Zu seiner Überraschung hatte Miss Maris plötzlich angefangen astreines Englisch zu sprechen. Damit hatte er ja gar nicht gerechnet! Diese Kratzbürste konnte ja tatsächlich charmant sein!

Er sah, wie sie ihr Haar nach hinten fallen ließ, während sie dem Franzosen ein strahlendes Lächeln schenkte.

Nach einer Weile kam sie dann doch auf ihn zugelaufen und sah ihn mit sturen Blick an. In seiner Gegenwart verlor sie anscheinend wieder sofort ihren Charme.

„Sie werden hier warten! Philippe wird mich zu dem Auto fahren und wir werden es auftanken. Ich hole Sie dann hier ab!"

Sein Blick ging zu „Philippe", der sich gerade im Autospiegel musterte und sein Haar ordnete um danach zu ihnen rüberzusehen.

„Ich glaube nicht, dass ich Sie mit „Philippe" - er sprach den Namen in einer äußerst kalten Tonart aus - alleine fahren lassen sollte! Nicht, dass er Ihnen noch etwas antut!"

„Nun" antwortete Stella genauso kalt, „dafür haben SIE doch schon gesorgt!" Mit Genugtuung registrierte sie, wie er mit einem entsetzten Gesichtsausdruck zurückwich. Der Hieb hatte gesessen!

Sie machte kehrt und setzte sich neben Philippe ins Auto und ließ den erstarrten Lehrer alleine zurück.

@@@@@

Eine halbe Stunde später kam sie wirklich unversehrt zurück. Severus war die ganze Zeit nervös die Tankstelle auf- und abgelaufen und hatte sich schon die ganzen Horrorversionen ausgemalt, die ihr passiert sein könnten.

Er ärgerte sich auch wieder über sich selbst. Seit wann machte er sich Sorgen um jemanden und erst recht um eine unbedeutende Schülerin?

Stella hielt direkt neben der Tanksäule und stieg aus um das Auto aufzutanken. Während das Auto vollgetankt wurde, lief sie zu Philippe, der ebenfalls geparkt hatte und ausgestiegen war.

Snape erkannte verärgert, dass sich die beiden anscheinend köstlich amüsiert hatten. Stella warf einen kurzen Blick auf Snape. Sie hoffte sehr, dass er die folgende Szene genau beobachtete.

Sie trat vor den jungen Tankwart, nahm seinen Kopf in beide Hände, beugte sich nach oben und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Merci!" sagte sie leise und zwinkerte ihm zu.

Zufrieden registrierte sie, dass das „Ekel" alles mitbekommen hatte. Sie hob ihren Kopf und ging mit unbeteiligter Miene zum Auto zurück um die Zapfpistole wieder an ihren Platz zu hängen griff nach ihrem Geldbeutel um das restliche Benzin zu bezahlen und war kurz darauf wieder beim Auto.

Severus stand immer noch etwas abseits und warf ihr einen bitterbösen Blick zu. Es ärgerte ihn unendlich, dass sie ihn die ganze Zeit provozierte und es ärgerte ihn noch mehr, dass er darauf reinfiel.

Stella hatte sich wieder auf den Fahrersitz gesetzt und sah zu ihm hinüber.

„Was ist? Jetzt kommen Sie schon! Sie wollen doch auch nach Hause, oder?"

Widerwillig setzte er sich in Bewegung und ließ sich neben sie in den Sitz fallen und starrte stur gerade aus. Zuerst wollte sie sich zu ihm hinüberbeugen und ihn etwas aufziehen, dass er es jetzt ja geschafft hatte, sich ohne Probleme ins Auto zu setzten. Aber sie sah ein, dass sie damit wohl das Fass zum Überlaufen bringen würde.

Stella sah sich kurz um und suchte die Straßenkarte. Sie sah sie neben Severus, im Seitenfach stecken.

Da sie ihn ungern ansprechen wollte, beugte sich Stella über ihn hinüber um nach der Karte zu greifen.

Severus, der grimmig vor sich hin überlegt hatte, wie er wohl am schnellsten nach Hause kommen würde, erschrak und zog reflexartig sein Bein nach oben und traf Stella, die mit ihrem Kopf gerade auf seiner Kniehöhe war, direkt am Auge.

„Aua!" schrie sie entsetzt auf und fuhr nach oben.

Ihre Augen tränten uns sie hielt sich ihre Hand davor.

„Was tun Sie da?" er starrte sie an.

„Ich wollte nur die Karte! Nur diese verdammte Karte!" sie schrie mit schriller Stimme. Sie zeigte mit zitternden Fingern auf diese, die immer noch im Seitenfach steckte.

Stella warf einen erschrockenen Blick in den Rückspiegel und sah ihr verquollenes Auge, das sich allmählich grün-bläulich färbte.

Severus verzog entsetzt sein Gesicht. Er fühlte sich äußerst unwohl. Sicher, er mochte sie nicht sonderlich, aber für ein blaues Auge wollte er eigentlich nicht verantwortlich sein.

Stella wand sich wieder zu ihm hin: „Sie.. Sie..!" sie konnte nicht weitersprechen, weil er seinen Zauberstab aus der Tasche gezogen hatte, sie an der Schulter festhielt und irgend einen Zauberspruch murmelte.

Sie merkte, dass die Schmerzen nachließen und die Farbe nicht mehr stärker wurde.

Stella schluckte. „Kann ich JETZT bitte die Karte haben?"

Snape reichte sie ihr und sie suchte den Weg zur Autobahn. Schweigend machten sich die beiden auf den Weg zur Küste.

Sie hatten eine stumme Absprache getroffen, dass es einfach besser war, zu schweigen und der Rest ihrer Reise verlief wirklich einigermaßen RUHIG und ohne Zwischenfälle!





5. Ankunft in Hogwarts



Stella lief zu der kleinen Essensausgabe, die sich in der Mitte der Fähre befand. Es war inzwischen spät abends und sie hatte wirklich Hunger.

„Zwei Mal Fish und Ships bitte!" sie wartete kurz bis sie das Essen bekam und lief nach draußen zu den Stühlen, die auf dem Außendeck standen.

Snape saß da und starrte in die Dunkelheit. Seit ihrer Sache mit dem blauen Auge hatten sie nur noch das Allernötigste miteinander gesprochen, was wohl für beider Nerven besser war.

„Bitte!" sie reichte ihm die Tüte mit dem Essen und als er sie griff, berührten sich wie zufällig ihre Hände und Stella zog ihre hastig zurück. Sie hatte plötzlich Gänsehaut bekommen, schob dies aber sofort auf die kühle Nachtluft.

„Ich hatte mit diesem Mann heute wirklich schon mehr als genug Körperkontakt!" dachte sie und der Kuss kam ihr wieder in den Sinn. Sie setzte sich in den Stuhl neben ihm und lehnte sich zurück.

Sie aßen einen Moment schweigend und plötzlich vernahm sie seine Stimme, die auf einmal einen normalen Ton hatte. Völlig ohne Spott und Sarkasmus.

„Ich, ich möchte…"

„Nun", unterbrach sie ihn jedoch spitz, „was möchten Sie? Mich wieder küssen, ohne mich zu fragen, oder was?" sie wollte eigentlich gar nicht so darauf reagieren, aber die Worte waren nur so aus ihr herausgesprudelt.

Seine Stimme war wieder kalt wie Eis.

„Gut, dass Sie mich daran erinnern, dass ich ein Ekel bin!" fuhr er sie an. „Ich hätte es ja schon fast vergessen!"

Severus stand auf, er hatte keinen Hunger mehr.

Am liebsten würde er sie, sobald sie die Küste erreichten, alleine lassen und nach Hogwarts apparieren, aber er wusste, dass Dumbledore ihm das nicht verzeihen würde.

Er warf das Essen in den nächsten Mülleimer. Stella war ebenfalls aufgestanden und stellte sich neben ihn an die Rehling.

Zerknirscht sagte sie: „Sorry, ich hab's nicht so gemeint!"

„Schon gut!" raunzte er. „Ich bin Beleidigungen gewöhnt!" Er wandte sich ab und lief weg. Er musste einfach laufen. Sie hatten so viele Stunden Autofahrt hinter sich und er war immer noch verwirrt über sich selbst.

„Wieso bringt mich dieses Mädchen nur so aus der Fassung?" er konnte sich keine Antwort darauf geben.

@@@@@

Stella lief die Decks nach unten zu dem Auto. Sie war unendlich müde. Sie musste erst mal den ganzen Tag irgendwie verarbeiten. Wenn jeder Tag in Hogwarts so wurde, wie dieser, würde sie irgendwann in der Klapsmühle landen!

Sie stellte den Sitz so weit es ging nach Hinten und drehte die Rückenlehne zurück, griff nach ihrer Weste als Kopfunterlage und suchte sich irgendwie in dem engen Gefährt eine bequeme Lage und schlief schnell ein.

@@@@@

Das Erste, was sie am nächsten Morgen sah, war einfach nur Schwärze. Verwundert fragte sich Stella, was los war?

Allerdings war sie noch so verschlafen, dass sie den Gedanken auch gleich wieder verdrängte. Ihr Kopf lag irgendwie weich und ein herber, irgendwie nach Kräuter riechender Geruch umfing sie.

Sie öffnete nun ganz die Augen, bewegte sich und stellte fest, dass ihr Kopf auf Snapes Brust lag! Dieser wiederum hatte seinen Arm um ihre Schulter gelegt und schien noch fest zu schlafen.

„Mein Gott!" dachte sie. „Was mache ich mit dem Mann noch alles mit und warum um alles in der Welt riecht der so gut?"

Sie bewegte sich vorsichtig von ihm weg und entwand sich seinem Griff. Stella setzte sich in ihren Sitz zurück und starrte ihn einen Moment an wie er so da lag und schlief.

„Er kann doch ein wenig friedlich sein, wenigstens im Schlaf!" dachte sie bitter und stieg aus dem Auto.

Sie bekam mit, dass sie in einer halben Stunde England erreichen würden und ging kurz um etwas Tee und eine Straßenkarte von England zu besorgen.

@@@@

Severus wachte auf, als ihm jemand an der Schulter rüttelte.

„Aufwachen!" erklang die Stimme „der Verrückten" und er riss seine Augen auf und setzte sich auf.

Verwundert bemerkte er, dass sie einen Pappbecher mit Tee gebracht hatte und nahm ihr diesen ab.

„Danke!" sagte er mit belegter Stimme.

Stella nickte nur stumm und setzte sich wieder ins Auto. „In ein paar Minuten erreichen wir England!"

Sie bemerkte, wie er aufatmete. Sie musste ihn fragen, was der beste Weg nach Hogwarts war und sie musste sich zusammenreißen, dass sie ihre Stimme mal ganz normal klingen ließ und nicht irgendwie zynisch, patzig oder wie auch sonst immer.

Ihr war klar, dass ab jetzt er das Sagen haben würde.

„Äh, ich hätte da mal eine Frage!" verunsichert blickte sie zu ihm rüber.

Snape fuhr nach oben und sah sie an.

„Was?" fragte er unwirsch.

„Ich war noch nie in England! Äh, Sie müssten mir dann den Weg weisen!"

Severus verschwieg, dass er den leider auch nicht so genau wusste, schließlich war er noch nie mit dem Auto durch England gefahren und Hogwarts war auf keiner Karte verzeichnet. Das einzige, was die Muggel sahen, wenn sie Richtung Hogwarts liefen, war eine alte, verfallene Ruine. Die mit etlichen Abwehrzaubern geschützt wurde.

Hogwarts war im Norden und sie kamen jetzt in Dover an. Dass würde bedeuten, dass sie wieder eine Fahrt quer durchs Land vor sich hatten!

Die Fähre hatte angedockt und sie verließen das Schiff.

Stella kniff die Augen zusammen.

„Oh, nein! Das habe ich ja völlig vergessen!"

„Was?" fragte er spitz.

„Die fahren hier ja verkehrt herum!" Links!"

Severus war es egal ob sie links oder rechts, richtig oder verkehrt fuhren. Hauptsache sie fuhren! Und zwar schnell!

„Ist das vielleicht ein Problem für Sie?" er hatte seine Arme vor der Brust verschränkt und sah sie gelangweilt an.

„Nein!" antworte Stella knapp. Sie wollte ihm nicht sagen, dass sie ein wenig Angst hatte, hier zu fahren.

„Ich sehe es als Herausforderung!" sagte sie stur und startete das Auto.

Sie verließen die Fähre und machten sich auf den Weg zur Autobahn.

Zu erst fand es Stella äußerst seltsam, auf der linken Seite zu fahren, zudem sie ja auch noch links saß und sich nun am äußeren Straßenrand befand. Mit der Zeit machte es ihr aber Spaß in England Auto zu fahren und sie grinste fröhlich vor sich hin, als sie an eine Kreuzung kamen, wo sie nach rechts abbiegen wollte.

Gewohnheitsmäßig blickte sie nach Links um zu sehen, ob ein Auto kam. Es kam keines. Sie trat auf das Gaspedal und hörte plötzlich ein lautes Hupen und riss entsetzt ihren Kopf herum um zu sehen was war und erblickte, ein paar Meter von sich einen riesigen LKW, der direkt auf den Fiat zufuhr.

Stella griff hektisch nach der Gangschaltung und rammte den Schaltknüppel in den Rückwärtsgang und drückte auf das Gas um wieder zurückzufahren.

Zum Glück hatte auch der LKW abgebremst und fuhr dann hupend und mit seinen Händen gestikulierend an ihnen vorbei.

Ihr Herz schlug ihr bis an den Hals. Stella war es richtig übel. „Oh Gott!" dachte sie. „Wir hätten tot sein können!"

Snape, der eh schon bleich war, wurde noch eine spur blasser.

Er riss die Tür auf und verließ das Auto. Er hatte nun entgültig die Schnauze voll und beschloss nun doch nach Hogwarts zu apparieren.

„Los!" brüllte er Stella im Auto an.

„Öffnen Sie diese doofe Klappe!" er stand am Kofferraum und wollte seine Tasche herausholen.

Stella, die mit weichen Knien das Auto verließ, blickte ihn verwundert an.

„W-Was machen Sie da?" er rüttelte gerade am Kofferraum-Schloss herum.

„Ich habe genug! Absolut genug! Ich will endlich nach Hogwarts! Sofort!" er schrie Stella mal wieder mit kalter Stimme an.

„Da will ich ja auch hin!" sagte sie leise.

„Aber nicht mehr so! Sie sind eine absolute Katastrophe!" er beugte sich zu ihr hin und kam ihr gefährlich nahe.

„Ich werde nach Hogwarts apparieren, Sie können ja weiterfahren! Ich werde mich da," sein Blick ging zu dem roten Gefährt „nie mehr reinsetzen!"

Sie sah ihn fassungslos an.

„Und ich?" allmählich kamen ihr wirklich die Tränen. „Wollen Sie mich hier alleine zurücklassen oder was?"

„Was sind Sie nur für ein herz- und gewissenloser Mensch? Noch nie in meinem Leben habe ich einen Menschen wie Sie getroffen! Gehen Sie doch, hauen Sie doch ab!" Stella konnte vor lauter Tränen nichts mehr sehen und ließ sich neben dem Auto nieder und schluchzte in ihre Hände.

Plötzlich spürte sie, wie er ihren Arm fest umgriff und sie hochzog.

„Natürlich, Miss Maris! So etwas trauen Sie mir zu, nicht wahr?" er nahm seine Hand und drückte ihren Kopf nach oben, damit sie gezwungen war, ihn anzuschauen.

Sie starrten sich einen Moment lang stumm an und Stella fühlte sich gefangen von seinen funkelnden Augen. Sie hasste es, dass er auf diese weise irgendwie Macht über sie hatte und versuchte sich aus seinem Griff zu drehen.

So abrupt wie er sie berührt hatte, ließ er sie auch wieder los. Er griff nach seinem Zauberstab, hielt ihn auf das Autoschloss und sagte „Alohomora!" und der Kofferraum sprang auf.

Er ließ den Zauberstab über die Koffer und Taschen gleiten und murmelte einen Zauberspruch, der alle Teile schrumpfen ließ, dass man sie in die Hosentasche stecken konnte.

Snape reichte Stella ihre Sachen. Diese schaute ziemlich erstaunt.

„Was hatte er vor?"

„Haben Sie noch nie was vom Schrumpf-Zauber gehört oder was?" vernahm sie seine Stimme.

„Doch, natürlich!"

„Gut, dann stecken Sie Ihr Zeug ein, damit wir endlich nach Hogwarts apparieren können!"

„Äh, und was machen wir mit dem Auto? Wir können das wohl kaum einfach hier stehen lassen!"

Severus wand den Zauber auch gegen das Auto und hob es vom Boden auf, um es einzustecken.

„Jetzt geben Sie mir die Hand!" sagte er bestimmend und reichte ihr seine.

Stella ergriff sie und Sekunden später kamen sie vor den Toren Hogsmeade an.

Von dort aus mussten sie dann nach Hogwarts laufen und Stella hielt den Atem an, als sie das wundervolle Schloss erblickte!

Kurz darauf erreichten sie es.

Noch nie hatte sie so etwas schönes gesehen. Das Schloss stand groß und mächtig vor ihnen und sie sah die Zinnen und Dächer, die Spitz in den Himmel ragten.

Stella hatte völlig vergessen, dass Snape noch immer ihre Hand festhielt und sah sich immer noch erstaunt umher.

Erst seine Stimme holte sie wieder zurück.

„Würden Sie mich bitte loslassen, Miss Maris!"

„Oh, Verzeihung!" sie löste sich von ihm und folgte ihm in das Schloss hinein.

Sie hatte es geschafft! Stella Maris hatte wirklich Hogwarts erreicht!





6. Ein Hut irrt NIE!



Stella sah sich staunend in der Vorhalle um, deren Decke magisch verändert war, dass sie den Himmel sehen konnte.

„Wie wunderschön!" sagte sie leise.

Snape hatte inzwischen wieder seine Kluft an, und ihr fiel auf, dass er hier wirklich perfekt hinpasste! Er war für diesen Ort wie geschaffen. Kein Wunder, dass er sich in der Muggelwelt so seltsam benommen hatte!

„Sie warten hier!" blaffte er sie an und lief mit wehendem Umhang davon.

Allerdings fühlte sie sich mit der Muggel-Kleidung mehr als fehl am Platz und sehnte sich nach ihrem Zauberumhang, der jetzt noch verkleinert in ihrer Jackentasche war.

Stella sah sich um, da sie das Gefühl hatte, beobachtet zu werden.

Zwei Jungen, etwa in ihrem Alter, traten auf sie zu. Der eine hatte braune Haare, die etwas wirr abstanden und eine Brille. Unter seinem Pony konnte sie eine blitzförmige Narbe erkennen.

Der Andere war rothaarig, groß und schlaksig.

„Hallo, bist du die Austauschschülerin?" fragte der Junge mit der Narbe.

„Ja, und Ihr seid Harry Potter und Ron…!?" sie hatte den Nachnamen des Jungen vergessen.

Die beiden nickten.

„…Weasley!" beendete Ron den Satz.

Stella grinste die beiden an. „Schöne Grüße von Hermine, soll ich euch ausrichten!"

Die beiden blickten traurig drein.

„Danke!" sagte Ron leise. „Sie fehlt uns ganz schön!"

„Das glaube ich euch! Sie ist wirklich sehr nett!"

„Weißt du schon, in welches Haus du kommst?" es war Harry, der fragte.

„Nein, keine Ahnung…!" sie wurde unterbrochen von einer, ihr nun wirklich schon mehr als bekannten Stimme.

„Potter, Weasley! Was treiben Sie sich hier rum?" Snape polterte wie immer, aber komischerweise klang es nun nicht mehr lächerlich. Diesmal klang es sehr ernst.

Harry und Ron blickten verlegen zu Boden. Anscheinend hatten beide eine Heidenangst vor Snape.

„Äh, wir wollten ..…!"

„Ruhe, Weasley! Zwanzig Punkt Abzug für Gryffindor! Noch mal Zehn Punkte Abzug für jeden von Ihnen wegen zu viel Neugierde!"

Er wandt sich zu der staunenden Stella.

„Und Sie folgen mir! Sofort und ohne Widerrede!"

Sie schluckte und folge ihm ohne Widerspruch. Sie liefen durch lange Gänge und sie sah, dass die Personen in den Bildern sich bewegten. Es schockte sie nicht sonderlich, da sie solche Bilder von Feenhain auch kannte.

Irgendwann erreichten sie eine Geheimtür und Snape sagte knapp: „Zuckerwatte" und die Tür öffnete sich.

Stella erblickte eine steinerne Treppe die sich langsam nach oben bewegte und starrte diese bewundernd an.

Wieder erklang Snapes Stimme und er sah sie funkelnd an.

„Brauchen Sie eine Extra-Einladung, Miss Maris?"

Sie sah ihn leicht genervt an und meinte dann nur leise: „Können Sie nicht einmal im normalen Ton mit jemanden reden? Ihnen zuzuhören wird zuweilen anstrengend!"

Er war wieder weitergelaufen, nachdem er jedoch ihre Worte gehört hatte, fuhr er herum, griff sie an den Oberarmen und drückte Stella gegen die kalte Wand.

Stella erzitterte unter seinem festen Griff und sie fragte sich ängstlich, was er jetzt wieder vorhatte.

Sie hatte eigentlich damit gerechnet, dass seine Stimme wieder kalt wie Eis sein würde, doch seltsamerweise hatte sie nun einen samtenen Klang und Stella bemerkte ein seltsames Kribbeln im Rücken. Jedoch hatte auch dieser Ton etwas bedrohliches an sich.

„Miss Maris, ich würde Ihnen raten, Ihre Zunge zu hüten! Ich bin wirklich froh, dass ich diese leidige Reise endlich hinter mir habe und Sie nicht mehr ertragen muss! Ich würde Ihnen raten, mich nicht noch länger zu reizen!"

Vom Klang her hätte man seine Stimme für eine Liebeserklärung halten können, der Inhalt sprach jedoch das Gegenteil aus.

„Keine Angst!" sagte Stella genauso leise und versuchte ihrer Stimme ebenfalls solch einen Klang zu geben. „Ich bin Ihrer Gesellschaft ebenfalls leid!"

Immer noch hielt er sie an den Armen fest und ihr schien es, dass er, kurz bevor er sie wieder losließ, ihr kurz mit den Daumen über den Arm strich und Stella erschauderte unter dieser Berührung.

„Was haben Sie denn? Miss Maris? Warum zittern Sie denn?" seine Lippen umspielte ein zynisches Grinsen und ihr Herzschlag setzte einen Moment aus, weil sie sich fast sicher war, dass er sie wieder küssen würde. Doch nichts der gleichen geschah.

Bevor Stella etwas sagen konnte, vernahmen die beiden eine Stimme vom oberen Treppenabsatz. Sie war froh, dass sie Snape nicht mehr antworten musste.

„Severus, bringen Sie doch bitte unseren Gast zu mir nach oben!" es war Albus Dumbledore, der Schuldirektor.

Stella lief nach oben, froh endlich Snape zu entkommen und reichte Professor Dumbledore die Hand.

„Herzlich Willkommen, Miss Maris!" er schenkte ihr ein warmes, freundliches Lächeln.

„Bitte, nehmen Sie doch Platz!" er führte Stella zu einem Sessel.

Dieser Dumbledore erinnerte sie stark an Professor Leondrion und fühlte sich gleich heimischer.

Snape war im Türrahmen stehen geblieben und Stella spürte seinen intensiven Blick im Rücken.

„Severus! Bitte setzen Sie sich doch auch zu uns!"

Stella verzog ihr Gesicht. Hatte sie denn nie mehr Ruhe vor diesem Mann?

Dumbledore setzte sich ihnen gegenüber und hob seinen Zauberstab und auf dem kleinen Tisch erschienen diverse Getränke.

„Bitte bedienen Sie sich, Miss Maris!" Dankbar griff Stella nach einem Kräutersaft und lächelte ihn an.

„Nun!" fragte Dumbledore „Wie war die Reise?"

Es herrschte einen Moment Stille und dann sagten Snape und Stella gleichzeitig:

„Ohne Vorkommnisse!"

Severus und Stella sahen sich verdutzt an. Sie musste unwillkürlich grinsen, als sie an die Autoszene dachte und verwundert sah sie, dass selbst Snape sich ein winziges Lächeln abrang. Abrupt drehte Stella ihren Kopf wieder Richtung Dumbledore. Ein lächelnder Snape war ja was ganz neues!

„Ob lächelnd oder böse schauend! Ich hasse ihn!" dachte Stella sich.

Der Direktor war aufgestanden und ging zu einem Wandschrank. Er öffnete diesen und zog einen alten, zerbeulten Hut hervor.

„Jetzt wollen wir mal herausfinden, in welches Haus Sie denn kommen!"

Er lächelte Stella an, trat auf sie zu und setzte den Hut sanft auf ihren Kopf. Sie zuckte zusammen, da sich der Hut plötzlich zu bewegen begann und sie vernahm in ihrem Kopf eine alte, knorrige Stimme:

„Ah, eine Neue! Wo stecke ich dich nur hin?" „Gryffindor?" Stella erinnerte sich schwach, dass Hermine erzählt hatte, dass sie in Gryffindor war und Stella hoffte sehr, dass sie dort auch landen würde! Der Hut brauchte wohl eine Weile, bis er herausgefunden hatte, wo sie denn hingehörte.

Plötzlich erklang seine Stimme laut im Raum und rief: „Slytherin!"

Stella verzog entsetzt ihr Gesicht und ließ sich in den Sessel zurückfallen. Wieder sprach sie gleichzeitig mit Snape.

„OH, Nein!"

Dumbledore sah die beiden verwundert an.

„Stimmt irgend etwas nicht?"

„Der Hut muss sich geirrt haben, Professor Dumbledore!" sagte Snape mürrisch.

Er war ganz und gar nicht begeistert von der Entscheidung des Huts.

„Werde ich die denn gar nicht mehr los?" dachte Severus, „Beim Merlin, was habe ich nur verbrochen, dass diese Verrückte jetzt auch noch in meinem Haus wohnen muss?"

„Severus!" erwiderte dieser sanft. „Der Hut irrt sich nie!"

„Äh, Professor!"

„Miss Maris?"

„Kann es nicht doch sein, dass der Hut sich geirrt hat?" Vielleicht meinte er ja Gryffindor statt Slytherin…!"

„Haben Sie denn etwas gegen Slytherin?" Dumbledore sah sie fragend an.

Sie seufzte auf und dachte sich: „Eine Menge und der Hauptgrund heißt Snape, Snape und noch mal Snape und bevor ich es vergesse, noch ein Grund war Snape!"

Stella musste über ihre eigene Denkweise fast lachen, hielt sich aber hier besser zurück.

„Ich, ich habe da nur so ein paar Sachen gehört…"

„Ah!" fuhr Severus dazwischen. „Hat die Granger wohl über die ach so schlimmen Slytherins geflucht, wie?" er warf ihr einen genervten Blick zu und bemerkte mit Genugtuung das Stella rot anlief. Anscheinend hatte er richtig gelegen!

„Severus, bitte!" Dumbledore warf ihm einen tadelnden Blick zu.

Er klatschte in die Hände und meinte: „Dann brauche ich den Hauslehrer der Slytherins ja nicht mehr zu verständigen! Schließlich sitzt er ja schon hier!"

Dumbledore zwinkerte Stella zu.

„Severus, sie sollten Ihren Schützling jetzt in Ihr Haus führen!" er blickte lächelnd zu ihr hin. „Sie werden Ihr Zimmer mit Mirabell McArtur teilen! Sie wird ihnen sicher gerne alles zeigen!"

Severus war aufgesprungen und rauschte an Stella und Dumbledore vorbei und lief, schneller als sie schauen konnte, die Treppen hinunter.

„Professor Dumbledore, ich hätte da noch eine Frage!" Stella war froh, dass Snape endlich mal aus ihrem Sichtfeld verschwunden war.

„Gerne, Miss Maris, fragen Sie nur!" er legte seine Hand auf ihre Schulter und sah sie sanft an.

„Wenn ich schon in Slytherin sein muss, darf ich dann trotzdem mit den Schülern der anderen Häuser die Zeit verbringen? Ich habe gerade Harry Potter und Ron Weasley kennen gelernt, sie scheinen sehr nett zu sein!"

„Natürlich können Sie ihre Zeit mit den Anderen verbringen. Dass Sie in Slytherin gelandet sind, heißt ja nicht automatisch, dass Sie nicht mit den anderen Schülern in Kontakt kommen dürfen!"

„Danke, Professor!"

Stella wollte sich einfach nur absichern, wer weiß, was Snape ihr deswegen erzählen würde.

Sie schreckte hoch, weil sie von unten eine Stimme vernahmen.

„Miss Maris", bellte es hoch, „ich habe nicht ewig Zeit, kommen Sie endlich!"

„Ich glaube, ich sollte dann mal gehen!" tapfer lächelte sie den alten Zauberer an.

Dieser hielt sie noch einen Moment zurück. „Miss Maris, Professor Snape ist nicht so schlimm, wie er tut!"

Sie atmete tief ein und sagte leise: „Seien Sie sich da mal nicht so sicher!" drehte sich um und verließ Dumbledores Büro und lief Richtung Severus Snape, um sich in die „Höhle des Löwen" zu begeben!


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